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21 (1835) Sicilia bis Stadlerland
Entstehung
Seite
725
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Stade

Heinrichs H. Tode (st. 1016), erhielt 1017vom Kaiser die Grafschaft, st. 1037. Mitseinem Sohn« und Nachfolger LuidgerUdo erhielt dar Grafengeschlecht durch Ge-langung zur Nordmark noch größere Wich-tigkeit (s. ihre Geschichte unter Sachsen,Markgrafen von). Die Grafen von S.nannten sich deshalb auch irrig Mark-grafen von S. Der erste Markgrafder Nordmark war Udo I., der letzteRudolf III. Verderbliche Händel ver-ursacht« der Dienstmann Friedrich, derEndringling, der sich 1095 von Udo III.die Grafschaft zu verschaffen wußte; wegenseiner Gefangennehmung wurden 1112 derHerzog Lothar von Sachsen und MarkgrafRudolf I. vom Kaiser ihrer Würden ent-setzt. Erst nach Friedrichs Tode 1135 ge-langte Rudolf II., der Graf von D>th,marsen, wieder zum Besitze der GrafschaftS., wurde den 18. März 1142 durch dievon ihm bedrückten Dithmarsen erschlagen.Sein Bruder und Erbe, damals Propst,nachmals Erzbischof, Hartwig (s. d. 1) vonBremen, schenkte die Grafschaft dem bre-mer Erzbisthum und nahm st« von ihm zuLehn. Doch Heinrich der Löwe entriß sieihm 1144 und erst nach dessen Lechtung1180 gab sie Kaiser Friedrich I. dem Erz-stifte Bremen zurück. Mit Hartwig erlosch1168 das Grafengeschlecht von S. (I^L)

Stade, 1) (Albert von), s. Albertvon Stade. 2) (Dietrich von), geb.zu Stade 1637, teutscher Philolog, ver-weilte lange in Schweden, bekam 1668 eineAnstellung in Bremen und starb daselbst1718. Seine Verdienste beziehen sich be-sonders auf d!e teutsche Sprache; schrieb:Inrorpiotatio latin» trsxnaenki veterislingnao kruuoioao, steht bet PaltheniuSAusgabe der Tatianischen Evangelienhar-monie 1706 ; 8^>eaimon locrionuna »nti-quaruin krsncioarum, Stade 1703 , 4.;Erklärung der hauptsächlichen teutschen Wör-ter in Luther» Bibelübersetzung, 8. AuSg.,Bremen 1737. Von mehrern in Manu-skript hintcrlaffenen Schriften gab Eckhardtheraus die Lxpooitione» voouna ßsrina-nio-ruiii xlosoarii Hst-dani IVl-euri. (1-ä.)

Stllbecken (Geogr.), 1) Dorf imKreise Alzei der Rheinprovinz de» Groß-herzogthums Hessen, hat 650 Sw. 2) Burgdabei, ehemals pfälzische Kellerei.

Stadel (Geogr.), Marktflecken im KreiseTraun des östreichischen Landes ob der Ens,treibt einigen Handel, hat da- BergschloßStadelkirchen.

Stadel, 1) eine Stelle, wo Gebäudegestanden haben; 2) so v. w. Schuppen,Scheuer; 3) (Hüttenk.), ein wenigstensvon 3 Seiten mit Mauern umgebener Platz,entweder mit einem Dache versehen odernicht, auf welchem die Erze geröstet werden.

Staden (Geogr.), I) f. unter Stock-

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Holm; 2) Marktflecken im Amt« Bingen-heim der Provinz Ober-Hessen (Großher-zogthum Hessen), hat 500 Sw-, Burg,Weinbau, Sauerbrunnen; war früher Gan-erbschaft dem Fürsten von Usendurg, denenvon Liw und der Burg Friedberg gehörig.

Städer«r (Stoderer), wendischerStamm in Ober-Oestreich; vgl. SlavischeSpracht Bd. 21. S. 241.

Städia (a. Geogr.), 1) alter Namefür Knido»; 2) so v. w. Rhodos.

LrScli», s. Stastiuna. 5. ruorbu»(Med.), Krankheitsstadien, s. unter Krank-heit 1).

Stadien (v. gr.), bestimmte Zeitperio-den, s. 8r»<iiuio.

Stadtküs, griechischer Bildner, blüheteum die S5. Olympiade und war der Lehrerdes älter» PolykleS.

Stcidion (gr.), s. Staäium.

Stkldion (Geogr.), s. Thannhausen.

Stlkdion, reichsgräfliches Geschlecht,dessen Stammhaus, S. in Graubündten,jetzt verödet liegt; war früher in Schwa-ben und ist jetzt in Oestreich angesessen,theilte sich sonst in die ältere und jüngereLinie, welche letztere jedoch bereits vor län-gerer Zeit erlosch. 1708 kauft« der kur-mainzische Großmeister, Johann PhilippGraf von S., aus der ältern Linie, dieHerrschaft Thannhausen in Schwaben vonden Grafen von Sinzendorf u. es kam dieseLinie dadurch in das Reichsgrasencvllegium.1806 kam die Herrschaft S. unter wür-tembergische und Thannhausen unter bairi-sche Hoheit. Die Familie befaß das Erb-truchseß-Lehn de« Fürstentum» Augsburg.Rach des erwähnten Johann Philipps bei-den Söhnen, Friedrich u. Hugo Phi-lipp, theilt sich das Geschlecht S. nunin 2 Linien: in die Friedericianifcheund in die Philippsche- Bemerkens«werth ist: GrafJohann Philipp vonS. Thannhausen u. Werthhausenauf Werthhausen, aus der Fricdericiap.i,scheu Linie, geb. 1763 zu Mainz, studirt«zu Gillingen, ward 1787 außerordentlicherGesandter de» kaiserl. östreschttchen Hofesin Schweden, später in London, wo er1793 quittirte, sich auf seine Güter zu-rückzog und vermählte. 1801 wieder inDienste tretend ging «r als Gesandter nachBerlin und 1805 nach Petersburg, ward1805 1809 Minister der auswärtigenAngelegenheiten, zog sich dar» zurück undnahm erst 1813 wieder thätigen Antheilan den Staatsgeschäften, übernahm 1815das Finanzdepartement, wo er besonder»viel mit zur bessern Gestaltung des öst-reichischen Credits beitrug. 1809I81Swar «r «in eifriger Beförderer der Vor-bereitungen de» allgemeinen Kämpft« gegenNapoleon. S. starb 1824 in Baden beiWien. (E.)

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