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24 (1835) Treutel bis Ventidius Bassus
Entstehung
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732
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732 Deuedlg (Gesch. v. 1605 bis 1798)

mm Bürger des Staats lange einen Ober-befehl zu lassen. 2m 2, 1653 versuchteman einen Friede» zu unterhandeln, aberGiovanni Capello, der a's Gesandter der Re»publik nach Constankinopel geschickt wurde,wurde dort verhaftet und so hart gehalten,daß er im Gefängniß aus Kummer statt».1653 erhielt Mocenigo den Oberbefehl wie-der, aber er starb au« Gram, weil ihm dietürkische Flotte im 2 1654 entging und anseine Stelle trat Francesco Morcsini. 2m2. 1655 starb auch der Lage Molino, derdurch Carlo Contarini (1655—1656>ersetzt wurde, aber dieser regierte kein 2ahrund sein Nachfolger, Francesco Corna-»o, nur L0 Tage, An dessen Stelle wurdeBertucci Baliero (1656—1657) er-wihlt und gleich nach seiner Thronbestei-gung brachte eine venetianische Galeere dieNachricht von einem Seestege, welchen Mo.rosini am 26. 2»ni 1656 über die türkischeFlotte erfochten, dabei aber seinen Todgesunden hatte. Lazar» Mocenigo, derdie Nachricht überbrachte und der selbst inder Schlacht verwundet worben war, er-hielt nun den Oberbefehl, aber auch erfand den Tod am 17. 2uli 1657 in einerSeeschlacht unweit der Dardanellen, ebenals er im Begriff war, einen Sieg zu er.fechten, der nun in seinen Folgen traurigwurde, da die alliirten Admirale sich wei-gerten, den Befehlen eines andern, als de«Generalilstmus zu gehorchen. 2n demsel-ben Jahre starb auch der Doge Baliero,dem Giovanni Pesaro (1657—1559)folgte, aber auch dieser Doge starb nacheiner Regierung von nicht ganz 8 Jahrenund wurde durch Domenico Sonta»rtni (1659 —1674) ersetzt. Der Kriegging indessen fort, und 1665 wurden 8001)Mann Fußvolk und 1800 Reiter nach Kan-dis abgeschickt, unter denen sich 1000 Baiernbefanden, aber auch diese Verstärkung konntedem Kriege keine andere Wendung geben,da die Türken noch immer die Uebermachtbehaupteten und V.s Allürte des Kriegsüberdrüssig waren und ihre Truppen zu,rückzogen. 1659 bewilligten einige Reichs-fürsten dem Freistaat- auf feine Bitten40M Mann Hülfsvblker und auch Lud-wig XIV. schickte von Neuem 6000 Mannnach Kandis ab, welche im Juni d, I.dort ankamen und die der dort befehlendeGeneralilstmus zu einer Expedition gegenEonea verwenden wollte. Dieses wolltendie Franzosen nicht und da sie bei einemau« der Hauptstadt auf ihren Betrieb unter-nommenen Ausfall Unglück hatten, so schiff,ten sie sich am LI. August nach Frankreichwieder ein und bald folgten ihnen die an-dern Hülfstruppen. So blieb Morosiniohne Mittel, die lange belagert« Hauptstadtlänger zu halten u er schloß am 6, Sept.1669 «inen Lractat mit den Türke» ab.

Venedig (Gesch. v. 1605 bis 1798)

dem zu Folge die 2nsel Kandis zwar andie Türken abgetreten werden, aber 8 HZ,fen den Venetianern verbleiben sollten, sowie auch alle ihre Besitzungen in Dalma-tien und Bosnien. Diese« Traktat wurdezwar nach langen Debatten von dem Se-nat V t bestätigt, aber so ehrenvoll erauch den Umständen nach war, so wurdeMorvsint doch angekiagt, weil er Willkür,Itch, über Provinzen der Republik vertügthabe. Nach einem langen Prozeß wurdeer durch die Bemühung des ProcuratoriGiovanni Sagrodo sreigesprochen. Die Fol-gen dieses Krieg« wären an sich traurig,denn V, hatte durch ihn feine schönste Co-lonie verloren, große Schulden gehäuft undseinen Credit er'chöpft, aber es hatteJahre lang gegen die mächtigen Türken«inen rühmlichen Krieg geführt, e« hattein 10 Seeschlachten gesiegt und sich bei derVertheidigung von Kandis, deren Erobe-rung den Türken gegen 100 000 Mann ko-stete, großen Ruhm erworben. Dieser Kriegwürde den Nationalgetst in V. wieder er-weckt haben, wenn nur noch ein Funkendesselben vorhanden gewesen wäre, aberman wollte nur siegen, um feine Schätz«genießen zu können, nur Frieden, um neueReichthümer zu sammeln. Der Handelblühte damals in V. fort, denn wenn auchneue Handelswege eröffnet waren so ölte«den doch jetzt noch die Kaufleute. V.s ohneConcurrenten, um so mehr, da die ander«Völker Europa'« in äußere Kriege, oderwie England in innere Unruhen verw'ckeltwaren. Im I. 1674 starb der Doge Eon-tarint und auf ibn folgte Nicolo Sa-gred o (1674—1676). Nach dem Lodedieser Dogen erhoben sich viele Stimmenfür seinen Bruder Giovanni Sagrrdo, de«Vertbeidiger von Francesco Morosini, jadie Wahl war schon vollendet, als, entwe-der weil die Sagredo's nicht allgeme'n be-liebt waren, oder weil man es für gefähr-lich hielt, 2 Brüder nach einander aus denThron zu fetzen, eine Art Aufstand aui-brach, der einen so gefährlichen Ltzoraklerannahm, daß man, um «inen Bürgerkriegzu vermelden, die Wahl für ungültig er-klärte und Ludvvico C ontariai (167b—1688) zum Dogen ernannte. DieserFürst regierte noch im Frieden, aber erstarb gerade, gls sich neue Belorgniß weg!»der Türken erhob. Auf ihn folgte M arcgAntonio Giustiniani (1683 — Ikso)und auch unter feiner Regierung zeigten dieTürken durch Beleld'gung der venetlanisch-«Flagge und Gesandten ihren Vorsatz, dttRepublik nicht zu schonen und diese tbreunermüdliche Geduld. Aber der Siegbteskl's über Kara Wustapha änderte d eLage der Sachen und V. trat in ein Büno-nlß mit Oestreich, Polen und Rußland S"gen den Sultan. 1684 ging Francescos