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22 (1835) Stadt bis Tenn
Entstehung
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725
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Temperatur

man die Summ« der mittleren L. de» Tag«eines Monats mit der Zahl der Monats-rage (So oder 81, auch wohl 28 und 29),so erhält man die mittlere L- de«Monats, und durch Division der Summealler Monatstemperaturen eines Jahrs mit12, die mittlere Jahrestempera-tur. Diese weichen Höchstens um 2° voneinander ab. Die Summe der Mittlern T.mehrerer auf einander folgenden Jahre mitder Zahl der Jahre dividirt, gibt die mitt.lereL. desBeobachtuygSörts. Dies«Zahl wird um so richtiger sein, se genauerdie einzelnen Mittlern Beobachtungen waren,und aus einer je größer» Zahl mittlererT.en sie berechnet worden ist. Folgendessind die Mittlern T «n de« Beobachtungs-orts: Guayana 22-05, Batavia 21,5, BeraCruz 20,5, Kairo 18. Algier 17, Capstadt15,5, Botanpbay 15,2, Neapel 14,4, Pa-lermo 14, Mexico 18,5, Rom 14,16, Mar-seille 11,5, Mailand 10,6. Peking 10,2,Philadelphia u. Amsterdam S,5, Pari« 8,8,Wien 8.56, London 8,4. Bern 8.49, Man.heim 8 2, Gen' 7,7. Dublin 7.4, Warschau7,4, Straßkurq 7,8, Prag 7,2, Edimburg7, Berlin 6,75. Göttingeu 6,6, Kopenha-gen 6,1 Stockholm 4.8, Christiania 4,7,Quebeck 4,4. Abo 4 2, Moskau 3.6, Pe-tersburg 2,5, Nord-Cap 0, Rain 2,5.Man sieht leicht, daß nicht allein die Breite-grade entscheiden, sondern daß auch andereUmstände darauf großen Einfluß haben. Ziehtman auf einen Globus eine Linie durch diePunkte von gleicher mittler T., so heißtman die« die isothermische Linie.Steigert sich die Wärme einer Luftschicht,so spricht man von einer Temperatur-erhöhung. im entgegengesetzten Falleaber von einer Temperaturvermin,derung, oder Temp eraturcrnt edri»gung. Erstere findet durch Sonnenstrahlen(je senkrechter sie auffallen, desto mehr, jeslächer, desto weniger), durch Wärme gebend«Mittel überhaupt (wie durch Feuer), durchElektrlciiät, Bewegung, Reiben und durchallerhand chemische Mittel, letztere durchWegfällen aller dieser Erregungimittel,durch Winde, künstliche Kälte, Aussetzungerwärmter Gegenstände an die freie Luft,Statt. Vgl. Wärme 2) Der Wärmegradder eingeschloffenen Luft in eingeschloffe-en Gefäßen, Zimmern u. s. w. Derfreien Luft ausgesetzt nehmen alle Dingedie T. dieser an, ausgenommen die Thiers,denen im lebenden Zustand eine thierischeWärme (s. b.) iowohnt. So haben Höh,len, Gewisser u. s. w. eine eigne T.,ungewiß ist aber, ob die Erde eine eigneT. besitzt. Vergl. Wärme und Thermo-meter. 3) (Musik), die von der sympa-thetischen Erzeugung de« Tön« (s. Sym-pathie) abweichende Stimmung der In-strumente und überhaupt die ganze Sinrichtunq unser- Tonsyftems, wonach die

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Octav« (s. d.) in 12 halbe Töne (s. hal-ber Ton) eingetheilt wird und di« feinenUnterschiede des Komma und Diest» (s, b.)in keinen Betracht kommen. D>e T. unter,scheidet z. B. die Tonarten 61» äur undDe» üur (s. b.) dem Klange nach nichtvon einander, sondern betrachtet sie nur ver-schieden in der Schreibart, Die T. ist durchden Instrumentbau bedingt; denn «S würdtein Instrument, welches all« erdenklichenTöne enthalten sollte, eine eben so großeSchwierigkeit für den Verfertiger, als fürdie Behandlung des Spieler« sein. DieT. nimmt blo« auf 24 verschiedene Ton-arten Rücksicht u. schließt damit die Gren-zen des Tonreichs ad (f. Lonsystem). Umdies erreichen zu können dürfen dir Inter-vallen (s. d.) nicht ganz so rein eingcstimmtwerden, »IS sie Sympathie der Töne (s.d.) erzeugt, sondern in jedem Akkordemuß die Terz (s. Intervalle) etwas höher,die Quipte (si.h.) aber etwa« tiefer ge-stimmt werden. Man hat mehrere Berech-nungen der T n und nennt sie die gleich-u. ungleichschwebend« L. Mit ihrermathematischen Berechnung hat sich vor-zugsweise Kirnberger (s. d.) beschäftigt, indessen Schriften da« Nähere nachgelesen wer-den kann. 4) (Orgelb. u Instrument« ),die Einrichtung bei der Stimmung eine«Instruments, daß man bei einzelnen Tönenvon der vollen Retnigkekt, welche sie in dereinen Tonart haben, etwa« adweicht, da-mit sie in andern Tonarten leichter zu ge-brauchen sind. ES kann dabei nicht sowohleine Regel, sondern die Erfahrung entschei-den. (1^., u. ibk/b.)

Temperatllr-wasser(Lackirer). Leim-Wasser, mit welchem beim Gründen der ersteAnstrich gemacht wird.

Temper-Hafen (Glash.), die große«Häfen, in welche bas geblasene Glas ge-blasene GlaS gestellt «ob in den Kühlofengebracht wird.

I'smxsrleo (lat., Meh.), so V. W.Mischung.

Temper!r«n(v. lat.), 1) gehörig ver-mischen ; 2) Maß halten, 8) mäßigen, mil-dern, lindern; 4) (GlaSh.), s. unter Glas-hütte. -

Temperlr. messer, so v. w. Maler«spatel.

Temperlrte Zone, s. unter Erde.

Temperlr-wasser (Maler), eineMischung, womit die Erdfarben zu Wasser»malerei angerieben werden, damit sie nichtso leicht abspringen. Man nimmt 1 Lothvon dem Weißesten arabischen Gummi, löstdieses in 4 Loth Wasser auf. setzt bannetwas Manna, Honig oder Zucker z«, seihetet durch und dickt es noch etwas ein.

Tempern, 1) mischen; 2) durchTändeln di« Zeit verlieren; 8) allmäh-lig erhitzen und auS-lühen; besonder« 4)

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