718 Stadergeriime
Staber-gerinne (Mühlenb.), s.un-ter Gerinne 2).
StabrrtuS, reicher Römer, lebte zuCLsars Zeiten; obgleich man nicht rechtwußte, wie er zu seinem Nekchthum gekom-men war, so war er doch sehr stolz daraufund befahl sogar ihn auf seinem Grabmalals Reichen zu bezeichnen.
Stäberle (Lheaterw), eine stehendeFigur der wiener Local-Posse, welche einenechten wiener Bürger (einen Parapluima-cher) des Mittelstandes in mehrern ibm fremd-artigen Verhältnissen schildert, in welchener sich zwar ungelenk benimmt, aber durchMutterwitz sich immer zu helfen weiß; stetsbleibt ihm als Refrain feiner Erfahrun-gen die Liebe zur Vaterstadt und das über-schwengliche Loben derselben. Die meistenPossen worin S. die Hauptrolle spielt sindvon Bäuerle (s. d,). Der Schauspieler Waltervom karlkruher Hofkheatcr reiste vor eini-ger Zeit auf die Rolle des G., di« er sehrgelungen darstellte. (E.)
Staber-rad (Mühlenw.), s. unterWasserrad. S.>zcug, die Einrichtungeiner Mühle, wobei sie von einem Staber-rabe getrieben wird. Daher auch eine sol-che Mühle Stabermühle genannt wird.
Stab-Halter, derjenige, welcher zumZeichen der richterlichen oder befehlshaben«den Gewalt unter mehrern den Stab trägt,daher vorzüglich der Vorsitzende eines Ge-richte«.
Stab-feuer (Hütten!.), ein Hammer-werk, au' welchen au« gefrischten RoheisenEtabeisen ausge'chmtedet wird.
Stab, ge rieht, 1) ein höheres mit demBlutbanve versehenes Gericht; 2) so o. w.Dorfgericht.
Stab-Hammer (Schwanahamwer,Hürtenk.), ein dopp, lärmiger Hebel, desseneiner Arm durch den Däumling einer Rad-welle niedergedrückt wird, wodurch sich deram andern Arm befindliche Hammer in dieHöhe hebt. Je nachdem man einen lang-samer» oder geschwindern Gang hervorbrin-gen will, wird der Arm, auf welchen derDäumling drückt, verlängert oder verkürzt.Die Gestalt de« Hammers ist sehr verschie-den, ebenso die des Ambose«. Hammerund Amboß werden gewöhnlich au« Guß.eisen verfertigt. (Sr/-U.)
Stab. Holz (Holzarb.), eine Art Ge-simshobel.
Stab-Holz, 1) s. unter Dauben. 2)(Hütten!.), «in mit Lehm beschlagenes run-de« Holz, womit der Stich bei Schmelz-öfen verstopft wird.
Stabiä (a. Geogr.), Stadt in Cam-vanien an der Küste südlich von Pompeji(l. d), in dem Bundesgencffenkrieg vonSulla zerstört, war sie später ein bloserFleck-n oder eine Villa (Stabianum);bei einem Ausbruch des VrsuviuS verlor
Stabroek
hier der älter« Plinius sein Leben; dochwurde nicht der ganze Flecken »egen seinerEntfernung vom Berge begraben, sondernein Theil davon blieb stehen und war nochspät hin ein merkwürdiger Eurort. Inneuerer Zeit hat man, wie in Pompeji undHerculanum, bei Castello a Mare (t. d.) Ver.suche gemacht die mit Arche und vulcanischerErde bedeckten Gedäube von S. auszu-graben. (/./>.)
EtLbili (Francesco degli), s. Ecccvd'Ascvli.
StabilitSt (v. lat.), das Feftstehn.Verbleiben, im Gegensatz des Beweglichen,Veränderlichen; davon: Stabilisier,,die Anhänger des Bestehenden in der Po-litik.
Stab-kraut, so v. w. Stabwurz t).
Et ab-lack (Waarenk.), so v. w. Stan-genlack, s. unter Lack.
Stadler, 1) so v. w. Stabhalter; 2)so v. w. Stabelherr. 8) (Handwerksbr.),so v. w. Obermeister. 4) (Münzw ), eineveraltete ba'cler Scheidemünze mit dem Bi-schofsstäbe im Gepräge, 60 S. machteneinen Goldgülben.
8k»bler, (engl.), s. unter Handels-gesellschaften.
Stablo rGeogr.), 1) Stadt im Br.,'rkVerviers der Provinz Lüttich (Belgien),liegt in einem tiefen Lhale; hat 3000 Sw.<welche Tuch, Leim, Leder (lültkcher Soh-lenleder, wozu jährlich gegen 30,000 Häuteverbraucht werden) bereiten, und einigeMineralquellen; ehemals Sitz 2) einer Be-nedictinerabtel, deren Abt Reicdsstanbwar und dem d'e Abtei Malmety zu-stand. Wurde gestiftet 657, ging im Re-votutsonskriege unter (vgl. Malmedy) DasWappen war eia grüner Baum mit silber-nem, eine» rothen Prälakenstab ha kendenLamm in Gold, im vordern Felde wegenS, und ein schwarzer D-ache in einergrünen Aue, im hintern Felde wegen Mal-medy. Oben die Prälakenwütze, dahinterSchwert und Bischofsstab gekreuzt. (">.)
Stab-reißer (Stabschläger,Forstw.), Arbeiter» welche im Walte dasStabholz aus dem Groben für den Holz-handel bearbeiten.
Stadrobätes, indischer Köniz, Zeit-genosse der S mwaml«, gegen welchen diesesyrische Fürstin einen Kriegszug unternahm,Loch mußte sie vor seiner unzählbaren Ar.mee, der großen Menge Elephanlen undden 4000 au« Bambusrohr gebau'en Fluß-fahrzeugcn mit dem Verlust von H ihrerArmee weichen.
Stabrock (Geogr), 1) (neuerlichGeorgetown), Hauptstadt der Colonie De-merary im britischen Guayana (Süd-Ameri-ka) am Demerary; hat viele Kanäle, schlech-te« Lrtnkwaffcr, regelmäßige Straßen, zier-liche hölzerne Häuser, SSM Ew., auSge-
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