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22 (1835) Stadt bis Tenn
Entstehung
Seite
717
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Tempe!

Bb.XIII.z S.570, vgl. auch Cholula undTeokalli. Trümmern von den aus 3— 4pyramidalischen Absätzen bestehenden T- fin-den sich noch sehr häufig in Mexico vor.<). Die T. der Peruaner sind unterPeruanische Religion, Bd. XVI. S. 115be'chrieben. H. Auch die Gebäude wo dieChristen ihre GotteSvcrehrung haltennennt man bekanntlich T- Sie sind jedochunter dem gewöhnlichen Namen Kirche (s. d.)beschrieben. S. Die der Muhammeda-ner aber unter Moschee (l. d.j. Vgl. Hos-pinianus, Os tern^li», Genf1672; leire-j-Ie» »noiennes et mocleime», 2 Bd., Pa-ris 1774. 4) Sinnbildlich, jeder irgendeinem moralischen Zwecke gewidmeter Ge-genstand, so sein Herz zum T. Gottes weihen.5) (Freim.), der T., und namentlich derT. Salomonts, dient in der Freimaurereizu einem der gewöhnlichsten Symbole. Erist auf dem TapiS ls. d.) obgebildet; ihnaufzucichten behauptet der Maurer, indemer für sittliche Vervollkommnung wirkt, erruht auf 3 Säulen, Weisheit, Schönheit,Stärke; in ihm prangen die Säulen Jochimund BoaS u. s. w. 6j (Gartenk.), Pavil-lons in Form antiker T. zum Schmuck vonGartenanlagen. (LK.)

Tempel, das weitläufige Gebäude,worin sonst in Paris die Tempelherrn ihreWohnung hatten. Er ward 1222 von Hu-bert, den Schatzmeister der Tempelherrn,erbaut. Der L. wurde 1314, bei der Auf-hebung de» Tempelberrnordens, eingezoaenund dem Johanniterorden geschenkt. 1792diente er zum Gesängniß kür Ludwig XVI.und dessen Familie; der König ging darauszum Schaffst. I tzt ist er, wenigstenstheilweise, abgebrochen; der Loissev-rä <1nstemple führt noch davon den Namen.18l6 stiftete die Prinzessin von Conde denUeberbleidseln ein Benedictiuernonnenklostervon der unterbrochenen Anbetung. DerSaal, worin die Familie Ludwigs gelangensaß, bildet den Bersaal. (?--.)

Tempel-Kalken (Wasserb.), s. unterZutempeln.

Tempelburg (Geogr.), Stadt imKreise Neu-Stettin, des preußischen Re»gierungsbezirs Köslin, zwischen den SeenDrazig und Czabiin; hat Tuchweberei,Gerbereien und 2875 Ew.

Tempel der Juden, s. unt. Tempel.

Tempe l-eid, s. unter Tempel 2).

Tempel-fest, beiden Juden rin Fest,welches sie »um Andenken an den zweimalzerstörten Tempel in Jerusalem begehen;die Vorbereitung geschieht durch Fasten unddie Feier selbst besteht in großer Trauer,in der sie viel beten.

Tempel-Herrn (Orden der T.,Templer, sCsrnplarü, Kirchgesch.).Neun edle französische Ritter, welche sämmt-lich unter Gottfried von Bouillon in da»gelobte Land gezogen waren, verbanden sich

Tempelherrn 717

1118 unter bem Großmeister Hugo dePayens, der 1136 starb, zu Jerusalemzum Schutz frommer Pilger und thaten da«Gelübde, keusch, gehorsam u. nur im Dienstdes Erlösers zu leben. Der Patriarch vonJerusalem, dem sie zur Sicherung ihre»Vereins ihre Gelübde vorgelegt batten, be-stätigte den Orden. Balduin II. räumteihnen eine Wohnung neben dem Tem-pil Ealomons ein (daher ihr Name) undsorgte nebst dem Adel und der vornehmenGeistlichkeit für Nahrung und Kleidung.Diese Ordensleute waren so arm, daßderen L auf einem Pferde ritten (daher auchdas Ordenssiegel ein Pferd mit 2 Ret-tern); auch legten sie sich eine eigne Fahnezu, worauf die Worte standen: non no-in», ckoinins, »sei ruo nomini Aloria(d. i. nicht uns, o Herr, sondern deinemNamen die Ehre). Ihr Ordenskleid warein weißer leinener Mantel, seit der Mittede» 12. Jahrh. mit einem achtspitzigen blut-rothen Kreuz versehen, und ein weißer lei-nener Gürtel; auch die übrige Kleidungwar meist weiß; ihr« Ordensregel bekamensie auf der Kircheoversammlung zu Troye»(1127); sie war folgende: der Aufzuneh-mende mußte aus Rillergeschlecht, au« ge-setzmäßiger Ehe entsprossen, unverheirathet,unverschuldet, ohne Gebrechen und frei vonGelübden anderer Orden sein. Bei derAufnahme versammelte sich das Capitel zurNachtzeit in der Kirche; 2 Brüder standenan der Thür, der Aufzunehmende wurdedreimal gefragt, ob er aufgenommen sein«olle. Nachdem er es bejaht und umBrod, Wasser und Ordenskleid gebetenhakte, wurde er eingelassen und von denThürstehern zum Ordensmeister geführt;von diesem wurde er nochmals gefragt undermahnt, und nachdem er da« Gelübde ab-gelegt hatte, erhielt er Ritterkleid, Bruder-kuß u. Ritterschlag. Später war es Sittesich in den Orden durch Schenkungen z«kaufen und man nahm sogar Kinder auf.40 Jahre nach dem Entstehen des Orden»gab es auch Ordenspriester und Capläne,nachdem früher schon dienende Brüder dazugezogen waren. Wie sich der Orden im-mer mehr ausbreilete, theilte er sich inZungen; der Großmeister hatte fürstlichenRang, stand aber unter dem Bischof; nachihm kam der Großcomthur, dann der Groß-prior, Seneschall rc. Die Zahl der Ritterwar 110 Jahr nach ihrem Entstehen an20 000 und sie befaßen 9000 Coaithureien,Prioreien, Tempelhdfe rc mit liegenden Grün-den. So tapfer u. glücklich sie auch unterden Großmeistern Robert Bourguig»non, 1116—1147, Eberhard de Bar-ras bis 1149, Bertravd de Lrame«lai bitllSS, Bertrand de Blanque,ford bis 1168, Philipp de Naplousebis 1171, Odo de St.Amaud bi« 1179,

Arnold