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21 (1835) Sicilia bis Stadlerland
Entstehung
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Sicklien (n. Geogr.)

Augenblicke vor dem Raube baS Abend»mahl. Künste und Wissenschaftensind auf einer sehr nieder» Stufe und dieverschiedenen zu ihrer Beförderung getrof-fenen Anstalten wirken wenig. Eben so un-bedeutend ist der Handel, der insbeson-dere landeinwärts durch Mangel an Stra-ßen große Hindernisse findet. DaS König-reich beider S., ursprünglich so nach demExarchat benannt, wo um 800 ein grie-chischer Stratege- in S. residirte und dasFestland nur als ein Appendix betrachtetund daher auch so benannt wurde (vgl.Neapel fG-sch.j, S. 494) seit 1816aber förmlich unter diesem Namen beste-hend, ist eine in beiden Geschlechtern erb-liche Monarchie; der König hat die voll-ziehende Gewalt, muß katholischer Confes-sio» sein, wird mit dem 16. Jahre mündig,der Thronfolger heißt Prinz von Ealabrien.Der Hofstaat ist wenigstens zeither zahl-reich und prächtig gewesen, sowohl beimKönig, als auch bei den Prinzen. Diegesetzgebende Gewalt liegt zum Theilin der Hand des Königs, zum Theil inden Staateversammlungen (aonsulc» äi.Lr«to), deren eine im Königreich Neapel, dieandere im Königreich S. besteht, beide ver-einen sich zu gemeinschaftlichen Bcrathungenund bilden dann die Generalconsulta, diedann 24 Mitglieder (15 aus Neapel, 8 ausS.) zählt. Die Glieder derselben werdenaus angesehenen Grundekgenthümern undauS den höher» Beamten (des Civilstandes,de! Militärs und der Geistlichkeit) gewählt.Beide Lheile werden jedoch besonders ver-waltet, welche Verwaltung ein Statthalterin Verbindung mit einem Vcrwaltungsrathebesorgt. Das Ministerium besteht aus8 Departements (auswärtige Angelegen-heiten, Justiz, Gnade, Cultus, Finan-zen, Krieg, königliche Domänen), jedesmit einem besondern Skaatssecrctair. DerRechnungshof hat Beschwerden u. Streitig-keiten in Verwaltungsangelegenheiten zu un.tersuchen- Die Ftnanzocrwaltung hat auch8 Abtheilungen und ist seit 1321 sehr ver-einfacht worden. Einkünfte des ganzenKönigreichs werden auf 80 88 MillionenFrancs, (nach And. 23 Mill- Ducati 1823,oder auch nur zu 19D Mill) angeschlagen.Die Ausgaben haben gewöhnlich die Ein-künfte überstiegen; man rechnete 24 Mill.Duc auf 1823, wobei die Unterhaltung!,kosten des östreichischen Schutzheers nicht ge.zählt waren; für 1822 sollen sie 'ogar 43Mill. betragen haben, worunter 3,072 000Duc. für öffentliche Schuld. Diese scheintnicht genau bekannt zu sein, man bcrech.nete sie auf 163 Will. Francs; im Jabre1827 wurden die Zinsen derselben blos fürdas Königreich Neapel (ausschließlich Si-ciliens) auf fast S,120,900 Duc. angegeben.Zur Abtragung derselben ist ein eigenerFonds bestimmt. Die Polizei besteht

Sicilten (n. Geogr.) 3

aas ? Departements, 4 für die Haupt-stadt, 4 für die Provinzen. Das Mili-tär, welches 1822 neu eingerichtet wurde,besteht aus Garde, Artillerie 4 RegimenterCavallerie, 10 Regimenter Infanterie, zu-sammen ungefähr 32,000 Mann als Land-macht auf Friedensfuß, doch fehlen hierbeidie Sicilianer und die Reserve, mit diesenbeträgt sie 80,000 Mann, als 12 CorpsGarde, 7 Corps Linie (darunter 1 CorpSvon 3 Regimentern Fremder, als Schweizeru. a.), 7 facultative Corps (Artillerie, Ge-nie u. dergl.), 8 sedentaire Corps. DieRecrutirung geschieht durch freiwill-gen Bei-tritt, erneuerte Capitulationen, Aushebung.Die Seemacht zählte 1826 zwar 146Schiffe, doch darunter nur 1 Liniensch'ff, 2Fregatten, die übrigen Schiffe waren kleinere.Kriegshäfe» zählt man in Neapel 11, inS. 12; bedeutende Festungen gibt es nicht.Flagge weiß mit dem stciliani'chen Wap-pen. Orden des Reichs find: der Fer-dinandsorden, der St. Januarsorden, derConstantinorden (s. d. a ) und der Ordenbeider S. Dieser wurde 1808 lgestiftet,1814 anerkannt, hat 3 Klassen, wird demVerdienste verliehen, zeigt auf dem Schildeda« Wappen S.s, auf dem Sterne desMonarchen Namenszug. Seit 1816 be-steht auch «och eine Ehrenmedaille für»Militär. Das Wappen ist ein dreimallängsgethiiltes Schild mit einem Mittel-schilde. Die obere Hälfte des ersten undMittlern Pfahl« hat das Wappen von Ca«stillen und Leon, die umere ein blaues,mit goldenen Lilien bestreutes Feld miteinem rothen Turnierkragen und 3 Lanzen(wegen Neapel). Rechts der 2. Pfahl istquergelheilt, oben stehen in Gold 6 blaueLilien (wegen Farnese), unten das WappenPortugals; der 3. Pfahl hat das Wappenvon ToScana, im Mittelfchild ist das Wap-pen von Anjou. Bedeckung ist eine könig-liche Krone. Th eilt sich in S. diesseitsde« Faro (oder Neapel) und jenseits desFaro (S). 3) (S. jenseits des Faro),

Königreich, Theil des Königreichs beiderS., begreift die Insel dieses Namens unddie umliegenden kleinern Inseln. DieHauptinsel bildet ein unregelmäßiges Drei-eck, ist die größte Insel des Mittelmeers,hält mit den Umgebungen 495 (nach And.aber 587z Q.M.), ist vom Festland« durchdie Meerenge von Messina (Faro di Mes-sina, am schmälsten Orte nur Z Meilebreit) getrennt. Sie ist durch Fortsetzungdes Apennin gebirgig; beim Cap Pe-loro (di Faro) nimmt S. das Gebirg auf»läuft als pelorisches (mit dem Zwelge nep-tnnisches Gebirg), dann als heräische« (ju-nonisches), tarn als nebrodisches Gebirg(mit mehreren, nicht besonders benanntenZweigen und den Spitzen: Soro, Aetna,Dumaware «. a. und ben Caps: Bianca,

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