Das Leid nicht auf Stubenluft und Konstipation zu-rückzuführen ! Gesund genug sein, um pathetisch sein— um über das Körperliche hinwegsehen, hinweg-fühlen zu können! Nur hierin naiv sein, wenn auchsonst wissend in allem! Glauben, an den Schmerzglauben können... Aber er glaubte ja an denSchmerz, so tief, so innig, daß etwas, was unterSchmerzen geschah, diesem Glauben zufolge wedernutzlos noch schlecht sein konnte. Sein Mick schwangsich zum Manuskript hinüber, und seine Arme ver-schränkten sich fester über der Brust... Das Talentselbst — war es nicht Schmerz? Und wenn das dort,das unselige Werk, ihn leiden machte, war es nicht inder Ordnung so und fast schon ein gutes Zeichen? Eshatte noch niemals gesprudelt, und sein Mißtrauenwürde erst eigentlich beginnen, wenn es das täte.Nur bei Stümpern und Dilettanten sprudelte es, beiden Schnellzufriedenen und Unwissenden, die nichtunter dem Druck und der Zucht des Talentes lebten.Denn das Talent, meine Herren und Damen dortunten, weithin im Parterre, das Talent ist nichtsLeichtes, nichts Tändelndes, es ist nicht ohne weiteresein Können. In der Wurzel ist es Bedürfnis,ein kritisches Wissen um das Ideal, eine Ungenüg-samkeit, die sich ihr Können nicht ohne Qual erst
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