Druckschrift 
Der kleine Herr Friedemann
Entstehung
Seite
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Ich stehe der gnädigen Frau mit Vergnügenzur Verfügung," sagte er, immer wie im Traum.Es entstand eine Pause. Da änderte sich plötzlichder Ausdruck ihres Gestchtes. Er sah, wie es sichin einem kaum merklichen grausamen Spott ver-zerrte, wie ihre Augen stch wieder mir jenem unheimliehen Zittern fest und forschend auf ihn richteten,wie schon zweimal vorher. Sein Gesicht wardglühend rot, und ohne zu wissen, wohin er sich wendensollte, völlig ratlos und außer stch, ließ er seinen Ropfganz zwischen die Schultern sinken und blicktefassungslos auf den Teppich nieder. Wie ein kurzerSchauer aber durchrieselte ihn wieder jene ohn-mächtige, süßlich peinigende Wut...

Als er mit einem verzweifeltenEntschluß denBlickwieder erhob, sah sie ihn nicht mehr an, sondernblickte ruhig über seinen R.opf hinweg auf die Tür.Er brachte mühsam ein paar Worte hervor:

Und sind gnädige Frau bis jetzt leidlich zufriedenmit Ihrem Aufenthalt in unferer Stadt?"

GH," sagte Frau von Rinnlingen gleichgültig,gewiß. Warum sollte ich nicht zufrieden sein? Frei-lich ein wenig beengt und beobachtet komme ich mirvor, aber... Übrigens," fuhr fie gleich darauf fort,ehe ich es vergesse: wir denken in den nächsten Tageneinige Leute bei uns zu sehen, eine kleine, zwangloseGesellschaft. Wan könnte ein wenig Wusik machen,ein wenig plaudern... Überdies haben wir hintermHause einen recht hübschen Garten; er geht bis zum

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