bis zur Brust, „ich möchte Ihnen auch meinerseitsmeine Aufwartung machen. Ich war, als Sie meineSchwestern beehrten, leider abwesend und ... be-dauerte das aufrichtig..."
Er wußte durchaus nicht mehr zu sagen, abersie stand und sah ihn unerbittlich an, als wollte sieihn zwingen, weiter zu sprechen. Alles Blut stiegihm plötzlich zu Ropfe. Sie will mich quälen undverhöhnen! dachte er, und sie durchschaut mich! Wieihre Augen zittern!... Endlich sagte ste mit einerganz Hellen und ganz klaren Stimme:
„Es ist liebenswürdig, daß Sie gekommen sind.Ich habe neulich ebenfalls bedauert, Sie zu verfehlen.Haben Sie die Güte, Play zu nehmen?"
Sie fetzte stch nahe bei ihm, legte die Arme aufdie Seitenlehnen des Sessels und lehnte sich zurück.Er saß vorgebeugt und hielt den Hut zwischen denRnien. Sie sagte:
„Wissen Sie, daß noch vor einer ViertelstundeIhre Fräulein Schwestern hier waren? Sie sagtenmir, Sie seien krank?"
„Das ist wahr," erwiderte Herr Friedemann, „ichfühlte mich nicht wohl heute morgen. Ich glaubtenicht ausgehen zu können. Ich bitte wegen meinerVerspätung um Entschuldigung."
„Sie sehen auch jetzt noch nicht gesund aus," sagtesie ganz ruhig und blickte ihn unverwandt an. „Siesind bleich, und Ihre Augen sind entzündet. IhreGesundheit läßt überhaupt zu wünschen übrig?"
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