übel sein, und wenn jemand dort ein wenig Luftschöpfen will, so halte ich es mit ihm."
In die eingetretene Stille hinein machte Leutnantvon Deidesheim aus Taktgefühl einen Wiy, so daßalles sich unter fröhlichem Gelächter erhob. HerrFriedemann verließ als einer der letzten mit seinerDame den Gaal, geleitete sie durch das altdeutscheZimmer, wo man bereits zu rauchen begann, in dashalbdunkle und behagliche Wohngemach und ver-abschiedete sich von ihr.
Er war mit Sorgfalt gekleidet; sein Frack warohne Tadel, sein Hemd blendend weiß, und seineschmalen und schön geformten Füße steckten in Lack-schuhen. Dann und wann konnte man sehen, daßer rotseidene Strümpfe trug.
Er blickte auf den Korridor hinaus und sah,daß größere Gruppen sich bereits die Treppe hin-unter in den Garten begaben. Aber er setzte sich mitseiner Zigarre und seinem Rasfee an die Tür des alt-deutschen Zimmers, in dem einige Herren plauderndbeisammen standen, und blickte in das wohngemachhinein.
Gleich rechts von der Tür saß um einen kleinenTisch ein Rreis, dessen Mittelpunkt von dem Stu-denten gebildet ward, der mit Eifer sprach. Erhärtedie Behauptung aufgestellt, daß man durch einenPunkt mehrals eine parallele zu einerGeraden ziehenkönne, Frau Rechtsanwalt Hagenström hatte ge-rufen: „Dies ist unmöglich!" und nun bewies er es