sterung, als wenn man Likör nahm oder schwarzen,starken Kaffee... Die kleine Tasse stand auf demTischchen. Wenn sie ihm über das Hemmnis hülfe?Nein, nein, nicht mehr! Nicht der Arzt nur, auch einzweiter noch, ein Ansehnlicherer, hatte ihm dergleichenbehutsam widerraten: der Andere, der dort, in Weimar,den er mit einer sehnsüchtigen Feindschaft liebte. Derwar weise. Der wußte zu leben, zu schaffen; miß-handelte sich nicht; war voller Rücksicht gegen sichselbst...
Stille herrschte im Hause. Nur der Wind warhörbar, der die Schloßgasse hinunter sauste, und derRegen, wenn er prickelnd gegen die Fenster getriebenward. Alles schlief, der Hauswirt und die Seinen,Lotte und die Kinder. Und er stand einsam wach amerkalteten Ofen und blinzelte gequält zu dem Werkhinüber, an das seine kranke Ungenügsamkeit ihnnicht glauben ließ ... Sein weißer Hals ragte langaus der Binde hervor, und zwischen den Schößen desSchlafrocks sah man seine nach innen gekrümmtenBeine. Sein rotes Haar war aus der hohen undzarten Stirn zurückgestrichen, ließ blaß geäderte Buch-ten über den Schläfen frei und bedeckte die Ohrenin dünnen Locken. An der Wurzel der großen, ge-bogenen Nase, die unvermittelt in eine weißliche Spitze
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