8 Lepel
hat alte« Fort, Kirche, Kloster, über 4000Ew., welche Tücher, Wvllenzeuge und an,dere Maaren fertigen und mit Mehl Han»dein. Hieß früher Segura de la Tcontera.
Tepel (Zool.), so v. w. Tlottroche.
Lepel (Geogr.), so v. w. Tepl.
Tependelen (Geogr.), Marktfleckenam Bolina im Sandschack Avlona de» Eja-letz Rumili (europäische Türkei), ist Ge-burtsort de» berüchtigten LU Posch», derdeihalb auch den Beinamen Tependelenihatte.
Tependelink (Pascha Tepelink,bekannter unter dem Namen Alt Paschavon 2 auina), geb. 1741 zu Tependelen inAlbanien, stammte aut dem Geschlecht derLokziden. Sein Vater hatte durch die be-nachbarten Pascha'» alle seine Besitzungenverloren, und starb al« L. erst 16 Jahrealt war. Seine Mutter reizte ihn zumKampf« gegen die Feinde seine» Vater»aus, und ob er gleich Anfang» unglücklichkämpfte, begünstigte ihn später doch da»Glück, worauf er «inen Raubkrieg organi-siere, in welchem er eben so viel Kühnheitund Verschlagenheit, al« Grausamkeit anden Tag l-gte. Durch seine Bethülfe, dieer dem Großberrn gegen den rebellischenPascha von Srulari leistete, versöhnte ersich mit der Regierung, und al« er späterauch den Pascha Selim von Delvino über,wand und hinrichten ließ, wurde er dessenNachfolger u. bald darauf Statthalter de»Dervenbgi Pa'cha, welcher für dl- Sicher-heit der Landstraßen zu sorgen hat. Daer aber, statt sein« Pflicht zu lhun, mitden Räubern in Verbindung trat, so wurdeer abzefetzt, später aber, da er 1787 u. f.Jahr« in dem Kriege gegen die Russenwichtige Dienste leistete, Pascha von Tri-kala in Thessalien. Al« solcher bemächtigteer sich durch Betrug der Stadt Janina (s. d.),zwang die Einwohner, ihn von dem Divanz»m Statthalter zu verlange» u. die Mit-glieder desselben zu Erreichung seine« Zweck»zu bestechen. Während Buonaparte'« An,Wesenheit in Aegypten, trat er mit diesemin Verbindung, überfiel aber nicht» desto-wenigey 1783 die franzöfilche» Küstenplätzein Albanien u. eroberte sie bi» aus Pargo.Durch seine Vermittelung erhielt die Psorte1800 alle ehemal« venetlanischen Städte de«Festlandes, und al» er 1808 nach dreijäh,rtgem Kampfe die Gulkoten ganz unterwor-fen hatte, wurde er zum Statthalter vonRomanien ernannt. Ob er nun hier gleichmit der «»«gesuchtesten Grausamkeit ver-fuhr und sein Erpressunglsystem ärger al«je sortsetzte, so sah er hoch streng auf Rechtund Ordnung, ließ Landstraßen bauen, b«.schützte den Handel und beförderte di« In»dusteri« der Bewohner. 1807 trat er wie-ter mit Napoleon in Verbindung, mußte«der dennoch Parg» und di« ionischen In»
ü'exkroleucs»
sekn an Rußland abtreten, weshalb er spL«ter sich den Engländern anschloß, die ihn1816 diese Stadt wieder käuflich überiie»ßen (s. Parga). Schon seit 1807 bestandseine Abhängigkeit von der Pforte nur nochdem Namen nach, da er seinen Plan sichzum unumschränkten Herrn zu machen, im-mer deutlicher an« Licht treten ließ, s»schickte der Großherr 18 L 0 et» Heer gegenihn ab, welche« ihn vergeben« in Janinabelagerte. 18L1 erschien Kurschid Paschamit IS,ovo Mann vor diese Stadt, da abereben zu dieser Zeit die Griechen aufstan-den und die Türken überall angriffen, somußte auch dieser die Belagerung aufhebenund sich nach Makedonien zurückziehen. In-dessen hatte T.« Glück doch sein Ende er-reicht. Die Albanesen fielen von ibm abund vereinsgten sich mit Kurschid-Pascha,der Janina nochmal» elnschlvß und Ali nö»thigte am 1. Fedr. 18SL Stadt u. Schloßseinen Feinden zu übergeben. L. zog sichin seinen Sommerpalast zurück, wo ihmam S. Fedr. 18SL Mehmet Pascha, Kur-schid» Kenerallleutenant, da» TodeSurtheileröffnet«. Ob sich gleich T. tapfer zurWehre setzte, so wurde er doch mit 6 Ge-treuen nicdergehaucn, sein Kopf nach 8on-stantinopel geschickt und seine Schätze fürden Großherrn eingezogen. Bei aller Grau-samkeit und Treulostgkeit, war ihn «inscharfer Verstand u. große Tapferkeit nichtadjusprechen.
Lrph tlim (jüd. Ant.), Stirn- u. Hal«-bänder der Juden, welche sie beim Mor-gengebet, die Vorsänger in der Synagogeaber auch beim Nachmittägige!,«» tragen.Sie wurden von Leder gemacht und hattendie Aehnltchkeit «ine» viereckigen Hute». DerGebrauch derselben ist bet ihnen so heilig,daß die Juden der Meinung sein sollen,Gott selbst trage dergleichen an Kopf undArmen. Tephilloth, Sammlung vonGebeten für alle Tage de» Jahre«, welchevon den Männern der großen Synagogegefertigt sein sollen. Die T. verschiednenInhalt» für d!e Juden verschtedner Länder,am meisten übereinstimmend sind die derteutschen und polnischen, weniger der teilt»sehen und italienischen, am meisten ver-schieden die der spanischen Juden. Siefind sehr oft hirautgegrben worden. ElaReisegdbelbuch find die T. daddrr«ch.(1.ö.)
Tephria (Ant.), s. unter Ophite».
I' op Irr », so v. w. Asche.
Trphrik« (a. Geogr.), Stadt in derNähe von Kilikten und Armenien, j. D!v-rigni.
ll'-xkr-ti, (Zool.), 1) s. ZangenflsegeL)z 2) s. Brandfliege. Andere Arten derGattung r. (bei Latreille und Fabriciu«)sieben unter nrioroxar» (s. Kieintußfliege).
1«xlrrc>1«üoo» (bot. Romencl.),aschgrau-weißlich.
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