728 Teniporalarterien
Schläiemuskelt überziehende sehn'ge Haut.L.-arteri«», s. unter Kopfarterten s)cc) L.<fläche des Backenkno.ckens, s. unt. Backenbein. T. de« gro-ßen Sphenvidalflügels, t. unterKeilbein. T -grub», s. Schläfegrube.T.-incisur der Scheitelknochen, s.unter Scheitelbein.
T e m p o rSl >k lag e (»orio rempora-lis» Rechte«.), vor Lheodvstus II. die Klage,deren Erlöschen vom Ablauf einer gewissenZeit abhing, im Gegensatz zur ewigenKlage (»cno pvrzistuis), die rechtlichnie erlosch. Jener Kaiser aber reducirtediese ewige Dauer auf die Zeit von 80 Jah-ren, daher so seitdem alle so lange oderlänger dauernden Klagen. hingegen T. di«in kürzerer Zeit erlöschenden beißen. (L-.)
TemporSl-lehen (Rechts«.), s. un-ter Colonat.
Trmporlll-muskel (Anat.), s. Schläfe-muskel. T.> nerven, s. Schläfenerven.T.-saug-ader-gesiecht, en von derSchläfegcgend aus hinter der Parotis herabgehender Strang lymphatsscher Gesäße. T. -venen, s. unter Gesichtsvenen.
1 vmpnr » murÄIItuv er no »all u t»m ul' iu 1111» (lat., Sprichw.),die Zeiten ändern sich und wir ändern unsin ihnen.
Tempo-rechnung (Hdlgsw.), so v.w. 6onro äl lemxo.
Temporisativn (v. lat.), Verzbge,rung, Verschiebung auf eine andere (paffen-Here) Zeit.
sl'smxo ruliLto (ital., Musik), 1) sov. w. raubendes, stehlendes Zeitmaß; 2) die-jenige Lakreintheilung, wo kurze unaccen-tutrte Noten auf gute Taktzeit (s. unterTakt) und so umgekehrt fallen, wie z. B.bei der Synkope ist d.)? S) eine VortrogS-nianier mancher Solo-Sänger und Spie,ler, welche eine kurze Note auf Kosten einerdarauf folgenden länger«, länger aushaltenund accentuiren, a>s eS vorgeschiieven istund eben so umgekehrt. (6^.)
Temvo-stoß, s. unter Fechtkunst.
Temprankros (Aool.). f. unter Stech.mucke.
Lempsa (a. Geogr.), so v. w- Lemesa.
1'omxu» (lat.), 1) eigentlich ein Ab-schnitt; 2) besonders Abschnitt der Zeitim Allgemeinen; 8) im Besonder» jedeZeit und jeder Thcil derselben; s. Zeit.4) (Gramm.), die Zeitform, in welcher«ine Handlung oder ein Zustand dargestelltwiid. Da sich aber eine dreifache Zeit er-gibt, in welcher alles Handeln und alleZustände gedacht und dargestellt werdenkönnen, nämlich al« vergangen, oder alsgegenwärlig, oder als zukünftig so ist auchdas grammatische e. im Allgemeinen eindreifache«, und zwar e. xr»v«vii, (ln-
1't.IIIsIUS
»tili», lukootum, svror'll-';)» die Gegenwart,r. i-L s t e r i tu in («-«§>,^»,'//.««oe), dl«Vergangenheit und t. furuium (^-.k'X-x-e«), die Zukunft bezeichnend. MehrereSprachen haben für jedes r. eine bestimmteForm; andere müssen sich durch Umschrei-bung mit Hülfsverbi« dieselben bilden (s.Verbum). Es zerfällt aber jedes jenerreinpoi,, je nachdem man sich eine Hand-lung oder einen Zustand vollendet oder un-vollendet denkt und darstellt, wieder in 2»und unvollendete Zustände und Handlungender Gegenwart bezeichnet man mit demxraossn» (t. z>rso»eii» roi Imzierfec-t->e), z. B. ich schlage, ich blühe; in derVergangenheit mit dem Im per fee rum(t. prseterltum rsi Impei'fectse,
--«r,«-!;), z- B. ich schlug, ich blühet«;in der Zukunft mit dem futurum »1m-xlsx (r. kiittiriiiri roi Imperfecraö), ich ..werde schlagen, ich werde blühen. Dagegenfür die vollendet gedachten und dargestell« ^7^ten Handlungen und Zustände bedient mansich in der Gegenwart des perfect um(temp. praesens rei perfect-6,x^,ttk»or), ich habe geleien, habe gkblühetzin der Vergangenheit das xlusyuam-xorfsetum (t. praetsrllum rei per-iectss, ich hatte gelesen,
hatte geblühet; Ln der Zukunft das futu-rum «xaotum (k. kuturum rei psr-feet-o), ich werde geschlagen haben, werdegeblüht haben. 3» den Zeitformen derVergangenheit kommt im Griechischen nochder Aorist (s. d.). In anderer Hinsichttheilt man die Zeitformen noch ein: inHaupttempora, temporn »lieolutLoder simuliciii, welche einen einzelnen ansich verständlichen Sinn geben und zähltdazu düs prassen», porfeetum und futu-rum Simplex, und abhängige Tem-pora, tempnra relativ» oder ovmpo-sits, welche erst in Beziehung auf und inVerbindung mit einem absoluten t. ver-ständlich werden, dazu gehören das Imper-fectum, plusizuamperfectum und futu-rum exactum. Nach einem andern Ein»theilungsgrund stellt man den Haupttem-pora die historische Tempora gegen-über, wozu bas Imperfektum, PluSquam-perfectum und das Perfectum (in gleicherBedeutung) im Griechischen der Aoristu« ge-hören; dazu kommt, jedoch nur willkürlichso gebraucht, das Präsens, wovon besonder«die rasche, lebendige Rede Gebrauch macht.Uebrigens s. Sprache. S) S. Verbum.
6> (Rechts«.), bei der rechtlichen Zeit»bercchnung so v. w. Zeitraum, Zeitpunkt.
Im römischen Recht war das ir. in die-sem Sinne entweder s) t. cuntimium(stete Zeit), die Zeit, bei deren Be-rechnung alle Tage, sie wögen Werk- undGerichts - oder Feiertage, mitgerechnet wur-den, der Betheiligte mochte nun (morali-sche«