verbogene Kronleuchter herab, in denen schief undtriefend die Kerzen brannten. Aber der gedielteFußboden war von sieben hierzu kommandiertenHusaren den ganzen Vormittag gescheuert worden,und am Ende konnten selbst die Herren Offiziere ineinem Nest, einem Abdera und Krähwinkel wieHohendamm keine größere Pracht verlangen. Auchwurde, was etwa dem Feste an Glanz gebrach, durchdie eigentümliche, verschmitzte Stimmung ersetzt, diedem Abend sein Gepräge gab, durch das verboteneund übermütige Gefühl, mit den „Schwalben" zu-sammen zu sein. Selbst die dummen Ordonnanzenschmunzelten aus verschlagene Weise, wenn sie neueChampagnerstaschen in die Eiskübel zur Seite derweißgedeckten Tischchen stellten, die an drei Saal-seiten aufgcschlagen waren, blickten sich um undschlugen lächelnd die Allgen nieder, wie dienendeLeute, die schweigend und verantwortungslos ihreBeihilfe zu einer gewagten Ausschreitung gewähren,— alles im Hinblick auf die „Schwalben".
Die Schwalben, die Schwalben? — Nun, kurzum,es waren die „Wiener Schwalben"! Sie zogen durchdie Lande wie ein Schwarm von Wandervögeln,schwangen sich, wohl dreißig an der Zahl, von Stadtzu Stadt und traten in Singspielhallen und Varietee-
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