Tephromantke
Tephromantik (gr., Alterth.),Wahrsagung aut der Asche der Opfer.
Tephrösia, von Person aufgestelltein ihren Arten zu Galega gehörige Pflan-zengattung.
ll'opiäLriirrn (lat ), I) (Ant.), inden römischen Bädern das Zimmer zumtauen Bad; 2) (Botan.), da« lauwarmeHau«, in welchem die Pflanzen währendde« Winter« in einer Temperatur von 5 —9" R- gehalten werden; für captfche undägyptische Gewächse.
LepiS (Maaren?.), ein ostindischesZeug aus Seide und Baumwolle gewebt.
Lepitöton (d, b. die kleinen Gitter,mexic. Myth.), der Name der Hautgitter.Sie wurden durch kleine Figuren vorge»stelkt. Der König und die Prinzen hattenderen 6, der Adel 4 und die übrigen Ein-wohner jeder 2 im Hause. Auch auf denStraßen sab man sie überall aufgestellt.
Tepl (Geogr.), 1) Prämonstralenserab,tei im Kreise Pilsen de« östreich. Königr.Bidmen, mit prächtiger Stiftskirche undBibliothek. 2) Herrschaft ebenda, jenerAbtei gehirig, hat ansehnliche Waldungen,Eisenbergwerke und Hammerwerke, Mühl-und Serpentinsteinbrüche, über 30 Gesund-brunnen (darunter Martenbad, f. d.), Salz,quellen, die das auschinowitzer ob. tep«ler Salz geben. 3) Hauptstadt derselben,am Tepl; hat Wollenzeug- u. Leineweberei.Kekreidehandel, 1600 Ew. 4) Flüßchenhier, entspringt an der Grenze de« Krei-ses Elinbogen, geht später in denselbenüber, mündet bei Karlsbad, da« e« durch,fließt, in die Eger. (i^r.)
Lepliwöda, f, unter Karlsbad.
Teplitz (Teplice, Teplicze, all-dem Slavischen, so v. w. Warmquelle,Geogr.), 1) Herrschaft des Fürsten Ciaryim Kreise Lcitmeritz de« Kinigreichs Böh-men (Oestreich). 2) Stadt hier, in ei,ncm Lhale, am Fuß- des Galgenbergsund an der Saubach; hat 400 Häu-ser 2500 EInw., die wie die Karlsbadersehr gewerbfleißig sind; die Stadt ist aufallen Seilen von höher» und niedriger«Hügeln umgeben, die höchsten sind im Ostender Schloßberg, im Südwesten der Wach-holderberg. Am niedrigsten Fuße deß Wach-holderberge« breitet sich der fürstliche Gar-ten mit seinen Teichen und geschmackvollenAnlagen aus, vor demselben befindet sichdas fürstliche Residenzfchloß, in dessen Sei-tenflügeln sich da« Gartenbau« zum Ge-brauch der Badegäste und da« Schauspiel,hau« befinder. An die Stadt stößt unmit-telbar da« Dorf Schönau, von 73 Häu-sern, welche Zahl sich aber von Jahr zuJahr vermehrt; di« Häuser dürfen hiernur ein Stockwerk haben. Es befinden sichauch in Schönau mehrere Quellen u. Heil-anstalten. lieber sie s. Nähere« weiter unten.
Teplltz 9
T. ist durch seine warmen Bäder welt-berühmt. Die Heilquellen zerfallen in di»in der Stadt, in der Borstadt u. in Schö-nau. Folgende sind die wichtigen, a) Di«Stadtbäder. Die Heilquelle der Stadt-bäder bricht im tiefsten Punkte der Stadtaus Syenitporphyc hervor u. ist in einemgemauerten und verschlossenen Behälter ge,faßt, aus dem sich da« Wasser durch zweiAbflußröhren in da« Männerbad zMän»nergemeinbad), ein vierseitige«, 16 Ellenbreite«, 14 Ellen langes und 2 Ellen tie-fe« Becken, wo die Männer der nieder«Volksklaffe Aemeinschaftlich baden («'Hedemauch die Vornehmer«), ergießt. Darne-ben ist seit 1812 ein neuer gemauerterHauptbehälter gefaßt. Bon diesem fließtda« Wasser tn den Hauptständer de«Stadtbades, und verlheilt sich von daau« tn zinnernen Röhren in die zwölf er.sten Specialbäder des Stadtbades unddie drei Bäder des Judenbadehause«.Diese Specialbäder sind mit glatstrtem Lö-pserzeug oder mit Steinplatten belegt, n.erhalten da« Wasser durch eine zinnerneRöhre. In einigen Bädern ist auch nochdie Vorrichtung zur Deuche (s. d.) ange-bracht word.n. Seit 1826 sind noch 6 Bä-der mit großen, kupfernen, inwendig ver-zinnten Badewannen hinzugesügt worden.Neben dem Stadlbade befinden sich nochzwei Gemeinbäder für Juden, da« Ju-de n b a d. Die Hauptquelle versorgt nochdie 9 Specialbäder im Fürstenbad, sowie auch da« Gürtlersbad, wo sichnur «in einziges, sehr nette« Bad befindet.Die Frauen- und Weiberdabquelleliegt nur wenige Schritte von der Quellede« Männerbads südöstlich, ist auf gleicheWeise gefaßt und da« Wasser ergießt sichau« ihr durch zwei Au«flußröhren in da«Frauen- und Weiberbad, 2 Gemä-cher, das ein« ist für die Bürgersfrauen,daS andere für die Bauerweiber u. Dienst-mägde. Außerdem gibt diese Quelle noch12 Specialbädern Wasser. Die Meinung,daß dies« Quelle, so auch die Quelle de«Frauenzimmer- und Sandbadcs, nur Sei.tcnausbrüche der Hauptquellen seien, hatviel Wahrscheinlichkeit für sich, obtchon jedeeinzeln abgesondert aus Porvhyrgrund ent-springt. Die Temperatur der Haaptquelleist im Behälter da, wo sie au« der Felfen-kiuft hervorkommt, -s- 39, SO R., in denBädern hält die Temperatur einige Gradweniger, jedoch kann diese Wärme tn demStadtbad in einem eigenen Abkühlungreser.voir bi« auf 80° R-, u. wenn die atwokpäri-sche Luft kühl ist, auch noch mehr gemin-dert werden, da die Einflußribren de« wär-meren Badewassers mit schwächeren Mün-dungen versehen oder gänzlich gelchlnffenwerden können und abgekühlleS Wasser zu-geleitet wird, so viel zur Berminderung
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