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22 (1835) Stadt bis Tenn
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de» als heilig» Orte vor dem Gebrauch ge«weibt; dieser Geschäft verrichtete das vol-IkAluin xonriüciuri, wobei einer von ih-nen, der die Weihung vollzog, an dem Ein-gang des T s stand; alle waren mit derkiLsrexc» (s. d.) bekleidet und hattenLa» Haupt verhüllt. Kaiser konnten diesauch thun bei T.n, welche sie selbst gelobtund errichtet hatten; sie mußten aber danndie Kleidung der Pontifices anziehen. Warein T. verfallen und er sollte wieder er-neuert werden, so bedurfte es nicht alleineiner neuen Gelobung» sondern auch einerwiederholten Wethung, und zwar mußte siehinsichtlich der Worte und Ccremonien die-selbe sein, welche die erste gewesen war.Eine genaue Beschreibung besitzen wir nochvon der Weihung des zu erneuernden T.sauf dem Capitolkum unter Vrspasianu».Die Auguren ließen zuerst die Ueberreste de»alten wegschaffen; darauf wurde der zumT. bestimmte Ort mit Bändern ir. Kränzengeschmückt; Soldaten» deren Namen guteBorbedeutung hatten, marschirten mitgrünen Zweigen in den Tempelraum, dievestalischen Jungfrauen mit Kindern nochlebender und standesmäßiger Eltern weide-ten den Platz mit Wasser (aus Quellenoder Flüssen), nachdem ein Pontifex denAltar mit Opferblut bespritzt hatte, beteteer zu Jupiter, Juno, Minerva und denSchutzgottheiten des Reichs, daß sie zur Er-richtung des T.s Gedeihen gäben u. berührteden Stein, der mit Binden umgeben undan Seile befestigt war. Darauf wurde vonLen Magistrat-personen, Priestern, Sena-toren, Rittern und einem Lheil des Volkseln großer Stein als Grundstein hinzuge-wälzt, der Grund gelegt und daraufGold, und Silbermünzen, auch rohes Me-tall geworfen. Die L. wurden in Romnicht allein zu gottesdienstlichen Handlun-gen gebraucht, sondern auch Srnatsver«fammlungen wurden darin geholten, Gelderund Staatspapiere darin aufbewahrt rc.In der spätern Zeit wurden mehrere T. inRom zu christlichen Kirchen eingerichtet.Die berühmtesten T. in Rom waren dasPantheon (s, d-), der T. des kapitolinischenJupiter, des palaiinischen Apollo, des Ja-nus (s. d.), der Pax, des Castor und Pol-lux, der Best», der FideS (in welchem derRocken und die Spindel der Tanaquil fs. d.ssaufbewahrt wurde); außerdem halten alledi« höher» und nieder» Götter, so wie dieallegorischen Gottheiten (des. Ehre undTapferkeit, Freiheit, Glück, Jugend, Mit-leid, Hoffnung !c) ihreT., oder wenigstensraceU» (s. LacsIIuin); einige auch meh-rere. Von Kaisertempeln war besondersder des AugustuS ! von seiner GemahlinLivia und seinem Stiefsohn Tiberius er-richtet), der des Hadrianus (von Antoni-nus Pius erbaut), der des Antoninus undder Faustina, der des Caligula (ein LheU

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des Paiattum, den dieser Kaiser sich selbsterrichtet hatte), de« Claudius o. a. AuchRomulus hatte unter dem Namen Quirinuseinen L. Für die ganz« Finnische Familie er-richtete Domitianus einen T., welcher füreinen der prächtigsten in Rom galt. Auch dierömischen T. sind unier T. 2) näher erläutert.Zu ihnen gehörte der T. zu Helkopolis (s.b.), welchen erst Antoninus PiuS erbaute.6. Die Deutschen hatten keine T., in-dem sie die Himmlischen für zu hoch hielten,um sie in Wände einzuschllrßen; ihreHeilig-thümer waren Haine und Altäre (s. Leut«sch« Religion unter Teutichland fGesch/j I,);dagegen finden sich deren II. bei denIslän-dern, unter andern der von Rolf erbaut«T. des Thor ans dem Vorgebirge ThorS^näs; er Halle eine Zelle, darin stand eiaAltar auf einer Anhöhe; auf demselbenlag der goldene Ring, den der Priester(Tempelherr) bei de» Versammlungentrug u. worauf der Tempeleid abgelegtwurde, welcher das Unverbrüchlichste war,was der Isländer kannte. Außer zumOpfern waren die T. auch zum Beten(vielleicht erst spätre, christliche Sitte) be-stimmt; um den T. wurde Gericht gehalten.I. In Gallien bestanden die L. in Ne-bcneinandcrstellung großer Steininaffen, wel-che einen Kreis bildeten; nach der EroberungGalliens durch die Römer wurde eine 2.Epoche der gallischen Tempelbaukunst ein«geführt, welche sich von der erster» durchordentliche Mauern u. Gewölbe unterschied.Ir. Ja Britan n i e n gtdt cö auch noch cel-ktsche oder druidische L., große, runde,offene Plätze, in deren Umkreis große Steinein Zwischenräumen stehen. Nach ihrem Um-fange unterscheiden sie sich in kleine undgroße; jene haben nur einen Umkreis, des-sen Steine einzeln und ohne Verbindungim Boden stehen; letztere bestehen au«(höchstens 4) cvncenirisch geordneten Stein,lagen; im 1. und 3. Umkreis sind die ein-zelnen Steine mit Qucrsteinen gedeckt(Trixithons, Dreisteine). Die einendieser T. haben runde, andre eine länglichviereckige Gestalt. I.. Auch die An-gelsachsen hatten T-, welche in hölzer-nen Häusern bestanden, um welche ein Zaungezogen und kn welchen der Altar aufge-stellt war; mit Waffen durften sie nicht be-treten werten, denn sie waren Friedrnsstät»ten. IVI. Die T. der Franken waren,ähnlich den angelsächischen, blos runde, höl-zerne Hütten, die auf Pfosten ruhten undmit Rohr oder Stroh gedeckt; in ihnen stan-den Opferaltäre und Götzenbilder. Diefrisischen T. hatten einen Vorbok; derEintritt war Jedem, selbst anders Gläubigengestattet- Mehr hierüber s. unter Stone-henge. O. lieber die T. der Slaven s-Slavtsche Religion, k. Ueber die T. derMexicaner s. u. Mexico (Gesch. u. Geogr.),