Leplltz
gar nicht darin befindet. ES wird schon um1610 erwähnt. Jetzt gibt eS 4 Bäder, 3davon, deren Sohle mit Sand bedeckt ist,haben eigne Quellen und erhalten von de«entfernteren Quelle einen Zufluß. Die Tem-peratur in diesen variirl zwischen 32,L5°und 34° R. Da« kühlere Bad hat eineTemperatur 81° R. 1784 -ad eS in derStadt und Borstadt in Allem nur LI,in Schönau 13 Bäder, jetzt zählt man inT. und Schönau 9 große Gemeinbäder u.74 Specialbäder. Di« Heilquellen setzenübrigens beim Zutritt der atmosphärischenLuft, in den Badcbehältern, Juleitungs,röhren und Ständern geblichbrauveS Eisen-oryd ab. An die innere Fläche der Abfluß-röhren und an die Wände der Reservoir«legt sich Badeflnter, Badestein, an, derau« avwechstlnden Lagen sine« gelblichen,strahligen Kalksinters und einem dunkel-gelbllchbraunen Brauneisenstein besteht. Derouü dem Waffe» der Hauptquelle und derSei weselbadquelle gebildete enthält überdiesManganoxyd von schwärzlichbrauner, insPechschwarze übergehender Farbe. In demeine Zeit lang leerstehenden Badebecken, alsauch an den Wänden der Badezimmer desSchlangenbades wittert im Winter u. Früh-jahre und bei anhaltender kühler u. feuch,tcr Witterung schwefel- und salzsauresNatron mit kohlensaurer Kalkerde gemengt,in haarsörmigen Krystaflen als wolliger Be-schlag auS. In dem offenen Reservoir derQuelle des SkeinbadeS, in dem Küh'reser,vvir« der Stadlbädcr und in allen offenenAbflußkanälen des BadewafferS erzeugensich auch häufig Conserven, die grünenTremellen (rreirieUr rliormaii», s. d.).Die Resultate der chemischen Unter,suchungen stimmen darin überein, daßalle genannten Quellen gleichartige Bestand,tbeils enthalten, und daß diese nur in demMischungsverhältnisse der einzelnen in ver-schiedenen Quellen etwas weniger abwekchen.Das Wasser ist im Allgemeinen farblos (wie-wohl er im Badebecken meergrün erscheint),krystallhell, behält auch, der atmophäri-schen Luft auSgesctzt, seine Klarheit undsetzt selbst nach mehrern Monaten keinenNiederschlag ab, e« hat keinen hervorste-chenden Geschmack und keinen Geruch. Dasin ein GlaS geschdplre Wasser entwickelteine Menge Gatblasen u. rötbet Lackmuß.papier, stellt aber in derselben Zeit auchdie blaue Farbe des durch eine Säure ge.rötheten LackmuSpapierS wieder her. DieAnalyse, welche Ambrvzi mit den wichtig-sten Quellen vorgeuommen hat, und wel-che bis jetzt fast die einzige ist, bat fol,gende Bestandtheile in 16 Unzen Wasser«angegeben: 1,696 Krad schwefelsaurer Na-tron, 0,776 salzsaureS Natron, 12,240kohlensaurer Natron, 0,840 kohlensaurenKalk, 0,086 kohlensaurer Eisen, 0,4L0 Kte-
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selerbe, 0,100 Harz u. Extractivstoff u. in100 Kubikzoll Wasser, 2,400 Kubikzoll Kob-lensäure. Reuß'S Analyse der Gartcnquelleweicht von der von Ambrvzi nur in denMengen der Bestandtheile etwas ab. Ber-zeliuS untersuchte 18LL dar Wasser derStcinbadquelle und fand in 1000 GewichtS-theilen folgende feste Bestandtheile im was-serfreien Zustande: fchwefelsaureSKaliO.OOl,schwefe-saures Natron 0,071, salzsaureSNatron 0,0SZ, kohlensaurer Natron 0,348,phoSphorsaures Natron 0,0OL, kohlensau-ren Kalk 0,o5S, kohlcnsaure Magnesia 0,037,Eisenoxyd und basisch-phoSpborsaure Thon-erde zusammen 0,003, Kieselerde 0,042,in Summe 0,624 GtwichtLtheile. Das Was-ser besitzt demnach weit weniger feste Be-standthetl«, als Ambrvzi ihm beilegt. Nachder Meinung des Badearztes, Doctor Stolz,gründen sich überhaupt die Abweichungender chemischen Untersuchungen auf den nichtzu jederzeit gleichförmigen Salzgehalt die-ser Mineralquellen, der bei stets gleichemVerhalten desselben Wärmegrades u. gleichersich ergießender Waffermengr jeder einzelnenQuelle bald etwas stärker», schwächer wird«Das teplitzer Wasser ist von jeher hauptsächlichäußerlich als Bad innerlich selten gebrauchtworden. Wahrscheinlich ist der Mangel einerTrinkanstalt Schuld gewesen, daß esnicht curmäßig getrunken worden'ist. Zwarbesteht seit 30 Jahren die Gartenquelle zumTrinken, man scheint dieier aber wegenihrer geringen Temperatur keine so großeWirksamkeit wie der Hauptquelle beigelegtzu haben, neuerding« erst besteht eine Trink-anstalt am Stadtbade u. im Schwefelbads.Die Heilkraft des teplitzer Wassers als ei-gentliche« Bad gründet sich vorzüglich auf dieWirkung seiner natürlichen Wärme mit derseiner flüchtigen Bestandtheile, der Kvh-lensäure verbunden und durch eine eigen-thümliche Mischung von Salzen unterstützt.ES wirkt dadurch elektrochemisch auf denmenschlichen Körper ein, «. zwar sehr durch-dringend, erregend, auflösend, zersetzend,geünd eröffnend, harntreibend, auf dieSäftemassen, AbsondcrungSvrgane. Nerven,Blutgefäß-, Lymph-, Harn-, Sexualsy-stem und äußere Haut. Sein innerlicher Ge-brauch hat sich bisher nützlich bewiesen» umdie Wirkung de« BadeS zu unterstützen undzu erhöhen in allen jenen Krankheitsformen,wo es als Bad gebraucht, seinen großenRuf erlangt hat, wo besonder« die Unter»leibSorgane milleiden, oder aus ihnen dieäußerlichen Krankheitszufälle entspringen,wo eine kräftig« Einwirkung auf all« Ab-sonderungsorgane und das Pfvrtadersystemzu -rzweck-n ist, daher in mehrerer» chro.Nischen Uebeln de« Unterleibes, hei Ver-schleimung, übermäßigem Gallenerguß, Säu-reentwickelusa, bei Stockungen von aerin.gern Grad s, de» Baucheingeweidsn, der
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