Druckschrift 
Der kleine Herr Friedemann
Entstehung
Seite
40
Einzelbild herunterladen
 

Flusse hinunter. Rurzundgm: Sie und Ihre Damenwerden selbstverständlich noch eine Einladung er-halten, aber ich bitte Sie gleich hiermit um Ihre Teil-nahme; werden Sie uns das Vergnügen machen?"

Herr Friedemann harte kaum seinen Dank und seineZusage hervorgebracht, als der Türgriff energischniedergedrückt wurde und der Oberstleutnant eintrat.Beide erhoben sich, und während Frau von Rinn-lingen die Herren einander vorstellte, verbeugte sichihr Gatte mit der gleichen Höstichkeit vor HerrnFriedemann wie vor ihr. Sein braunes Gesicht warganz blank vor Wärme.

Während er sich die Handschuhe auszog, spracher mit seiner kräftigen und scharfen Stimme irgendetwas zu Herrn Friedemann, der mit großen, gedankenlosen Augen zu ihm in die Höhe blickte undimmer erwartete, wohlwollend von ihm auf dieSchulter geklopft zu werden. Indessen wandte sichder Oberstleutnant mit zusammengezogenen Absätzenund leicht vorgebeugtem Oberkörper an seine Gattinund sagte mit merklich gedämpfter Stimme:

Hast du Herrn Lriedemann um seine Gegenwartbei unserer kleinen Zusammenkunft gebeten, meineLiebe? Wenn es dir angenehm ist, so denke ich, daßwir sie in acht Tagen veranstalten. Ich hoffe, daßdas Wetter sich halten wird, und daß wir uns auchim Garten aufhalken können."

Wie du meinst," antwortete Frau von Rinn-lingen und blickte an ihm vorbei.

40