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die gegossenen Nägel, sie in einen eiser-nen .Kasten legen, mit Thon belegen und24 Stunden der Glühhitze aussetzen, wo»durch sie so zähe, wie die geschmiedetenwerden. Kgl. Temperiren.
Temper-ofen, I) (Glaih.), so v. w.Kühlofen; 2) (Hüttenk.), auf Bleifarben-werken die Flammenösen, in welchen die Hä-fen vor dem Gebrauche auszeglüht werden.
T'eiupssrL (ital), 1) Eeesturm; be-sonder- 2) Gemälde, welches einen solchendarstellt; 3) s. unter Italienisches Theater.
Temxestä, 1) (Anton), geb. 1555,Maler u. Kupferätzer von Florenz, Schü-ler von St. Tsti und Johann Stradan;Schlachten und Jagden waren seine lieb-sten Gegenstände. Er war sehr erfindungs-reich, aber auch flüchtig und übertrieben.Der Abt ron Morolles hat seine Werke,zusammen 2062 Blätter, gesammelt. Erst. 1680. 2) «Eigentlich Peter Molyn),geb. 1637 in Hartem, ein durch seine See-stücke, vorzüglich Seestürme berühmter hol-ländischer Maler, lebte lange Zeit in Rom.Man beschuldigte ihn, daß er habe seinWeib umbringen lassen, weshalb er zuMailand gefänglich etngezogen wurde undln der Haft 1701 starb. (7ö. n. A7ll.)
I'smxsetrsrii (lat.), Leute, welcheVeränderungen de- Weiters (teinpeira-)Hervorbringen; solcher Zauberer u. Hexen-meister gab es besonders im Mittelaltersehr viele und man glaubte von ihnen,Laß sie Ungewitter erregen und beschwörenkönnten.
fl'orripsitöso (ital., Musik), so v.W. stürmisch, ungestüm, heftig.
(fr.), 1) Sturm; 2) «instürmischer Tanz, dessen Takt f Takt ist.Die Paare treten neben einander und so,daß je 2 u. 2 Paare neben einander stehen.Die Zahl der so entstehenden Lanzreihenmuß sich gleich sein, alle machen nach derMitte Front. Die mittelsten 4 Paare be-ginnen nun den Tanz, der in einfachenTouren, Rond, 61rsi»s en grrslrs, Croisse,Balance u. dergl. bestehen. Mit der letz-ten Tour de- Tanze- chasstren die gegen-seitigen Paare durch und beginnen nun die-selbe Tour wieder mit den dahinter stehen-den 2. Paaren, was ls lange fortgesetztwird, bis sämmtliche Reiben turchgetanztsind, worauf die Paare wieder umkehren v.mit den hinter ihnen stehenden Paaren tan-zen, was so lange fortgesetzt wird, bis diePaare wieder an ihrer Stelle sind und derTanz aufhört. Die Toure» und den sonsti-gen Gang des Tanzes deutlicher zu machen,ist ohne Zeichnung nicht möglich. 3) SoV. w. lerripesta 2). (^-)
ll'oiripoköso (ilal., Musik), so V. w.
Peiripescoa».
Lempio (Geogr.), Stadt (Dorf) imSprengel Gallura der Provinz Saffari auf
Tempkc
der Insel Sardinien, hat Collegiatstifk,Piaristencvllegium, einige Klöster, 10,000(n. A. nur 7000) Ew.
Tempiren (Kriegsw.), die Zelt bestim-men, wie lange der Beinbenzünder bren-nen soll, damit er nach Verlauf derselbendie Sprengladung der Bombe entzünde.Wenn daher der mit Satz vollgeschlageo«Zünder 34 Secunden dauert, die Bombeaber nach 26 Secunden. so lange ihre Flug-bahn nach dem gegebenen Object dauert,springen soll, gibt 34: 26 :: 8": 73; Li-nien die Länge an, in weicher der 8 Zolllange Zünder seitwärts angebohrt werdenmuß, weil sich die Zünderlänge wie dieZeiten verhalten, während der sie verbren-nen. (//>.)
Temple (Wilhelm Ritter), der ^ohnJakob T.s, geb. 4628 zu London und stu»dirte zu Cambridge. 1647 schickten ihnseine Eltern auf den Ccntinevt, von woer erst 4664 nach Irland zurückkehrle unddort ganz im Stillen den Studien lebte,da er von Cromwell kein Amt annehmenwollte. 4654 trat er in das Parlemcntund 1665 ln da- diplomatische Corps. Daaber der Krieg mit Holland ausgebrochenwar, so wurde er zuerst zum Bischof vonMünster geschickt, um diesen mir in denBund gegen die Holländer zu ziehen, wasihm auch gelang. Vcn da g'vg er alsResident nach Brüssel u- wurde von Karl II.zum Baronet ernannt. Nach dem Friedenmit Holland besuchte er die vereinigten Pro-vinzen u. lernte den G oßp.nsionair de Wiitkennen, was ihm 1667 sehr zu Stallenkam, als ihn der König nach dem Haagsendete, um dort di« Tripel-Allianz zwi-schen Holland, England und Schweden ab-zuschließen, die im Januar 1668 zu Standekam und deren Hauptzweck war, Frankreichzur Herausgabe einiger seiner Eroberungenzu bewegen. Von hier ging er nach Aachenund vermittelte den Frieden zwischen Frank,reich und Spanien und kehrte dann wie-der nach Holland zurück, wo er zum Ge-sandten von England ernannt worden war.Karl II. wurde indessen von Frankreich ge-wonnen, sprang von der Tripel. Allianzab und rief 166g L. zurück, der sehr un-gnädig empfangen wurde. T. ging aufseine Güter und beschäftigte sich mit Lite-ratur und Landwirthschust, bi« er 1674wieder als Gesandter nach Holland geschicktwurde, um den Frieden von Nymwegcn zuvermitteln. 1679 kehrte er nach Englandzmück und trat ins Parlcment, in welchemer dis 1681 blieb, dann aber zog er sich,da er keiner Partei huldigen wollte, mitallen zerfallen, auf sein Gut Sheen unddann nach Moorpark zuiück, wo er in tie-fer Ruhe lebte und alle Anträge der Re-gierung adlehnte. Er st. 1698 am Podagraund har mehrere Schriften hintcrlaffen, als: