I'ewpei's, s ls
die Gewohnheit veranlaßt worben zs seit»,während diese» Feste» die Häuser zu er-leuchten. Maimonide» gibt hierbei die Vor-schrift, daß wer da» Geld zu dieser Er-leuchtung nicht habe, betteln oder seine Klei-der verkaufen solle, s. Chamika; 2) (christl.Kirchenw.), so v- w. Kirchweih».
IZlvpoiir» ä I» (Maler), eine Artzu malen, wobei man über da» Holz Lein-wand zieht, darauf einen dünnen GypS-überzog macht und mkt frischem Eiwei» an-geriedenen Farben malt.
Temperament (Anthropol-, von tern-xer-iro. mischen, eknrichten, verbinden, an.ordnenl, ein Ausdruck, der 1) im Allgemei-nen auf Alle» bezcgen wirb, worin eine ge-wisse Mischung und Anordnung. Milderungoder Mäßigung Statt findet. Daher manden Wind ein T der Wärme, die Furchtein T. der Hoffnung u. s. w. nennt, sodaß hiervon auch der physikalisch« Aus-druck: Temperatur (s. b.), abgeleitet wer-den muß. Im engern Sinne, in welchemder Ausbruck in der Anthropologie undPsychologie genommen wird, versteht manS) darunter diejenige eigenthümliche Mi-schung und , Verbindung de» Körperlichenund Geistigen im Menschen, von welcherdessen Act zu empfinden, zu denken und zuhandeln abhängt. Daher unterscheidet sichda» T. wesenliich eben so wohl von demNaturell, al» von dem Charakter (s. b.)
. u, steht zwischen beiden mitten inne. Dennwenn da» Naturell, sich lediglich auf da»Physische beziehend, blos die Anlage de»Körper» im Gegensatz der P'yche und denEinfluß desselben auf diese bezeichnet, soumfaßt das T. zugleich die physische- wiedi« psychische Müdisicatwn der Getstes-thätigkeit, da» Verhälrniß de» Menschen inBeziehung auf seine physische und geistigeNatur, die Wechselwirkung beider, in wiefern ein Individuum fichlbar wird, derCharakter dagegen drückt blo« die rein gei-stige Individualität des Menschen, al» mo-ralische» Wesen au». E» wäre dvher dasNaturale blo« physisch, da« T. physischoder psychisch zugleich, der Charakter da-gegen rein psychisch und man könnte daherwohl, wie einige Anthropologe» gelhan ha-ben, da» Naturell die Knospe, das T. dieBiüthe, den Charakter die Frucht bildlichneunen, ober jene» dem Kindesalt-r, diese»dem Jünglingsalter, bas dritte dem Man-nesriier entsprechend setzen. Wenigstensli^gt dieser Fassung u. Unterscheidung mehrWahrheit zu Grunde, als der ganzen Lem-peramentilehre, wie dieselbe von den älternAnthropologen und Physiologen auf denGrund wtllkührlicher Voraussetzungln vor-gelrage» wurde Die Grundlage der einstvon hoher Wichtigkeit geachteten Lehre vonden T-n ist offenbar da» alte Philosophenvo» 4 Elementen (s. d.) und Naturphilv»Snepklox, Wörter!». Lweiundzwanjlgster Bi>.
Temperament 72t
sophke, ond di« daraus abgeleiteten 4 Urseigenschaften (<,„,Iirsts» primariss) allerkörperlichen Dinge, nämlrch: der Wärme,Kälte» Feuchtigkeit und Trockenheit. In,dem die ältern Physiker (s. Phusik) aufdem Standpunkte de» damalig!« Materia-lismut aus dieien 4 Ureigenfchaf'e» diephysischen Berschledenheiren der Dinge zuerklären versuchten, gründete Hippokrale»<s. d.) und dessen Nachfolger unter denAerzteu darauf zugleich die Doclrin von0 Hauptsäften de» menschlichen Körper«,welche auf sein geistige» Leben entschiedenenEinfluß äußern sollten. Diese Hauptsäfte(iaumorss) bestanden au» ») dem Blute(»»nAin-), d) der Kalle fx-.'Xor), o) derschwarzen Kalle Xo'Xor) u. ä) dem
Schleime (chXk'?/»«), und dem verschiedenenVerhältnisse zu einander sollte die Quellede» Gesundheit und der Krankheiten de»Körper» ausmachen. Ihre Ausbildung undVollendung jedoch erhielt diese Theoriedurch Galen (s. d.). der ihr diejenige Formgab, in welcher sie unter blos unwesent-lichen Mod.sicationen di« Heilkunst undPsychologie bis ins 18. Jahrh. beherrschte.Rach ihm beruht der Unterschieb der T.e,deren er 4 annahm, darauf, chaß in jedemT. eine besondere Mischung («§>«§,r) der4 Hauptsäfte im Körper Statt findet, indem einer dieser Säfte über den andernda» Uebergewicht hat. Jede» T., lehrte «rweiter, steht mit besonder» Vollkommen-heiten oder Unvollkommenheiten der Seelein Verbindung u. hat Klugheit oder Dumm-heit, Tapferkeit oder Feigheit, Menschlich-keit oder Grausamkeit, Offenherzigkeit oderFalschheit, Treue oder Tücke, Freigebigkeitoder Gei; u s. w. zur Folge. Stadl suchteden Grund der T e mehr in den festen, al-ben flüssigen Theilen de» Körper». Hal-ler (s. d.) dagegen, der dieser Lehre di«höchst mögliche Vollendung gab, erklärtedie Verschiedenheit der T e au«ckcr Stärkeund Reizbarkeit der Muskelfibern, derEmpfindlichkeit der Nerven, widersprachsich jedoch oft selbst und legte überhauptder Lehre von den T cn keinen besondernWerth für die Physiologie bei. Anderebezogen die verschiedenen T.e auf die Be-schaffenheit de» Nervenärher» (s. d.) undde» ganzen Nervensystem» zs. über die Ge-schichte der Lehre von den T.n Platne»philosophische Aphorismen ll. S. 489).Ueberall war unter den Anthropologen undPhysiologen Streit über den eigentlichenGrund der T.e. Eben so unbestimmt er-klären sich dieselben über die Eigenthüm-lichkeiten derselben, wie sie der Erfahrunggemäß im menschitchsn Körper Vorkommensollen. Manch« rechnen dazu de» Besitzoder Mangel gewisser Geistesfihigkeiten,eine» scharfen Verstandes, eine« guten Ge-dächtnisse«, einer klare» Ürlhriltkraft; An-S z der«