Tempel
fche Lempelbau entwickelte/ der Spuren orten«talischer Sitte u. Kunst an stch trägt. Imdorischen Lempelbau gewährten die Säu-lenhallen einen bedeckten und doch offenenOrt für die Feierlichkeiten im Temeno« ;die konische Gestalt der Säulen, die starkeAusladung de» Capitäls, der vorsprtngend«Sims bezweckten Solidität; dabet aberhatten die L. dieser Bauart noch mancheFormen von den früheren Holzbauten, soda« Archirra», die Lnglyphen nebst denMetopen (s. d. a.), kurze und stämmigeSäulen trugen ihre Lasten mit Sicherheit,auch Verzierungen finden sich, doch wenige,und der Grund zu einer reichern Autbil-dung des dorischen Tempelbaue« wurde indem reichen Korinth gelegt; hier schmückteman zuerst den Giebel mit Reliefs aus Lhonund später mit Strkuengruppen. d) Derionische Lempelbau trat nicht durchvermittelnde Uebergänge, sondern gleich alswesentlich verschieden neben jenen hin; dieSäulen hatten schlankere Schäfte und wur-den durch Basen gehoben, die Capiläls wa-ren geschmückter, da« Ä ebälke ohne Beziehungauf die frühere Holzform. Für die Ver-zierungen der einzelnen Formen in dieserBauart fanden sich die Aehnlichkeiten inPersepoli« wieder. In der 2. Periode
riechischer Kunst (nach 5L0, wurden beide,er dorische und ionische Styl, ihrer ei-gentlichen Bestimmung gemäß, zur höchstenGroßartigkeit und größten Eleganz ausge.bildet, und die Gebäude, die Griechenlanddamals in diesem Fache hergestellt har,sind nie erreicht, geschweige übertros«sen worden; hierher gehören der Dianen-tempel zu Ephesos, der Junotempel zuSamo«, der T. de« olympischen Zeus zuAthen, des delphischen T. Wiederherstel-lung nach dem Brande, der große L. de«Poseidon zu Pästum, der der Athene zuSyrakus und auf Aegina. Jetzt verzierteman auch die Metopen, Friese rc, mitStcinbildwcrken, Der 3 Periode (460 —836), ln welcher zu Alh-n und im Pelo-ponnes»« der Charakter de« reinsten Ma-ße«, der gewähltesten Formen und der voll-kommensten Harmonie, hervvrtrat, in Jo,nien mehr Glanz und Pracht herrschte, dieL. Slciiien« aber, die alt-dorische Formfesthaltcnd, durch Loloffalität und Kühn-heit emporstrebtcn, gehören da« Theseion(s. unter Thrseui), da« Parthenon, derT. der Athene Polio« , der große T. zuEleufls, der zu Olympia, der Here zu Ar-ge«, der Athene Alea zu Legea; da« Di.dymäon zu Miletos, der T. der AthenePolia« zu Priene, der de« Dionysos aufLeos, d»r des Zeus Olymplos zu Agri»gent rc. an. Ja der Zeit nach Alexanderd. Gr. d.s zur Zerstörung Korinth« warman sehr baulustig; auch der Lempelbauwurde nicht vernachlässigt und Freigebig-keit gegen die Götter ergötzte die hctrti»
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chen Werke der Meister noch mehr. Da-bet wurde u) die kori nthi s ch e Form diegewöhnlichere und bildete sich zu Len testenund gewählten Formen, welche die Römernachher übernahmen. Aber aus dieser Zeitist uns fast nicht« erhalten worden. lieberdie griechischen T. f. unter Tempel 2) einMehrere«. L. Der toskanische od. he-krurische Lempelbau war zwar vondem dorischrn au«gegangea, aber hatte inseiner Abweichung durch Breite u. Schwer-fälligkeit nie da« Ernste und Würdigedes dorischen erreicht; die Säulen (s.Toskanische Säulenordvung unter SäuleO. und oben) auf Basen stehend, warenschlanker und standen Weiler au« einander;der Plan dieser T. erhielt durch die Rück-sicht auf da« hetrurische Auguraltemplum(t. Pempllian) Modifikationen; da« Ge-bäude wurde mehr quadratisch, die Zelle inden Hintertheil gebracht, während die vor«der« Hälfte mit Bildsäulen geschmückt war.I?, Römische T- In Rom gab e« An-fangs, wegen der Einfachheit de« Gotte«,dienst««, gar keine T., obgleich man schonden alten Janus, Andere den Faunus fürden Erfinder derselben ausgab; aber da sichdurch mannichfaliige Bekanntschaften mit he-lrurr'chen Völkern und mit Griechenland dieZahl ihrer Gottheiten sehr vermehrte unddie Sitte aufkam, bei bedenklichen Fällenund mancherlei Gelegenheiten Göttern, aufden Fall eine« glücklichen Ausgangs, T, zugeloben, zuletzt auch nicht blo« Söttesn, son-dern auch den verstorbenen Kaisern T. er-richtet wurden, sa war ihr« Anzahl in denspätern Zeiten sehr groß (424)- Dt« Bau-art schloß sich, da die Römer keine Ban«mrister eigner Schule hatten, ganz genauan die toskanische oder hetrurische, u. späteran die griechische (s. oben u»b RömischeKunst). Da« Wort T. (tswplnin, s. >,.)'bedeutete Anfang« auch nicht ein Gebäude,sondern einen am Himmel bezeickmetcn Ort,zur Erwartung von Auspicien (s d.); dennals man zum Schutz und zur Einschließungder Gö.terbilder Häuser baute, unterschiedman rede«, da« Gebäude, worin da« Got-tesbild stand, und rerrixlum. Alle«, wasvon Nebengebäuden und selbst der ganzePlatz, der zu dem L. gehörte. Die Formder L war mehr viereckig alt rund derEingang aus der Ostseite und der Stadtde« Gottcsblldc« auf der entgegengesetzten.Außer dem T waren noch Teiche (xi,ci-nas), aus denen da« Wasser zu den Opferngeichöpfr wurde; innen waren, außer derBildsäule de« Gotte«, Altäre, Dreifüße,Opsertische, Weihgeschenke (s. Ooiisrium)rc.; die Wände waren mit Bildwerken undGemälden verziert. Außen waren Löwenangemalt, als Symbol starker Wächter;auch wurden die Namen ihrer Völker unüihrer Gründer angeschriebe». Di« T. w-n,