Druckschrift 
23 (1835) Tenna bis Treusch
Entstehung
Seite
12
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Pforkaöer«, Lymxh-, Drüsensystem«, belchronisch«« Schleimflüffen der Lunge, derHarnblase, des Mastdarmt, in der anoma-len Wicht, bei Steinbeschwerden, bet ver-haltner, unterdrückter, mit Schmerzen ver-bundener monatlicher Reinigung, in dermateriellen Hypochondrie und Hysterie, inkrampfhaften, convulstvischen Nervenkrank,heilen, so wie Lähmungen, wenn sie auSrheumatischen, gichtischen, hervetischen, pso»rtschen Ursachen entstanden. Größeren Rufhat sich das Wasser als Bad erworben, u.zwar in chronischen Rheumatitmcn allerArt, in der Gicht, sowohl der regelmäßi-gen als anomalen (die hartnäckigsten Ge,lenkgeschwülfte, Knoten, Knochenauftrei-bungen und Contracturen werden hier nichtselten in wenigen Wochen gehoben) in chro-nischen Geschwüren und Hautausschlägenaller Art, und Krankheit-feigen gewohnterunterdrückter Hautausdünstung, in äußer,liehen Geschwülsten und Verhärtungen imZellgewebe und in Drüsen; in örtlicherSchwäche, so wie bei Contracturen, Stei-figkeiten und Lähmungen, als Folgen schwe»rer Verwundungen, so ward T. nach denletzten Kriegsjahren von verwundeten undoperirten Kriegern häufig besucht und Tau-sende fanden hier Erleichterung und Hülfe;dadurch daß die Thäligkeit der Blutgefäßeund Drüsen erhöht, der Kreislauf deSBlutes und alle Absonderungen aus dem-selben befördert werden, wird der Gebrauchder Bäder auch bei gewohnten aber unter,brückten Blutflüffen, bet schmerzhafter, sto-ckender Menstruation, stockenden Hämor,rhoiden. und gutartigem weißen Fluß undandern Stockungen, als heilsam empfohlen;in Lähmungen, sowohl nach Schlagflüffen,als und vorzüglich in jenen mit rheumati-schem und gichtischem Sharaktet, von zu»rückgetretenen Hautausschlägen u. f. w, inkrampfhaften convulsioischen Nervenkrank,heiten, besonders metastatischen. Noch wer.den die Bäder in Verstopfungen der Bauch.eingewelde, beim Stein u. s. w. gerühmt,allein in diesen Krankheiten ist wohl derinnerliche Gebrauch noch wirksamer als deräußerliche; endlich schreibt man den«bern auch eine belebende Wirkung der Ge-schlechtsfunction zu. Al« nachtheilig ist derGebrauch der Bäder »u widcrrathen beiacuten Entzündungsiusällen, in hektischenFiebern, Wechselfiebern, Skorbut, autge.bildeten Wassersüchten, bei Bluthusten,Blutbrechen und andern schwächenden Blut.flüffen u. Entleerungen, in der Lustscuchc,wo noch Quecksilber nöthig ist, überhaupthei jedem auf Zersetzung m t Ledensschwächeund Abzehrung beruhenden Krankheitspro-kesse und großer Erschlaffung der Fasern.Nach einem Bade unter 29° R. fühlt maneine behagliche Ruhe und Kräftigung, nachden heißen Bädern vermehren sich meist die

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rheumatischen und gichtischen Schmerzen,es entsteht Unruhe, ein Gefühl von Schwä-che, zumal bei jungen vollblütigen Perso-nen, Neigung zum Schwitzen, häufig einHautausschlag, da- sogenannte Badefriesel,welche- letztere man al- eine kritischeErscheinung betrachten kann. Die Hautder Badenden sieht roth. wie entzüa.det aus, da- Gesicht ist aufgetrieben,roth, glänzend, der Pul- beschleunigt. S«ist keineswegs gleichgültig, ob ein Krankerin den Stadtbädern, oder in den Vorstadt»bädern (im Fürstenbade, Gärtlerbade, binBädern des HerrerchauseS), oder in den >Bädern von Schönau badet. Die erstensind heiße, weit über 29° R., die zweitenwarme unter 29° R., die letzten stehenmitten inne. Die heißen Bäder sind wirk-samer in der Wicht, in eingewurzeltenRheumatismen, in chronischen Haurau-»schlägen, bei kalten Geschwülsten, bei Eon.tracturen u. Steifigkeiten, so wie in Krank-heiten die au- metastatischen Ursachen (vonzurückgelretener Gicht, Flechten, Krätze rc.)entstanden sind. Aber nicht alle Kranke di«an diesen Uebeln leiden, dürfen solche heiß«Bäder ohne Unterschied gebrauchen, jenendie vollblütig, zu Entzündungen, Conge.stionen, Schlagflüffen geneigt, denen dieschwächlich, reizbar sind, an Hypochondrieund Hysterie leiden, sind sie gefährlich;auch jene Bäder von Schönau, deren Tem-peratur 30° R. übersteigt haben sie zu mei-den. Dagegen sind torpide, phlegmatischeSubjekte für die heißen Bäder geeignet;diese sollten aber auch nicht gleich mit denheißen Bädern beginnen, sondern erst war-me brauchen Diese Vorschriften könnenaber nicht allgemein befolgt werden, weiles zu wenig Bäder gibt, deren Temperaturnicht 29° R. übersteigt. Kühle Bäder (un-ter 23° R.) können noch seltner (nur imHerrenhause, Fürstenbade und Schlangen-bade), kalle gar nicht bereilct werden. E-bedürfen daher die Badeeinrichtungen nocheiner wesentlichen Verbesserung. Wat dosLeben in T. andclrlfft, so gehört ,war T.zu den besuchtesten Badeorten Böhmen«,allein da« Babeleben hat nicht den Reizder Geselligkeit u. der Lebhaftigkeit, welchein Karlsbad so ansprechen; es ist die« einenatürliche Folge der Badekur wo die ver-schiedenen Badegäste zu verschiedencn Zei-ten (in sehr besuchten Jahren schon von 8Uhr Morgen- bis, 10 Uhr Abends) ihre Ba-destundcn haben, weshalb seilen eine allge,meine Versammlung Statt findet Hierzukommt noch, daß die herrlichen Umgebun-gen von T. weiter ausgedehnt sind, u. dieFremden an entferntere Punkt« zerstreuen.Sebr betucht« Orte sind Dux mit demgräflich Walsteinischen Schlosse, KlosterOffegg, Mariaschein, Graupen, Rilin,Kulm, Aussig, der Milleschauer Berg,

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