10 Teplltz
der Wirme nöthkg ist. Zirm Trinken wirdda- Master an der Ausflußröhre der Haupt,quelle geschöpft. Nebenausbrüche der Quelleaußerhalb des Gebäudes sind nicht bekannt;nur im Jahre 1720 und 177S sprengte sieden Kaval, der dem Männerbade das Was-ser zufü.hrt und 1779 auf gleiche Weife di»Quelle der Fcauenbads. Das Erdbebenvon Lissabon, am 1. Nov. 1755, brachteeine Merkwürdige Veränderung an denQu.llin hervor, anfänglich trübte sich ihrWaffel' worauf es gegen 1^ Stunde dunkel-gelb floß und endlich ganz ausblieb, sodannquoll es plötzlich dick und gelblichroth, sohe'lig und in solcher Menge hervor, daß esalle N äder überschwemmte, nach einer hal.den stunde ward e« Heller«, ließ einen roth-braunen Niederschlag zurück, b) Bäder».Quell en der Vorstadt. Die Frauen,ziinmtrbadcquelle liegt einige Schrittevon der Weiberbadq u el'le östlich imobrigkeitlichen oder fürstlichenBadeyause und versorgt das Frauen,zimmerbad, so wie zum Theil die 6 kürst,liehen Bäder im Herrenhaus« mit Wasser,wozu ein Theil dieser Quelle in ein eignesBehältniß gefaßt und eingeschlossen ist. DasFcauenztmnaerbad ist ein Gemeinbad fürWeiber. Die Temperatur des Wassers istan der AuSslußröhre -j- 37° R. Die Sand-badquelte ist nicht in einen Behältergefaßt, sondern ihr Wasser quillt überallaus dem mehrere Fuß hoch die Sohle be>deckenden Sande de» Badebodens hervor;sie versorgt das für Männer bestimm» Ge,meinbad mit Wasser und gibt währendder «Kürzest, wo es für den «adegebrauchals Gemeinbad gänzlich geschloffen ist, sei-nen ganzen Wassergehalt in die 6 Bäderund das Douchereservoir des Herrenhauses.Diese Bäder sind sehr schön und zweckmä-ßig eingerichtet, es befindet sich auch hiereine aufsteigende Douche. In dem Her.rcnhause find io dem oberen Stockwerkesehr schöne. Wohnungen für Kurgäste, ge-wöhnlich wohnt hier der jährliche Gastvon L., der König von Preußen. DieTemperatur des Wasser« ist an der Abfluß,rdkre-j-38. 5° R. Die Gartenquelleliegt in dem sogenannten Spitalgarlen hin,t-r dem Herrenhause und ist mit einemkempelartig.n Gebäude überbaut. Sie istin 3 Reserroiis gefaßt, die unter demNamen der T-ink., der Augen- und derBadequelle bekannt sind- Die Temperaturder Lrinkquell- ist -j- 21,8° R.< der Au.genau-ll« -t- i0,7S° und der Badcquelle-!- 81 °. Die beiden ersten fließen aus ei-ner Röhre. Eine Lindenallee im Gar«een «ewährt denen, welche hier de» Brun-nen trinken, eine bequeme und angenehmeWaiidelbahn. o) Die Bäder von Schi»n a i>. Zwei Fahrstraßen führen nach demder tztadtgemcind» gehörigen Stet« bade,
Ttplitz
wo sich ehemals eine sumpfige Wies« be-fand, auf welcher warme, nicht gefaßt«Quelle» mitten unter kalten hervorkameo.Erst 1759 wurden sie von den kalten Quel-len abgesondert, mit Sandstein gefaßt undunter Dach gebracht, erhielten auch etwasspäter den Namen Eteinbad. Noch später»zum Theil erst 1801 entstanden die jetzigenGebäude. Die Quelle -j- 80,5° R. E«enthält 8 Gemeindebäder und 14 Special-bäder. Gegenüber ist die Sem ein fand,badquelle. Das Wasser quillt in einemgeräumigen, rings um mit Steinen besetz-ten und auf Sand stehenden Behälter un-ter Entwickelung von Gasblasen hervor; dieQuelle hat -j- 85,5° R. Da« Bad ist nurmit einer Brcterwand umgeben u. für Sol-daten und arme Leute bestimmt. Auf derandern »ordern Seite, ungefähr 80 Schrittvom Stcinbade, liegt die Lempelbad-quclle. 1805 wurde eine Rotunde überdie Quell« erbaut, und dar«n 6 Bäder an.gelegt. In jedem Bade quillt das Wasseraus dem Sande hervor und steigen Luft-blasen herauf; ein jedes enthält aber auchnoch Wasser aus dem Eteinbad und Wie-senquellr. Jedes Bad hat eine andereTemperatur von -j- 31° R. bis 86»R. Auf derselben Seite ungefähr 40Schritte vom Steinbade sprudelt die Wie-senquelle, die erst im Jahre 1886 ge-faßt wurde u. noch nicht chemisch untersuchtiit. Sie hat eine Temperarur von 25,5° R.ist in das Tempelbad geleitet. Südöstlichvom Sreinbad in einer Entfernung von 800Schritten liegt bas der Gemeinde Schönaugehörige Schlangeubad. Diese warmenQuellen waren früher eben so vernachläs-sigt und unbenutzt, wie im Steinbade.1773 ließ sie der Fürst Rohan mit eine»Breterwand umgeben u. mit einer Doucheversehen. 1796 wurde «in Gebäude vonStein neu au«g»führt und darin 5 Bädererrichtet. Die gegenwärtige Einrichtungerhielten sie 1880 Ein schönes Gebäude,deffen Vorderseite gegen Süden liegt, ent-hält 8 Bäder. 3 Quellen sind in gewölbt«Behälter gefaßt. Ihre Temperatur variirtzwischen 89 und 82,25° R. In Schönaubefinden sich auch mehrere Heilanstalten,so da» kaiserlich > königlich bstreichischeMilitärspital, im Jahre 1804 — 1803von Kaiser Franz erbaut und 800 Krankezugleich fassend; ferner das John'sche Kran,keninstilut für 36 Kranke, das Bürgerspt-tal, dal Spital für königlich preußische u.das für königlich sächsisch« kranke Soldaten.Ungefähr 200 Schritte weiter, am Fuße dessogenannten weißen Hügels liegt das demFürsten gehörige Schwefelbad, daS denNamen wahrscheinlich daher erhalten, weilman dem Wasser vor Alters «inen Schwe-felgehalt beigeleg« hatte, der sich jedoch
gar