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21 (1835) Sicilia bis Stadlerland
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4 Slcttien (n. Geogr.)

Calava, Orlando, Grosso u. s. w.) bi« ge«gen Nicosia fort, von wo aus eia großerAst sich südlich zieht, viele Hihlcn bildet,sich besonders gegen die Südspitze wiederin mebrere Zweige ttzetlt und in vielenVorgebirgen (Cap Crcce, Lunga, Paffaro,i' Aliga gronde, S N'cvlo u. a.) östlichund südlich ins Meer ausiäuft; ein andererAst zieht sich umer dem Namen MontiMadvnia nordwestlich, bildet eden'allS vieleSe>teaäsie und Vvrgeb'rge (Eap Zaiarano,Gallo, Uemomorre, Vito, Boro, Sor.llou. a ) u. hat als ausgezeichnetere Spitzen:Calogero, Gcnuardo, Cuccio, Giulinanozdieser, 3624 Fuß hoch, ist nach dem Aetna(s. d.) (10,244 F. nach neuester Messung)der höchste Berg S,s. Merkwürdig ist derSchlammvulkan Macalubba (s, d ). EineMenge Busen und Hafen liegen an derKüste und bieten zu lebhaftem VerkehrGelegenheit. Der Boden ist mehr kalkigu. steinig, doch unter dem herrlichen Him-melsstrich«, der nur zu oft durch denSirocco beschwerlich wird, ungemein frucht-bar. Schnee fällt nur auf den Gebirgen(vgl. Aetna), Regen ist auch selten, dochersetzt der täglich fallend« Thau denselben.Die Hitze steigt nicht selten dis zu 80, ja85°. Das Meer, das im Umkreis S.Sverschiedene Namen (tyrrhenisches, ionisches,sicilischeS) u. au» dem Inneren nur kleinere, -meist in der M tte der Insel entspringendeFlüsse (Giaretta mit dem Kabcllo, Tra-chino und ChrisaS, Abiffo u. a. östlich,Sal'o, der größte, und Platani u. a. süd-lich, Arena oder Delia westlich einfallend),deren keiner schiffbar ist, ausnehmend, kühltdie Lust sehr ab. So fruchtbar die In-sel ist, daß st« schon in frühesten Zeitendie Kornkammer Jtali-nS genannt wurde,so sorglos ist die Bearbeitung des Bodens,der nicht selten nur alle 8, gewöhnlich nuralle L Jahre bestellt wird. Dennoch trägtdas Getreide 100ILOfältig und bietetGelegenheit zu reichlicher Ausiuhr dar.Weizen reift zum Lheil in 3 Monaten;man baut aber auch Gerste, Roggen, Reis,allerhand Hülsenfrüchte; Hanf und Flachsfind HaodelSgegenstände, Wein geräth sehrgut, bedarf aber einer bessern Behandlung,Oel ist nicht vorzüglich; man z-ehc fernerMaulbe-'rbäume, Johannisbrot, Manna (oftfür mehr als 180,000 Thaler), Safran,Tabak, Aloe (welche zu Hecken und Zäunendient), allerhand Südfrüchte. Süßholz, Ka-pern, Soda, Baumwolle, Papterstauden;Zuckerrohr (saoolrarurn Havonnss) wirdwenig kultivier- Von Bäumen hat manEichen, Reichen. Kastanienbäume (der größte,vielleicht der der ganzen Erde, am Aetna,«ii oonra nsvalii genannt, s. unter 6»-ocuosii), Dattclbäume, Korkeichen, Zwerg-palmen u, a. Fast noch weniger Sorg-salt wendet man auf die Viehzucht;Mauikhiere und Pfcrde find schön, ohne

Slt'tten (>». Geogr.)

besonderer Pflege sich zu erfreuen. Schafeu. Ziegen werden noch am meisten gepflegt.Das Rindvieh ist klein, die Jagd gehl aufWölfe (Speilcwild gibt es wenig) und Ge.flügel; die Fischerei ist sehr einträglich;Sardellen, Thunfische. Aale, Schwertfische,so wie Korallen, Austern u, m a. Schal-thiere sind der Gegenstand derselben- VonAmphibien finden sich mehrere, namentlichauch Schlangen; doch benutzt man vorzüg-lich die Viper zur Arznei. Der Bienewirdgute«, schon im Alterthum berühmte« Honig(f. Hybla 1), der Seidenraupe herrlichesGelpinnst abgewonnen; auch benutzt mandie 'panischen Fliegen und die durch Sticheder Gallwespe erzeugten Galläpfel u. Knop-pern. Der Bergbau könnte Quecksilber,Eilen, Kupfer, Blei u. a. geben, man be.nutzt aber nur vorzüglich Salz (Gegenstandeines bedeutenden Handele) und Schwefel.Marmor (400 Arten), Lava, Porphyr,Bernstein u, a. nutzbare Mineralien wer-den wenig benutzt. Die Industrie istäußerst gering, kaum findet man in denStädten einige Handwerker, ja manche Be-dürfnisse bleiben auch in größer» Städtenunbefriedigt. Der Handel ist ziemlichgering; die Häfen sind treffich; an inner»Straßen mangelt es fast gänzlich, doch sindzur Anlegung einer Straße von Palermonach Messina 1824 400.000 Thlr. bestimmtworden; später haben noch mehrere ange-legt werden sollen. Ausgeführt werdenmeist nur rohe Producte; der reine Er-trag ist indessen doch auf e nige MillionenDucati geschätzt worden. Man rechnetnach Ducati (^: 1 Thlr. 1 Gr. 6^ Pf.Conv), den Ducako zu 10 Tari den Tarozu 20 Granii; und nach Unzen (3 Tdlr.4 Tr. 8 Pf. Conv.). Münzen sind: dieOnze (zu 30 Tari), di« halbe, doppelte,vierfache Unze, in Gold; in Silber: derganze (12), der halbe (6) und Viertel-Scudi (3 Carlini), vierfache und doppelt«Tari, Carlini (10 Granii). Als Längen-maß hat man die Canna zu 8 Palmi, je-der Palmo zu 12 Zoll. Als Getreide-maß hat man die Salma (alla generale 256 Rotoli, alla groffa 320 Ro»lost); die Salma di Bin» ist für Flüssig-keiten, 101 Rotoli. Einwohnerrechnet man zu 1,720 000 (1817 1,681.900),Mischlinge auS verschiedenen Völkern, miteinigen Acnauten u. eignem, nicht besonder-wohlklingendem Dialekt des Italienischen;sie sind mittelgroß, wohlgebaut, dunkelfar-big (daS weibliche Geschlecht meist weißer,oft schön), thcktlg, nicht ausdauernd, gast-frei, gefällig, doch auch leidenschaftlich,eifersüchtig, einfach lebend, arm, nicht ganzfrei von Baodikerci, katholischer Con-fessio«, bigott; mit ungemein reicherGeistlichkeit (man zählte neuerdings 26,304Weltpriester, 11,200 Mönche, 9300 Non,

nen),