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22 (1835) Stadt bis Tenn
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720
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720 Tempelhof

Tempelherrn, Hamburg 1792, Raynouarb,Ilieroire» re1s.rit» ä I» vooilernnauoiiäo- chovalior» üir Remple. (7.K. u. 1°r.)

Tempelhof (Geogr.), Dorf im KreiseTeltow, Storkow de« preußischen Regie-rungsbezirks Potsdam, in der Nähe vonBerlin, mit dem Schlosse und 2 schönenGärten des Fürsten von Schinburg, eini-gem Weinbau und 360 Ew.

Lrmvelhof (Georg Friedrich von),geb. 1787 zu Trampe in der Mittelmark,ftubirte Mathematik zu Halle und trat1757 als Freiwilliger in die preußische In-fanterie, die aber im Herbst desselben JahrSmit der Artillerie vertauschte. Nach derSchlacht bei Kunnersdorf wurde er Lieute-nant und benutzte jede Gelegenheit, nebenden theoretischen Kenntnissen, sich auch inder Praxis seines Dienstzweigs zu vervoll-kommnen- Nach dem Frieden setzte er inBerlin das Studium der Mathematik eifrigfort und galt bald für einen so trefflichenMathematiker, daß ihm der König nachdem bairischen Erbfolgekrieg nicht nur denUnterricht der fähigsten Offiziere von dermärkischen und berliner Jnspcction über-trug, sondern ihn auch 1782 vom jüngstenHauptmann zum Major beförderte, ihmda« Commando eines neuen Artilleriecorpsübertrug und 1784 in den Adelstand erhob.Als Friedrich 'Wilhelm 11. den Thron be-stieg, ernannte er ihn zum Oberstlieutenantund übertrug rhm den Unterricht seiner bei-den älteste» Södve, auch wurde er zu jenerZeit in die Akademie der Wissenschaftenausgenommen. 1790 wurde er Oberst,1791 Direktor der von ihm gebildetenArtillerie-Akademie und bei dem Ausbruchdes Revolutionskriegs übertrug ihm derKönig den Oberbefehl über die sämmtlicheArtillerie, ernannte ihn auch 1795 zumGeneral und Inhaber des 3. Artillerie-Regiment«. Friedrich Wilhelm III. über-trug ihm ebenfalls den Unterricht seinerbeiden jüngsten Brüder und beförderte ihn1802 zum Generallieutenant, 1805 dis-pensirte ihn zwar der König von der thä-tigen Theilnahme an dem drohenden Krieg,ertheilte ihm aber den schwarzen Adlcrordenund 1807 starb T. zu Berlin. Er hatfolgende Schriften hinterlaffen: Ansangs-gründe der Analysis endlicher Größen. Ber-lin 1769; Anfangsgründc der Analysis desUnendlichen, ebcnd. 1769; Anleitung zurAlgebra, «bend. 1773; Berechnung derSonnenfinsternisse und Bedeckung der Fix-sterne vom Monde, «bend. 1772; Os öom-1>»r<1ier prrrssien, ebend. 1781; Geome-trie für Soldaten und die es nicht sind,ebd. 1790; Geschichte de« 7jährigen Kriegs,6 Bde., ebend. 1783—1801 (Hauptwerk),dar vollständigste Werk, das über diesenKampf erschienen ist. (/-)

Lempelhofsche Mörser (Kriegsw.),

' Tempelwelhe

f. vnker Mörser.

Tempel-raub (Hkerosylka, Rechts«.),s. LserileAium.

Temprt SalomoniS, s. unter Tem-pel 2).

Tempel-schatz (Ant.), s. unt. Schatz.

Tempel-schlaf (gr. Ant.), das Schla-fen im unterirdischen Tempel des Lropho»nios und Amphiaraos, welches die thaten,welche «in Orakel empfangen wollten. Manschlief auf dem Fell des frisch geschlachtetenOpferthiers und merkte sich die Träume,di« man die Nacht über gehabt halte unddaraus weissagten dann die Priester. Vgl.Amphiaräa. (Lö.)

Tempel-stock (Landw.), am Acker-pflug ein ei'erner Vorstecker, mit welchemda« Sohlband befestigt wird.

Tempel-weihe, 1) (Ant.), s. unterTempel 3) ; 2) (jüd. Ant.), die feier-

liche Einweihung de« Tempel« zu Jeru-salem. Dl« Einweihung des Salomoni-schen Tempels geschah durch den KönigSalomo, ein großer Theil de« jüdischenVolks hatte sich dazu in Jerusalem ver-sammelt; die Bundeslade und alle heiligenGefäße der Stiftshütte wurden im feier-lichen Aufzuge, getragen von Priestern undLeviten, in den Tempel gebracht; alsdannsprach Salomo das Weihegebet, und diePriester opferten angeblich 22,000 Ochsenu. 120 000 Schafe. Das eigentliche Weihe-sest dauerte 7 Tage, wozu noch ein Nach-fest von eben so langer Dauer kam. Sa-lomo scheint zum Beginn des Feste- eiaGewitter abgewartet zu haben, weil diesdie Juden als ein Zeichen der Nähe Got-te« betrachteten. Der zweite Tempel, des-sen Bau unter Serubabel begonnen hatte,wurde auch feierlich geweiht, aber bet wei-tem nicht mit der Verschwendung, wie derSalomonische Tempel. Als der zweiteTempel von dem syrischen König AntiochoSEpiphanes geplündert und durch Ausübungheidnischen Gottesdienstes geschändet wordenwar, weihet« ihn Judas Makkabäos vonNeuem. Er zerstörie den im Tempel er-richteten Götzrnaltar und den entheiligtenBranbop'eraltar und ließ neue heilige Ge»rälhe verfertigen. Die Weihe geschah durchOpfer und Las Fest dauerte 8 Tage. Die-ser Lcwpelweihe zu Ehren wurde bei denJuden ein jährliches Tempel weih fest,im Monat Keslev (9. Monat), eingeführt zim Buche der Makkabäer heißt es»-v'z-.sr, im neuen Testament rz-x«,-/«, Jo-sephus erwähnt, daß da» Fest auchgenannt wurde, entweder weil bei der Ein-weihung durch Makkabäos die Lichter vonNeuem auf dem heiligen Leuchter angezün-det wurden, oder weil man glaubie, daßden Juden mit diesem Feste das Licht derFreiheit von Neuem aufgegangen sei. Durchdiesen Namen scheint bei den spätem Juden