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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
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mit begeisterter Flüsterstimme.Daran erkenn' ichsie! Aber wie in aller Welt kann man ihr seine Teil-nahme kundgeben?"

Nun, ich werde sie grüßen," sagte die reicheDame. Und da er schwieg:Genügt Ihnen das nicht?"

Nein, es genügt mir nicht," sagte er ganz leise,und da sie seine Bücher schätzte, erwiderte sie lächelnd:

So schicken Sie ihr ein Blümchen."

Danke!" sagte er.Danke! Das will ich!" Undinnerlich dachte er:Ein Blümchen? Ein Bukett!Einen ganzen Strauß! Ungefrühstückt fahre ich mor-gen in einer Droschke zum Blumenhändler!"Und er fühlte, daß er ein gewisses Verhältnis zumLeben habe.

Da ward draußen ein flüchtiges Geräusch laut,die Tür öffnete und schloß sich kurz und ruckhaft, undvor den Gästen stand im Kerzenschein ein unter-setzter und stämmiger junger Mann in dunklemJackenanzug: Der Jünger aus der Schweiz. Er über-flog das Gemach mit einem drohenden Blick, gingmit heftigen Schritten zu der Gipssäule vorm Alkoven,stellte sich hinter sie auf das flache Podium mit einemNachdruck, als wollte er dort einwurzeln, ergriff denzu oberst liegenden Bogen der Handschrift und begannsofort zu lesen.

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