Tcnedo
den eine Weintraube. Das Doppelgesichtsoll untreue Eheleute anzeigen, die Axt dieStrafe für dieselben.
Lcnedo (a. Geogr.), Ort in RHLtieaam Rhein, wo dieReuß in denselben mün.bet; jetzt Thiengen.
Trnedo« (a. Geogr.), 1) Insel imSgätschen Meer, an der Küste vom TroaS,früher Leukophrys (d. i. die Weiß-gipfliche). Bekam den Namen T. von Ten-ne« (s- d.), der, von seinem Baker ver-trieben, sich der Insel bemächtigte. Aufihr lag die gleichnamige Stadt mit 2 Hä-fen und einem Tempel des Apollon Smin-theuS. Besonder« cultivirt daselbst wurde derWeinbau. Wichtig war T., wie noch jetzt,weil bei ihr vorbei die Straße in den Ponto«euxino« führte, u. weil die Dardanellen da-mals nicht immer zu passiren waren, so hatteJustinianus daselbst ein Getreidemagazin an-legen lassen, wo die Schiffe, welche Ge-treide nach Constantinopel bringen wollten,abladen konnten. Nachdem T. im Mittel-alter den Seeräubern lange als Aufent-haltsort gedient hatte, war sie seit 1302,wo Osman die Insel eroberte, bis 16S6in den Händen der Türken; in diesem Jahrenahmen sie die Vevetianer, mußten sie aberbald wieder verlassen. Jetzt noch T., auchBozgia, oder Boghce Adaffk, s. Bogduscha.Berühmt war L. noch» außer dem Weine,durch die daselbst verfertigten Töpferwaa-ren. Verehrt wurde neben Apollon beson-ders Tenne-, als HeroS. Die Gesetze, be-sonder« hinsichtlich de« Ehebruchs, warensehr streng; dessen Berüchtigte wurden' mitdem Beile hkngerichtet; s. Tenedion; Lud-wig von Hammer, kssxndUe» T'sneäio-rnin, Kopenhagen 1735; 2) Stadt aut T«,s. oben; S) Stadt in Pamphylien. (Lb.)
TenelS (Geogr.), so v. w. TedelliS.Ten Um der, Insel au- dem Archkpela-gus der Gewürzinseln (Ostindien); gehörtzur südlichen Gruppe der Banda-Inseln.
Isnsrarnsnts (ll'snsro, 6onlsnsrsvL», itgl. Musik), so v. w. zart,mit Zartheit.
Tenerrffa (bei den Einwohnern CHk-neche, Geogr.), größte und bevölkertsteInsel aus der Gruppe der Canarieninseln,zu Spanien gehörig; hat 41K QM. unddie Vorgebirge Hidalgo (nördlich), Te-no (westlich), los Valettas (südlich)»ist vulkanisch, doch fruchtbar. Merkwürdigist der Pico de T eydc (Pik von T.),höchster Berg der Insel, 20—27 Meilenweit sichtbar, 12,182 Fuß hoch, ehemalsVulkan, doch noch Rauch u. Dampf von sichgebend; rr trägt Kastanienbäume, mehreregrasreiche Wiesen, höher oben vulkanischeAuSwürfe; hat eine Tropfsteinhöhle (Cuevadel Hielo), auf einer Höhle einige Spal-ten (Nasenlöcher des Piks, Naricesdel Pico), au« denen bisweilen Dünsteauf-
1'ene?mus rnuscialoruin 7ZZ
striam; die eigentliche Spitze ist der Zucker-h u 77 Die Insel ist sehr fruchtbar an aller-hand Gewächsen; in Len liefern Gegendenwachsen Dattel- und Kokospalmen, höherDrachenbäume und Ptsang, weiter höherWeine u. s. w.; sie ist reich an allerhandArten Cactus, Aloe, Cacalien, Heiden,Bäumen, Getreide, Obst, Gemüse, Bee-ren ; sie bringt auch Baumwolle. Zucker-rohr (dies nicht gehörig benutzt); der Weinist ein Haupterzeugniß, man rechnet denjährlichen Ertrag auf 15 — 20 000 Pipen.ES finden sich auch die gewöhnlichen HauS-thiere, Maulthiere, auch Kameele, viel Wild,Kaninchen; mancherlei Geflügel, zahme« u.wilde-. Das Klima ist mild und ge-sund; doch tragen die hohen Berge dengrößten Theil deS Jahres hindurch Schnee;die Regenzeit dauert vom November bisMärz, doch nicht ununterbrochen. Einwoh-ner rechnet man auf 100,000 (n. And. nur67, 70, 80,000) in mehr als 200 Ortschaf,ten; die Eingeborenen hießen Guanchcn (f. d.),sollen aber ganz auSgestorben sein; dochfindet man noch Ueberbleibsel derselben inihren Grabstätten. Die jetzigen Bewohnerstammen von den Spaniern und Nvrmän-nern ab. Die Küsten der Insel sind gutbefestigt. Früher nahm man den ersten Län-gengrad, als durch T. gehend, an- (^.)
Tenerlffa-wein (Weinh.), ein gelb«
, brauner Wein von der kanarischen InselTeneriffa; die besseren Sorten sind feurig,dem Madeira sehr ähnlich; man unterschei-det vorzüglich harten (starken, oderVidoniawein), und süßen (Malva-sier); der letztere ist höher am Werthe.
Tenerkffe (Geogr.), Stadt in derProvinz Sta Maria, des DepartementsMagdalena, im jüdamerikanlschen Staat«Neu» Granada, gegründet 1536, war sehransehnlich, litt aber sehr in dem Befreiungs-kriege 1812 und 181S.
TenTrikos (TenerischeS Feld, a.Geogr.), Ebene in Böotien, nahe am SeeKopaiS, erstreckte sich vom P^oon bis nachOnchestoS, und soll seinen Namen von Te-neros, einem Sohne des Apollo» und derOkeanine Melia, welcher als Prophet indortiger Gegend geachtet wurde und de«Apollon Dienst besorgte, erbalren haben.
1 s n s r o (ital. Musikw.), zärtlich,weich, schmelzend, schmeichelnd. >.
TeneS (Myth), so v. w. Tenne« 1).
Lene« (Geogr.), so v. w. Tenez.
Tknesi S (a. Geogr.), Gegend in Aethio-pien von Saba landeinwärts.
Isnssrnus (Med.), so v. w. Stuhl-zwang. ^
lenssrriur i» U8 ouISruin (^Irixis-rr» exriemlrsruiii, Med.), eine ekgenihüm-liche nicht zu beschreibende Empfindung inden Muskeln, welche, wenn sie den höch,sten Grad erreicht, mit leichter Angst Ver-bum