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Der kleine Herr Friedemann
Entstehung
Seite
38
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(DH..." stammelte Herr Friedemann,ich binim allgemeinen zufrieden..."

Auch ich bin viel krank," fuhr ste fort, ohne dieAugen von ihm abzuwenden;aber niemand merktes. Ich bin nervös und kenne die merkwürdigstenZustände."

Sie schwieg, legte das Ainn auf die Brust undfah ihn von unten herauf wartend an. Aber er ant-wortete nicht. Er faß still und hielt feine Augengroß und sinnend auf sie gerichtet. Wie seltfam siesprach, und wie ihre Helle, haltlose Stimme ihnberührte! Sein Herz hatte sich beruhigt; ihm war,als träumte er. Frau von Rinnlingen begannaufs neue:

Ich müßte mich irren, wenn Sie nicht gesterndas Theater vor Schluß der Vorstellung verließen?"

Ja, gnädige Frau."

Ich bedauerte das. Sie waren ein andächtigerNachbar, obgleich die Aufführung nicht gut war,oder nur relativ gut. Sie lieben die Musik? SpielenSie Rlavier?"

Ich spiele ein wenig Violine," sagte Herr Friede-mann.Das heißt es ist beinahe nichts ..."

Sie spielen Violine?" fragte sie; dann sah siean ihm vorbei in die Luft und dachte nach.

Aber dann könnten wir hin und wieder mit-einander musizieren," sagte sie plötzlich.Ich kannetwas begleiten. Es würde mich freuen, Hierjemandengefunden zu haben ... Werden Sie kommen?"

ZS