Druckschrift 
Das Gesetz
Entstehung
Seite
2
Einzelbild herunterladen
 

A

j

i

Ä

$

A

Ti.

<

X

t

*

i

<1

y

1

-f .

r

i

*

V

wes; er fand, dass kein sichtbarer Gott es an Heiligkeit miteinem unsichtbaren aufnehmen könne, und staunte, dass dieKinder Midians fast gar kein Gewicht legten auf eine Eigen-schaft, die ihm unermesslicher Implikationen voll zu seinschien. In langen, schweren und heftigen Überlegungen,während er in der Wüste die Schafe des Bruders seines mi-dianitischen Weibes hütete, erschüttert von Eingebungenund Offenbarungen, die in einem gewissen Fall sogar seinInneres verliessen und als flammendes Aussen-Gesicht, alswörtlich einschärfende Kundgebung und unausweichlicherAuftrag, seine Seele heimsuchten, gelangte er zu der Über-zeugung, dass Jahwe kein anderer sei als El eljon, der Einzig-Höchste, El roi, der Gott, der mich siehtals Er, der immerschon »El Schaddai«, »der Gott des Berges«, geheissen, alsEl olam, der Gott der Welt und der Ewigkeitenmit einemWort, kein anderer als Abrahams, Jizchaks und Jakobs Gott,der Gott der Väter, will sagen: der Väter der armen, dunklen,in ihrer Anbetung schon ganz konfusen, entwurzelten undversklavten Sippen zu Haus in Ägyptenland, deren Blut vonVaters Seite in seinen, des Mose, Adern floss.

Darum, und dieser Entdeckung voll, mit schwer beauftrag-ter Seele, aber auch bebend vor Begierde, das Geheiss zuerfüllen, brach er seinen vieljährigen Aufenthalt bei den Minä-ern ab, setzte seine Frau Zipora, ein recht vornehmes Weib,da sie eine Tochter Reguels, des Priesterkönigs in Midian,und die Schwester seines herdenbesitzenden Sohnes Jethrowar, auf einen Esel, nahm auch seine zween Söhne, Gersomund Elieser, mit und kehrte in sieben Tagereisen durch vieleWüsten gen Westen nach Ägypten zurück, das heisst in dasbrachige Unterland, wo der Nil sich teilt und wo, in einemDistrikte, der Koss, beziehungsweise auch Goschem, Gosemund Gosen hiess, das Blut seines Vaters wohnte und fronte.

4

f

2