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22 (1835) Stadt bis Tenn
Entstehung
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718
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7tS Tempelherrn

Arnold de Torroga bis 1184, Ter»ricuS di« 1188, Gerhard von Ri»berfort bi« 1192, Robert de Sa»b l e bi« 11S6, Gilbert Horal bit 1200 ,Philipp de Plasfiez bi« 1217, Pe-ter de Montaign bi« 1283, Armandde Perigord bi« 1247, Wilhelm dePonnac bi« 1SS0, Reinhold de Bi.chier« bis 1250, Thomas Beraut bis1278, Gukchard de Beaujeu bi« 1291,Lena in Gaudinibi« 1293, im Morgen»lande für die christliche Sache fochten undsich dabei in den Kreuzungen (s. d.) aus»zeichneten, so erhoben sich doch schon im12, Jadrh. lebhafte Klagen über ihre An»maßlichkeit, ja selbst Treulosigkeit, ihreUeppigkeit und Völlerei, ihre Ausschwei,fungen in Wollust und Trunk, woher dasSprichwort kam, er säuft wie ein Tempel»Herr. O'k standen sie mit den Saraccoen imgeheimen Bunde. Dem Patriarchen woll-ten sie nicht Gehorsam leisten, den KaiserFriedrich 11. wollten sie an die Türken ver-rathen- Ludwig den Heiligen, König vonFrankreich, standen sie nicht nur nicht bei,sondern vereitelten auch die Belagerung vonDamask, die er unternommen hatte. Siehatten sich dafür 3 Körbe mit Gold von denBelagerten bedungen. Diese schickten ihnenaber zu'm Hohne 3 Körbe voll Kuvfer stattGolds und Silbers. Mit dem Sturz deschristlichen Reichs im Orient (1291) mußtenauch di« T- aus Palästina weichen undaußer in Cypern (ihren Haupisitz, wo vonnun an der Großmeister seine Residenznahm-u. von wo au« sie Kriege gegen dieSaracenen führten) verbreiteten sie sich be,rerls durch ganz Europa, des. in Frank,«eich au«, wo sie aber ihren Fall erlebten-Durch ihre Reichthümer und ihre Machtwurden sie dem König Philipp d. Schönenverhaßt und er suchte nach einer Gelegen-heit ft: auch dem Papst verdächtig zumachen. Die Beschuldigungen, welche ge-gen den Orden vorgebracht wnrden, dieaber meist von treulosen und autgestoßencnOrdensbrüdern herrührten oder sonst ver-dächtig waren» waren best Gotteslästerung(sie sollten bei der Aufnahme Christul ver.leugnest und da« Kreuz verhöhnen, ja an»speien, vielleicht blo« scheinbar zur Prü-fung de« Gehorsam«), Abgötterei (s- Ba-pbomet), Säuberet, Unzucht rc. NachdemPhilipp mit Clemens V- dir Verabredunggetroffen hatte, lockt» er Jakob Bern-hard von Molay, der aus dem Ge-schlecht« von Longkvic und Raon aus Bur-gund stammle u. dem Dauphin von Vienneverwandt, seit 1265 Mitglied Le« Tem-pelherrnordens und seit 1298 Großmei>ster desselben war und sich in Palästinaim Kampf gegen die Ungläubigen ausge-zeichnet halte, von seinem GroßmeisterfitzeCypern, ungeachtet dessen Rüstungen zueinem neuen Zuge nach Palästina, 136g

Tempelherrn

nach Paris. Philipp der Schöne lkeß am8. Oct. 1807 alle T. in Frankreich, wirauch Molay gefangen nehmen; der Prozeßdauerte bi« 2. Juni 1311 u. schon vor «e»endigung der Untersuchung wurden 54 Rtk.ter verbrannt, weil sie den Orden Verthei.digten. Die Aufhebung des Orden« geschahdurch «ine päpstliche Bulle und wurde am2. März 1312 auf der Kirchcnversammlungzu Vienne bestätigt; die Ausführung ver.anlaßt« blutige Auftritte; Bernhard vonMolay wurde nebst dem 80jährigen Groß»prior Guido von der Normandieden 18.. März 1314 öffentlich verbrannt.Die Güter de« Orden« wurden eigcnt«lich den Johannitern (s. r.) zugesagt, dochfand Philipp allerhand Autflüchte sie andie Krone zu bringen. Wo die Aufhebungde» Pcovinzialsynoden überlassen wurde,verfuhr man sehr glimpflich mit ihnen.In Bezug auf die Nechll'ch.'e.'t der Lus-Hebung des Ordens hat man zu bedenkengegeben, wie gefährlich er der Regierungwar, indem er, seinem Princip nach, alsFeind aller Ordnung da stand und daßsein Sturz, sollte die weltliche Regierunggerettet sein, unvermeidlich war. ' Aberdie Art und Weise hat aller Wege Tabelnach sich gezogen, obgleich man sich bewo>gen gefunden hat in Zeit und Umständenfür den König eine Entschuldigung zu er,kennen, welche die Schwierigkeit nachwieß»einen so mächtigen, von Geistlich««!;, Adelund Volk geschützten Orden zu untergraben,wenn man nicht zur Verleumdung seine Zu»flucht genommen. Während io da« Verfahrende» König« seine Verrhcidiger fand, suchtenAndere den Orden zu vertheidigen u. die Auf-hebung bio« dem Eigennutz Philipp« zuzu-schreiben. Von dem Standpunkt unparteii-scher Geschichtsforschung au« muß da« Bestehendes Orden« für den Staat allerdings als ge-fährlich angesehen werden, aber schlecht wa-ren die Mittel, um die Gefahr abzuwenden;unrecht war es, daß zu Richtern über die T-deren Feinde gesetzt wurden u. daß man dieFolter auf ijlegale Weise anwendete. DieAufhebung des Leuiplerordcns wurde abernicht allein in Frankreich betrieben, sondernder Papst ermahnte auch bi« übrigen euro-päischen Fürsten zur gerichtlichen Verfol-gung der T. König Karl 11. von Sictlienfolgte Philipps Beispiel und theilte dieBeute mildem Papst; in Cypern, England,Spanien und Italien wurden die T. auchveririeden u. ihre Güter den Hospitalitern,in Spanien dem Orden von Calatrava ge-schenkt; in Teutschland wurden nur an ein.»e'nrn Orten Unlersuchungen angestellt; i«Böhmen, wohin sich schon 1282 T. gezogenhatten, wurden gar keine Untersuchungenverhängt, allein der Befehl der Aufhebungbe« Orden« mußte auch hier ausgemhrtwerden n. die Jvhanniler empfingen deren

Güter.