Trtton
mittelst eine- Tretrades (s. b.) in Bewegunggeletzt wird.
Treton (a. Geogr), 1) Ort in Args«lir; 2 ) (Tretum), Vorgebirg im Innernde» Meerbusens von Numidien.
Lrctos (a. Geogr.), s. Buso (Geogr.).
Lret-platz, tn Ziegeleien der zum Tre-ten des Lehms und Thons bestimmte Platz.
Tret-presse, eine Buchdruckerpresse(s. d.), die statt des Schwengels zum Zie-hen einen andern zum Treten hat, oder beider die Kraft de« Ziehens durch einen an-gebrachten Tritt unrerstützt wird.
Tret-pumpe (Maschinen»), einePumpe, die mittelst eines Tretrades inBewegung gesetzt wird. T -rad, l) einRad, welches durch Menschen - oder Thier-kraft in Bewegung gesetzt wird und dazudient, eine Maschine tn Bewegung zu se-tzen. Dazu gehört: ») das Laufrad (i. d.)oder Gangrad, bei welchem die Thiere oderMenschen sich im Innern des Rade« alsbewegende Kraft befinden; b) das T. imenger» Sinne und zwar das vertikaleL, Es besteht aus 2 Kränzen, zwischenwelchen breite Sprossen oder Stufen befe-stiget find, so daß wenn auf der äußernSeite des Rades auf diese Brcter getretenwird, sich da« Rad herumdreht. Die Kraftwirkt am stärksten, wenn der Auftritt mitder Radewellt horizontal liegt, und dieskann we"igstens dann eingerichtet werden,wenn man Menschen zum Treten anwen-det. In einem Gerüste ist eine Querstange,etwa 4—5 Fuß» über diesem Punkte be-festiget, damit sich der Mensch, welcher dasTreten verrichtet, an dieser Stange anhal-ten kann. Wenn Thiere da« Treten ver-richten , so muß der Auftritt dem ober»Lheile des Rades näher gelegt werden. Indieser Gegend muß ein Gerüst angebrachtwerden, auf welchem das Thier mit denVorder - oder Hinterfüßen ruhig und sichersteht, um mit den entgegengesetzten Füßendas Treten des Rade« zu verrichten; c)da« schief liegende T., oder die Tret,fcheibe, besteht aus einer großen Scheibevon Bohlen oder doppelten Bietern; sie istin einem Winkel von 20 Grad gegen denHorizont gerichtet. An ihrer Welle ist sietn einem rechten Winkel befestiget, aber dieWelle selbst schräg gestellt. Wenn nun «inMensch oder ein Thier auf dem niedrigstenTheile der Scheibe steht und sich bemüht,höher zu steigen, so dreht sich die Scheibenebst ihrer Welle herum. Zur Bewegungbenutzt man gewöhnlich einen Ochsen, wel-cher an einer nahe daran errichteten Säulefestgebunden wird. Bei der Bewegung derTrelräder verhält sich der Effect «ine» Men-schen zu dem Effecte eines Esels, wie 1: 2,zu dem eine« Ochsens, wie 1: 1A, zu demeines Maulthieres, wie 1: 3Z, zu dem ei-nes Pferde«, wie 1: 6. Bei den vertika-
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len Treträdern können Thiere, da fl« nurmit 2 Füßen auftreten, nur die halbe Kraftäußern. Da aber bei dieser Arbeit meisten«nur daS Gewicht des Menschen oder Lhie-re« al« Kraft wirkt, so werden Thiere nichtso sehr dabei ermüdet, als in einer gewöhn-lichen Lhiermühle, wenn einmal die Ge-wohnheit die erste Aengstlichkeit überwun-den hat; 2) ein gewöhnliches Spinnrad,welche« mit dem Fuße in Bewegung gesetztwird. (t-'-ä.)
Tret-rad (Maschinen«), 1) s. unterTrelmaschine; 2) so v. w. Gangrad.
Lret-rad-haspel (Maschinen«.), so
v. w. GangradhaSpel, s. unter Haspel 1).
Trets (Geogr), Stadt und Caatons-
ort im Dep. Rhonemündungen (Frankreich),unweit der Arc; hat gegen 8000 Ew.,welche Seife fertigen, Wein bauen, Mar-mor brechen. In der Nihe das Schlacht,feld, wo Marius die Teutonen schlug.
Tret-scheibe (Maschinen«.), s. unterTretrad l).
Tret-schemel, die Hölzer, auf dieder Weber tritt und damit die Schäfte de«Stuhls in Bewegung sctzt.
Tret-schlekf-mühle (Techn.), (.un-ter Schleifmaschine. T.-schwengel, einSchwengel an einer Glocke, an welchemdieselbe durch Treten in Bewegung gesetztwirb. Vgl Glocke. T.-sto ck (Kürschner),so v. w. Trampeltonne. L.-trog, so v.
w. Tretkufe.
Tretung (Bergb.), wenn man in einemGange Firstenweise gewinnt u. die Gängesehr mächtig find, so läßt man bisweilendie Firsten so lange stehen, bi« sie durchihre eigene Last ziehen und herunterfallcn.Diese Art Gewinnung, bet welcher nur nochdie großen Erzstücke mit Eisen und Schlä-gel zerkleinert werden müssen, heißt T.
Tre tuy« (Waarenk.), in Frankreich «ineArt hänfene Leinwand.
Lret-zuber, so v. w. Lretkufe.
Treu, 1) der Wahrheit, der Natur,einem Originale völlig gemäß; 2) mit un-unterbrochener und möglichster Anstrengungseiner Kräfte wirkend; 3) Jemandes Beste»möglichst befördernd; 4) seine Pflichten mög-lichst erfüllend; 5) möglichst bemüht, demVersprechen nachzukvmmen, mit welchem mansich anheischig gemacht hat, einem Ander«zu dienen; 6) bemüht, die einer Person an-dern Geschlecht« versprochen« Liebe nicht z«verletzen; 7) von verehelichten Personen, mitkeiner andern Person de« andern Geschlecht«in unerlaubtem Verbältniß stehen; 8) alleEntwendung oder Verkürzung des Eigen-thums Anderer pflichtmäßig vermeidend oderabwendend. (k^ü.)
Treu (Katharina) des Bildhauers M a r »quar« L. zweite Tochter, geb. zu Bam.berg 174t. Seit 1765 kurpfälzisch« Cabi-netsmalerin und später Professorin 'an der
düffel«