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21 (1835) Sicilia bis Stadlerland
Entstehung
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Stab

Les. bekm Verkauf seidener Zeuge und alsEllenmaß am Rhein und in Frankreich ge»bräuchlich; 8) in den iyroler Bergwerkenauch ein Maß von 1 Elle und 8 Querst»,ger; 9) (Bauw. u. Techn.), s. u. Glied 18).

10) (Lrtill.), die halbrunden Reifen zur Ver-zierung und Verstärkung des Kanonenrau-fer, daher Hinter- und Vorderstab, nachdem Orte, an welchem sic sich befinden;

11) ein Zeichen der richterlichen und ober,herrschaftlichen Gewalt (vgl. Scepter undEtabbrechen); 12) daher bald ein Oberge-richt, welches über Leben und Tod Gewalthat, bald auch nur ein Untergericht; 13)so v. w. Gerichtsbarkeit, daher Hof-, Bür-ger-, Lehnsstab; 14) so v. w. Rathhaus,mit der davon abhängigen Gerichtsstätte;15) (Militärw.)» die nicht zu den eigent-lichen Compagnien, sondern zu dem Com-mando eines Bataillons, Regiments einerBrigade oder einer Division gehörigen Per-sonen. Man hat daher «inen Batail-lon--, Regiments-, Brigade- u.Divisionsstab. Der S. eines Batail-lons und der eines Regiments ist sich soziemlich gleich, beide besteht aus dem O b er-st a d, d. h. aus den Offizieren u. in Ofsizicr-rang stehenden Beamten, als einem Stabs«osstzi-r als Commandeur, oft einem zweitenStabsoffizier, dem Adjutanten, dem Rech,nungssührcr und zuweilen, jedoch jetzt scl-ten, au- dem RegimentSauti.'eur und demFeldprediger (welche jedoch jetzt meist nurnoch bei den Brigaden oder Divisionen an-gestellt sind) u. au» demUuterstab e, d.h.den nur Unteroffizierrang habenden Perso-nen; zu letzterem zählt man den Bataillons-oderRcgimentsschreiber, zu dem oft auch derStabsfourier kommt, der für die Be-dürfnisse de- Stabe» als Fourier sorgt, oftaber auch mit elfterem synonym ist, der Ba-taillons- oder Regimentstambour, bei der Ea-vallerie der Stabstrompeter, bei derleichten Infanterie der Stabshornist, dermit jenem in gleichem Verhältniß steht, dieHautboisten des Bataillons oder Regiment«,die Tratnsoldaten, die zur Bagage desselbengehören, und die vorschristmäßigen zumStab« des Bataillon« oder Regiments ge-hörigen Reitknechte und Bedienten. Ausähnliche Weife sind die Stäbe der Briga-den, Divisionen und der ArmeecorpS zusam-mengesetzt, nur daß die Commandeure Ge-nerale find und mehrere Adjutanten, Gal-lopinS, Verpflegungsbeamte, Kriegscommis«sär, einen Auditeur, Feldwebel u. s. w.,auch bei manchen Armeen eine Stabswache(s.d.) bei sich haben. 16) Oft aber unrich-tig auch so v. w. Generalstab (s. d.). 17)(Waarenk.), «ine Papiertorte. 18) (He-rold.), so v. w. Schmaler Pfahl. 19)(Gramm.), so v. w. Grundstrich, beson-ders bei der Runenschrift (s. Rune»),welche aus kleinen Strichen bestanden,die an den Stäben an verschiedenen Gck-

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ten und in verschiedener Richtung angchängtwaren. l'r. u.l-b.)

Stab-amsel (Zool.), so v. w. Ring«drvssel.

Stabst rnaror (Musik), eine mit denWorten Stabst Mater lloioros» (diekummervolle Mutter stand re.) anfan-gende Hymne, die den Schmerz der heili-gen Jungfrau beim Lode des Erlösers zumGegenstände hat, in gereizntem MönchSla-tein verfaßt ist und wahrscheinlich aut dem14. Jahrh. stammt. Von alten und neuenTonsetzern ist die« Gedicht vielfältig in Mu-sik gesetzt worden. Vorzüglich berühmt istda« Sc. m. von Pergolefi und das de» Pa-lästrina (s. b.). Unter den neueren zeigensich die 8r. rn. von Haydn und Stunz(s. b.) aus. (6e.)

Stab - blei (Glaser), so v. w. Karnies-blei. S.-bleck (Schiffb.), bei den Fluß-kähnen ein starkes Stück Holz, welches aufdie Hebung des Bodens gesetzt wird, umdie Eeitenplanken damit zu verbinden.

Stab brechen, s. Brechen 29).

Stabbs (Georg), ein berühmter engli-scher Landschaften- u. Lhiermater um 1760.

Stab-etnguß (Münzw.), eine eiserneGußform, in welcher die Silberbarren gegos-sen werden.

Stab-dvsen (HdlgSw.), Dosen mitabgerundeten Seiten.

Stab-eisen, 1) s. unter Eisen 1). S)Im enger» Sinne Eilen» welches in kür-zern nicht sehr dicken Eisen, wovon 8 Stäbeungefähr 22 Pfund wiegen, im Gegensatzdes Stangeneisens, welches zu Stäbengeschmiedet ist, die 1 8 Zoll in« Geviertedick sind. 3) (Stellm.), ein Dachetsea mitrunder Schneide, womit die Verzierungenan die Stäbe gedreht werden. (7!-L.)

Stab-eisen-walz-werk (Hüttenk.),s. Walzwerk.

Stadel, so v. w. Pfahl, des. sov. w.Weinpfahl.

Stabel-erbse (Gärtner), die höherwachsenden Erbsenarten, welche gestängeltwerden müssen.

Stabel-Herr (Etabel-melster,Stäbel-Herr, Sittengelch.), 1) ehemalsbei den Turnieren ein vornehmer Beamter,welcher den Anfang und das Ende des Tur-niere» mit einem Stabe zu gebieten hatte;2) im Oestreichischen so v. w. Erbstabel-mcister.

Stabel-meister (Sittengcsch.), sov.w. Srabrlherr.

Stabeln, 1) (Gärtner), so v. w. Stän-geln. 2) (Weinb.) < so v. w. Pfählen. 3)(Saline), kleine Pfeiler neben den Salz-pfannen, aus welche die Sogbäume gelegtwerden.

Staben. 1) (Rechtsw.), einen Eidstaben, ihn Jemanden Vorlagen, damiter ihn genau ebenso nachsprech«; daher eingestabter Eid. 2) So v. w. Buchstaben.

Staber,