72-1 Stachytarphcta
eultivirt. 8. rscta (Roßmünze), mitviereckigem, aufsteigenden Stengel, herzför-mig-elliptischen rauhen Blättern, blaßgelbenrottz punktirten Blüthen, angenehm gewürz-haiicn Geruch, an steinigen, sonnigen Berg,hängen, unter dem Wolke abergläubischerWeise gegen das Berufen der Kinder (da-her auch Berufskraut genannt) in Ge-brauch, als gewürzhaftes Badekraut nichtzu verwerfen. 8. xnlnsrri«, übelriechend,mit aufrechtem Stengel, herzförmig-lanzett-förmigen, halbumfassenden Blättern, pur-purfarbenen, weißgeslecktcn Blüthen, knolli-gen, mehligen, wohlschmeckenden, gekocht u.unter das Brvd gebacken zu genießendenWurzeln, an Gewässern, auf Aeckern. 8.«xlviitioa, übelriechend, mit herzförmigen,gekerbten, langgespitzten zottigen Blättern,dunkel purpurrothcn Blüthen, ehedem gegenNervenkrankheiten kn Gebrauch, jetzt ver-gessen. 8. srvensis, mit herzförmigen stum-pfen Blättern, gelben oder röthlichen Blu-men, so wie 8. »onus, mit runzlichen, eiför-migen, länglichen u. lanzettförmigen Blät-tern. blaßgelben Blumen, aus Aeckern,Wiesen. (Su.)
Stachytarpheta (er. ^a/«k), Pflan»zengattung aus der natürl. Familie der La-biaten, Ordn. Salvieen, zur 1. Ordn. derS. Kl. des Sinn. Systems gehörig. Arten:Sträuche» und Halbsträucher, mit in lan-gen Aehren stehenden Blüthen, zum Lheilin europäischen Pflanzensammlungen alsIierpflavzen cuitivirt. (Sn.)
Stack (Gevgr), s. unter Man.
Stacke (Wafferb.), f. Buhne 1).Stacken, l) (Fischer), so v. w. Grund-garn; 2) (Bauw.), so v. w. Stackholz; 3)so v. w. Ausstaken; 4) (Schiffs.), sov. w.Stake; 5) kleine runde Pfähle zu verschie,henem Gebrauche.
Stacken-zaun, so v. w. Lattenzaun.Stacker» 1) (Gelbg.), eine eiserneStange, womit die Kohlen gehörig um denSchmelztiegel geschoben werden; 2) so v.w. Kleiber.
Stackrt, Gitterwerk, Pfahlwerk.Stack-Holz (Bauk.), s. unter Fachger-ten und Deck« 5).
Stackhöusea («r. Sm-eL), Pflanzen»Haltung aus der natürl. Familie der The,rebinthaceen, zur S. Ordn. der S. Kl, desSinn. Systems gehörig. Einzige Art: «.mvnvxz-ns, in Neu'Holland heimischerStrauch.
Stack-knecht (Wafferb.) , der Gehülfedes Stackmeisters, der auch seine Stelle imNothfall vertreten muß. S. - kunst, dieKunst, Buhnen und andere Waffereinbauemit Bortheil anzulegen. G. - meistcr, s.Bühnenmeister- S.-pfähle, so v. w.Stacken 6). S.-renk, so v. w. Buhne 1).
Stade (Geogr.), 1) Lauddrostci imKönigreich Hannover, liegt an der Eibe,
Stade
begreift da- Herzogthum Bremen, dasLand Habeln und das Herzogthum Werden,hat 125 QM.» 208,ovo Ew. 2) Amt hier,hat S Dörfer und zum Amtssitz Agathen-burg. 3) Hauptstadt der Landdrostei unddes HerzogthumS Bremen an der Schwin-ge, ist befestigt, hat Gymnasium, Arbeit»-,Werk-, Waisenhaus, Stückgießerei, Fabri-ken in gewebten Wollen, ». Baumwollen-waaren, Spitzen, Hüten, 5300 Ew., welcheEeehundsfang, Handel mit selbstaefertigtcnFabrikaten, Bran twein, fettem Vieh u. a.Maaren zum Lheil auf der hier schiffbarenSchwinge treiben, Schiffe bauen u. s. w.S. ist der Sitz de» Landdrostcn und derübrigen Provinzkalbehörden, eines General-supertntendenten, eines Schullehrcrsemina-riums. 4) (Mesch.), E. soll schon sehr früherbaut worden ee?n u. scheint den Schiffernund Fischern (wovon schon der Name, vonGestade herkommend, zeigt) seinen Ursprungzu verdanken zu haben. Im 1t. u. 12. Jahrh.wird hier ein Schloß erwähnt. Sic bekamauch damals Grafen (s. Stade, Grafen v.),die später Markgrafen von Sachsen (s. d.)wurden. Der letzte von dielen, Hartwig,Erzbischof von Bremen, vermachte S. set-nen Schatz. Dabei war S. aber freieReichs- u. Hansestadt, 1648 kam sie durchden münsterschen Frieden an Schweden, dassie nun zur Hauptstadt des FürstenthumsBremen machte. Als Schweden 1676 mitFrankreich allirt war. wurde S., das da-mals eine ansehnliche Festung war von denReichstruppen unter dem Herzog von Lüne-burg belagert, bis sie durch den Friedenvon Nimwegen wieder an Schweden kam.1721 wurde S. von den Dänen belagertund erobert, 1719 aber mit dem BisthumBremen an Hannover abgetreten. Seitdemblieb S. bei Hannover bis nach 1807, wosie erst der König von Westfalen, dann1810 Napoleon sammt ganz Bremen undden 3 Hansestädten in Besitz nahm, bisS. durch den Feldzug 1813 seinem frühernBesitzer wieder gegeben wurde. (^>. u.lb.)
Stade (Grafen von S., Grafschaft vonS.), berühmtes Grafengeschlecht, vorzüglichwichtig wegen seiner schwierigen Stillungan der Eibe gegen die fceräuberischen Nor-mannen, tritt mit Luithar, der 980 inder großen Schlacht bei Lenzen in der Prig-nitz gegen die Slaven fiel, in das Licht ge-schichtlicher Gewißheit; hierauf sein SohnGrafHeinrich derKahlc, BlutsfreundKaiser Otto des Gr., Stifter des Kloster»Hersefeld, starb 973, dann sein Sohn GrafHeinrich 11., 994 zur See von den See-räubern gefangen, gab seinen Sohn Sig-frid zur Geißel, der von den Seeräubernverstümmelt sein Leben verlor. HeinrichsBruder, Ubo, fiel in der nämlichen Schlacht,sein anderer gefangener Bruder, Sigfrid,wußte der Haft zu entrinnen. Dieser, nach
Hein-