Tenakel der Flechsen
viereckiger, hölzerner Rahmen mit 4 Spitzenoder Haken versehen, an welchen da«, überihn zu spannende Scihetuch, oder ein Netz,da« man zum Filtriren von Wachs oderHar; mit Werg belegt, angeyeftet wird.S) (Buctchr ), die Vorrichtung mittelstder der Setzer da« Manuskript an demKasten vor sich befestigt hat. Sie be-steht aus einer hölzernen Schinne idemeigentliche n T-) , die untenmit einem starken Stachel in den Kasteneingestochen wird, und einer hölzernenScheere lDivisorium), welche das Ma-nuskript an demselben festhält.
Tenäkel der Flechsen (Anat.), kleineLigamente durch welche die Flechsen an dieFläche des Knochens, auf der sie liegen,leicht befestigt und in ihrer Lage erhaltenwerden.
Tenanclngo (Geogr ), Dorf Staateu. Reiche Mexico (Amerika); hat6000 Ew-,in der Nähe den berühmten Wallfahrts-ort Cdolma.
Tknaros (a. Geozr.), so v. w. Täna-roS. Tenässarim, so v. w. Tanaffa«riw
1-nax (bot. Nomrnil), leicht bieg-sam aber zähe, schwer zu zerbrechen oderzu zerreißen; auch klebend oder durch Ha-kenbarre haftend.
Tenayüka (Gesch.), s. unter Mexico(Gesch.)-
Tenbsgh (Geogr), so v. w. Tenby.Tenböctu, so v. w. Timbuc'u. Tenby,Stadt in der Graf'chaft Pembroke desenglischen Fürstenthums Wales, am Meeregelegen; hat 1600 Ew-, ansehnlichen Ha,fen, be uchten Gesundbrunnen, Eisenwerke,Steinkohlengrubcn, Marmorbrüche. D^eIn el war zur H-idenzeit heilig, u. daselbstMysterien, welche zu den reinsten des brit-isch-keltischen Heidenlhum« gehörten.
Tence (Geogr.), Stadt und Cantons-ort im Bezirk Jlsengcaux des Departe-ments Oberloire (Frankreich), am SerigousUnd Lignon; hat 5000 Ew.
Tenchebray lGeogr.), Dorf in derNvimandie. Hier 406 Treffen zwischenHeinrich I. von England gegen seinen Bru-der Robert von der Normandie! durch de«Erster?» Sieg kam die ganze Normandiean England; Robert selbst wurde auch ge-fangen.
Tencin, I) (Pierre Guerkn de),(s. d.), geb. 1679 zu Grenoble Erstabilste zu Par's, und wurde Prior derSorbonne und Greßvicir von Sens. SeineVerb-ndunzen m't dem berüchtigten JohnLaw (i. b.) beförderten seinen Wohlstand,aber sie schadeten seinem Ru'e. Zu gro-ßem Ansehn gelangte er in Rom, wohiner im Auftrag der Regierung ein« Ge-schäflsrctse unrernahm. Im Jahr 1724ward er, durch seiner Schwester Bcmü-
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Hungen, Erzbischof von Embrun. Die Je-suiten (s. d.) fanden an ihm eine mäch-tig« Stütze, und kräftig vertheidigte e«ihre Grundsätze gegen die Jansenisten. ImI. 1789 ward er Card'nal, und nachFleury's Lode (s. d.) von Ludwig XV.(s. d.) zu feinem Minister ernannt, nach-dem er 1740 Erzbischof von Lyon gewor-den war. Er behauptete die Stelle eine«ersten Staatsministcrs bis zum I. 1750.Doch blieb auch noch nachher sein Ein-fluß, besonder» in geistlichen Angelegenhei-ten, sehr bedeutend. Den Ausbruch de«siebenjährigen Kriege« (s. d.) zu hindern,gelang ihm nicht. Er starb 2 Jahre spä-ter, nachdem die Feindseligkeiten begonnen,1758 zu Lyon. 2) (Claudine Alexansdrine Guerin de), Schwester de«Vorigen, geh. I68t, widmete sich zaMonlfleury bei Gconoble dem klösterlichenLeben, und wurde Kanvn'ffin zu Neuvillebei Lyon. Auf Verwendung Fontenelle'S(s. d.) sprach der Pabst sie von ihrem Ge-lübde los. Seitdem lebte sie zu Pari« knden Zirkeln der großen Welt, und machteihr Glück bei dem verrufenen MiffisippisLctienhandel des Engländer« John Law(s.d>).Ihr Witz u. die Anmuth ihres Umgang« em-pfahl sieben Ministern u. Großen des Sketch«-Beiden Streitigkeiten der Jansenisten,(s. d.)spielte sie eine bedeutende Rolle. Sie trugzur Erbitterung beider Partheien so we.sentlich bet, daß ein Bcrbannungsbekehlgegen sie ausgewirkt war. Der Einflußihres Lstruders rief sie indeß bald wiederaus ihrem Exil zurück. Sie bildete inPari- einen Kreit von Gelehrten um sich,und wer auf den Namen eine« schönenGeiste« Anspruch machen konnte, drängtesich zu ihr. Sie st. 1649. Mit eineronmuthtgen -Gestalt und glühenden Lei-denschaften, unter denen besonder« ihreHerrschsucht hervortrat, vereinigte sie See-lenstärke, unerschütterlichen Muth und ein»männliche Freiheit im Denken und Han,dein. Unter ihren vkelgelesenen Schriftensind die beliebtesten: Oe Lie^s fls 6s-Isir, Is Oointe Zs 6orr>iuge» u. Issmsllieurs äs I' sirionr. In den Oeu-vre« eis iVIsZ-ins 17, Pari« 1786, 7Bde. 16-, befinden sich auch ihre unvoll-deten, von Frau v Beaumont (s.b.) er-gänzten Kiievelote« >1' Lsiousrä II. (HF.)
TTnctcrer (Lenchterer, a. Geogr.),teut <bes Volk, die im Innern wohnendzu Eäsars Zeit mit den Uswetern in Gal,Uen cinsielen, ater von den Römern geschla-gen wurden und bei den Sicamdrern Schutzu. Wohnung suchten, daher sie in der Folgeum Köln unk Bonn gefunden wurden. AlsDru'us in T utichlanb eommandirle, hörteman nicht» von ihnen, sie waren vermuth-lich östlicher gezogen, aber sogleich nachBaruS Niederlage besetzten sie wieder die
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