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den Königen und Vornehmen zum Begräb-nißorte. Um den ganzen Pyramkdentempelherum war ein viereckiger mit einer Mauerumgebener Hof, in welchem sich Gärten,Wasserbehälter, Springbrunnen, die Woh-nungen der Priester, Borrakhshäuser undWaffeumagazine befanden, den» jeder Tem-pel diente auch alt Festung. Die Erfinedüng und Einrichtung dieser gottesdienstli-chen Gebäude war kein Werk der Azteken,sie fanden vielmehr bei ihrer Einwande-rung schon eine zahlreiche Menge derselb-nvor und »ahmen si» zum Muster der,päter erbaueten. Von solchen uraltenPempcln find noch merkwürdige Ruinen da,chie die Pyramiden von Leotihuakan. Pa-pantla und Eholula, Vielleicht waren dieso sehr cultivirten Tolteken im 8. und 9.Kahrh. ihre Erbauer, vielleicht waren sie»och früher von den Matlakueja, einemolmekischen Volsstamme, angelegt. Dieletztere Meinung begünstigt tte alte Sagedie auffallende Aehnlichkeit mit den grie-chischen Titanen hat. Bor der großenÜedcr'chwemnmng hätten nämlich Riesenio Anahuak gewohnt; sie wären alleumgrkommen bi« auf 7, und diese hät.ten die Pyramide von Eholula aus künstli-chen Backsteinen errichtet. Ihre Spitzehätte die Wolken erreichen sollen, aber dirGötter, zürnend wegen dieser Kühnheit,hätten Feuer de» Himmels darauf geschlsu,den, wodurch die meisten Arbeiter umge-tommen, das Werk aber nun nicht weiterfortgesetzt worden wäre- (77. 71)
Teokuflllc, b. h. der Gott,den man ißt. So nannte man in Me-xico eine Eeremonie bei dem dritten gro-ßen Feste des Huitzklvpochrli- ES wurdeda« au« Leig verfertigte Bild de« Gotte«ebackrn» dann von dem Priester Quetzal-ratl »in Piei! auf dasselbe abgeschoffen u.damit durchbohrt. Run sagte mau, derGott wäre tobt. Ein Priester schnitt ihmda« Herz heraus und gab cS dem König«»u ejjen. Das Uebrige wird in zwei Theilegeibeilt, einen bekam das Volk von Tiareio'.kv, den andern da« von Mexico, wodiese Hälfte nach den vier Quartieren derStadt wieder in vier Theile und endlichjeder in so viel Stückchen getheilt ward,ol« Männer im Quartiere waren. (7?. 71.)
Leölo (Geogr), Dorf und DtstrictSort in der Delegation Padua deS König-reichs Lombardei-Venedig; liegt an den«uganeischen Bergen, hat 3100 Ew.
Leo neu? mi (d. h. der Zug der Göt-ter, mexican. Relgionsw.), eine feierlicheProz-sston in Mexico an dem großem Sä-kularfeste. Diese« wurde am Schluffe derSLjährigen Periode gefeiert, denn alsdannerwarteten sie nach einer alten Traditionda« Ende der Wett u. die Vernichtung derMensch,, durch dir abscheulich gestaltete.
Trora >.
böse» Geister, TzitzkmtmeS. Am Abendde« letzten Tage« löschte man alle Feuerau« und zerschlug alle Geiüße u. Geschirre.Die Priester in allerlei mit den Kennzei-chen der Gitter geschmückten Kleidern, be-geben sich in Prozession auS dem großenTempel nach dem Berge Huixachtla, mitder Andeutung, daß hie Götter fortgingenund vielleicht niemals wiederkehrtcn. Kurzvor Mitternacht mußten fic auf dem Gipfel«intreffen, um daselbst das neu« Feuer an-zuznnden, Zitternd und bebend folgte ih-nen eine große Volksmenge nach und ander«gingen auf benachbarte Berg«, um zu se-hen, ob die Götter die Anzündung de«Feuers erlaubten. Geschah die« nicht, sowar der Gott der Feuers bereit, die Weltzu zerstören. Di« in der Stadt Zurückge-bliebenen bedeckten Weibern und KinderndaS Gesicht mit Aloeblältern und erster«schloffen sich in Getreidespeicher ein, u. ließenletztere nicht schlafen, damit jene nicht inwilde Thiere und diese nicht io Mäuse ver-wandelt wurden. Das Feueranzünder» ge-schah durch Reiben zweier HLlzir aus derBrust eine« tapfer», nachher zum Opfer-tode bestimmten Kriegsgefangenen und blö-der Priester aus dem Quartier Kopolkodurfte eS verrichten. Sin allgemeine« Freu-dengeschrei erhob sich, wenn die Flamme«mporloderte. Die Priester trugen da«Feuer nach dem großen Tempel und gabenjedem Einwohner etwa« davon. Die Rück-kehr geschah mit Aufgang der Sonne undnun waren die Götter wiedergekommen u.die Welt gerettet. S. de Gomoka, (Iro-nien cis 1a liuova Lsxanna, o. 821. x.ror. (/?. 71.)
TeopAtli (d. h. die göttliche Arzenei),eine berühmte Salbe bei den Mexicancrn.Man bereitete sic au« der Asche der kleinenSchlangen, Skorpionen, Spinnen und an-dern giftigen Jnsecten, die in einem dervor den Tempeln errichteten Feuergefäßenverbrannt worden waren, in dem man sieMit dem Ruß von Okotl, Tabak und an-dern Pflanzen nebst einigen lebendigen Jn-secten in einem Mörser zerstieß und untereinander mischte. Das Gemisch wurde erstden Göttern dargeboten, dann bestrich mansich den Leid damit und glaubte nun gegendie Verletzung schädlicher Lbiere gesichertzu sein. Auch Kinder und Kranke wurdendamit ge'albt u. letztere zugleich angehauchtund ihnen ein mit besonder» Gebräuchengeheiligtes Wasser zu trinken gegeben. G.Loosr» Iliitoire nar. ok rnoral. sto. liv.V. via. 26. k. 256 ero. (7i. 71.)
Teoplxquk (mexic. Myth.), s. unterMexikanische Religion.
Leöra (Geogr.), Markflecken in der
wrovmz Prtnctpalo uuertvre (Neapel); hatSSV« S>v.
Leo «