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22 (1835) Stadt bis Tenn
Entstehung
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719
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Tempelherrn

Gäter. Nach der Aufhebung traten die L.meist in den Orden der Johanniter, anandern Orten bestanden sie fort, wie inDeutschland bi« 1319; auch in Pari«, dochim Geheimen; König Divnysiu« von Por.tugal hob den Orden gar nicht auf, son-dern ließ ihn fortbestehen und gab ihm nur«inen neuen Namen (s. Chrtstusorden,.Auch nach Schottland flohen einzelne T.und sollen dort unter dem Namen der Rit-ter von der Distel, den Orden fortgeführthaben. In der Wahrheit erloschen sie im14. Jahrh- aber allenthalben» hinterließcnüber au« der Zeit ihrer Größe an vielenOrten Europen« Tempelhäuser und Capel-len, kn denen man hin und wieder noch inallen Basreliefs gnostische Zeichen u. Spu-ren der alten Aufnahme, auch in Souter-rains, das wahrscheinliche Local dieser, ent-deckt. Ueberhaupt sollen die Geheimnisse,welche man in dem Orden fand, Muhamme-dänischen Gnosticismus enthalten haben undnur den Fähiger» des Ordens bekannt gewe-sen fein; der Kopf (s. Baphomet) sei Sym,bol der Alleknweisheit des einzigen wahrenGottes gewesen, der Gürtel (Schnur) Zeichender Eingeweihten u. Symbol der Keuschheit,der Schleier, der dem Neophyten bei derAufnahme umgehängt wurde, das der Ver-schwiegenheit. Auch spielte da« gnostischeTau (1'), als Krücke in der Hand der Ein-geweihten, eine große Rolle. Die Obern,besonders der Großmeister, hätten nach dengeheimen Statuten Absolution ertheilen kön-nen. Erst später nahm man hier und da,besonder« in Frankreich, den erloschenenOrden wieder auf, besonders machte 2) diefranzösische Freimaurerei de» Tempelherr»,orden zu einem ihrer Grade und behaup-tete e'ne directe, aus Schottland gekom-mene Fortsetzung diese« zu sein. Sogardie einzelnen Großmeister seit Jakob vonMola» nannte man in offenbar singirtenRegistern So ward Ritter vom Tem-pel der 2. u. 3. Grad de« ClermonkischenHochcapitel«, der 6. der stricken Observanz,als den ihu von Hund (s. d.) aus Frank-reich nach Teurschland brachte, der 8. derPhilaleten in Paris der 86. und 44. de«misphratmschen System«. Wie viel in die-ser freimaurischen Beziehung ohne histori-schen Grund über die T. gefaselt wordenist, zu wie vielen Betrügereien und from-men Betrügen sie Anlaß gegeben haben,darüber f. in Lennings Encyclopädie derFreimaurer, 3 Bde., Leipzig 1822 — 28,unter den Artikel Tempelherrn. Ein Zweckleuchtet aber au» der ganzen Lempelhcrrn-spielere!, wenigsten« des Clermontsche.i Hoch-capitels und Hunds, vor, nämlich dem Ka-tholicismn« Proselyten zu gewinnen undmittelbar da« vertriebene Hau- Stuartwieder auf den britischen Thron zu brin-gen. Auch die Jesuit, n hatten deshalb ihrSpiel in dem Tempelherrnwesea. Jetzt

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sind die neuen T. in den maurerischcn Sy-stemen nur noch ein GegenNanb historischerForschung und kein ächter Mauser erkenntT. an. Wie der Maurerei gab 3) derTempelherrnorden auch andurn Zwecken ringutes Mittel ab, um Unwissend« hinterdas Licht zu führen und mit Ritterkreuzen,Schwertern und Ordenstrachten eine prun-kende, aber lächerliche Spielerei zu treiben.Mehrmals wurden, bcsondens in Frankreich,Versuch« gemacht, den Tcmpelherrnordenzu politischen, theosophischeir und mystischenZwecken wieder ins Leben zu rufen und'die vorgeblichen Großmeister machten im18. Jahrh. mehrmals vergeben« Versuche,da« Uebereinstimmen de« T- mpelhcrrnordenSmit der katholischen Kirche zu zeigen undso die Theilnabme te^ größer» Publikum«zu erregen. So soll Napoleon ein Gliedeines solchen Tempelherrn rrdens gewesensein. Noch ncuerdü gs bildete sich 4) unterdem Namen neue T. 18-12 und 1833 inPari« eine Secte, die eine n-eiße Tuntca mitrothen Kreuzen und große Schwerter inder Hand tragen. Dieser politische Ordenwar eine Nachäffung der St. Siwoni-sten (s. d.). Er ahmt ganz hie alten Tem,pelorden nach, spricht von Lo-mthurhäusernin Asien, Afrika und Europa und vergibtsie, besteht aber deshalb nur au« leerenTiteln und maSkenähnlichen Kleidern, ohneeinen Kuß breit wirklichen Besitzes zu ha-ben. Großmeister ist der Isrzt Fabrö Pa-laprat, Grsßbeamter (und wahrscheinlichder Stifter de« Orden«) der als Verfaffrrmehrerer historischer Roniane bekannterBaragnet. Eine der Canonissinnen warSeiltänzerin. Man stellte ein geläuterte«Ehristenthum, als den le.hten Zweck de«neuen Lempelordens auf, dessen Häupterin den Onclc»» Zu Tomple , auf der Stelledes alten Tempels wohnen und von dortau« die Herausgabe eines Journals beab-sichtigen. Schwärmerei un» vielleicht Be-trug liegt dem Ganzen zu -Grunde und da«Dasein dieses Ordens wird nur kurze Zeitwähren. Gürtler. Lisroräa lflernplLrio-rum, Amsterd. 1703; C. -8. Anton, Ver-such einer Geschichte de« Tempelherrnordens,Leipzig 1781 (2. Ausg.); W. F. Wilcke,Geschichte de« Tempelherrn »den«, 2 Bde.,Le!pz>'g 1826. 27; Gurlitt, kurze Geschichteder Tempelherrn, Hamburg 1828, 4.; I.W Graf, Geschichte der Tempelherrn inBöhmen, Prag 1825; P. Grouvelle's Me-«oirea über die Tempelherrn, übers, vonC. F Kramer, Leipzig 1806; Fr. Münter,Slaiuttnbuch der Tempelherrn, 1. Thl.,Berlin 1794; E G Antoa, Untersuchun-gen über da« Geheimniß die Gebräucheder Tempelherrn, Dessau 1782; F. Ntko-lai, Verbuch über die Beschuldigungen ge-gen die Lemvelberrn, 2 Tble.. Bert. 1782(2. Ausg.), Moldenhauer, Prozeß gegen die

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