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22 (1835) Stadt bis Tenn
Entstehung
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rrn vollends, doch bauten auch seine Nach-folger noch an Len äußeren Umgebungenfort, daß das Ganze erst 64 v. Chr. fer-tig wurde. Das ganze Gebäude schloß einenRaum von 400 Ellen ins Gevierte ei», undwar terrassenförmig angelegt, so daß dasTempelhaus am höchsten lag und in derganzen Stadr gesehen werden konnte. Deräußerste Bochof (Vorhof der Heiden)war am niedrigsten, lief um das ganz«Gebäude u. h akte mehrere Lhvre, unter denendas Hauptthor an der Ostseite mit korinthi-schem Erze überzogen war; an der West-seite weuen deren 4, an der Südseite einsund an der Nordseite gar keins, da hierda» Schloß Baris ansticß. Diesen Vor-ho' u ngaben auf der südlichen Seite drei-fache Haken, auf den übrigen dreien dop-pelte, der Fußboden desselben war mitbunten Steinen belegt. 3n diesem Ver-hole war es, wo zu Jesu Zeit ein förmli-cher Lempe-markt gehalten wurde; Wechs-ler fasten da, welche die gewöhnlichen Mün-zen m die zur Tempelsteuer nöthigen um-fetzten, Verkäufer mit Vieh und Bictua-lien, wie ;u:n Opferdienste gebraucht wur-den 4 Stufen führten von ihm zu eiuems'Ellen hohen, steinernen Geländer, überwelche» hinaus Nichtjuden nicht gehen durf-ten; von da stieg man noch 14 Stufen undkam in einen 10 Ellen breiten Raum iIwin-ger), welcher um die innern Vorhöfe lief.Bon den Innern Vorhöien war zuerst inOst der Borhof der Weiber, ISS El.len lang, mit 3 Thoren und 4 Zellen inden Ecken; hitr standen die ehernen Ge-fäße (Schopharvt), worein die LeuteBeiträge zur Erhaltung des Tempels leg-ten. 15 Stufen höher als dieser lag dergroße Vorhof, der das Tempelhausselbst eintchloß; er hatte 1V Thvre, 8 inNord u. Süd ri 2 in Ost, war 125 Ellenbreit von Säulengäugen u. Zellen eingrschlos-sen. Ein niedriges Gitter theilte ihn inden Vorhof der Israeliten und denBorhofher Priester, letzterer zunächstdem Helligkhume. Dieses lag noch 12 Stu-fen höher, hatte eine Höhe von 100 (120)Ellen und war, wie be,m salomonischen T,in 8 Lheile getheilt, die Vorhalle, das Hei-lige und Allei heiligste, mlt vielen Neben,gemächern. Im Allerheiligstcn stand nichts,e« wurde durch eine Thür wir prächtigemVorhänge (der bei Jesu Kreuzigung zer.riß) vom Heiligen getrennt; das Heiligehatte einen Eingang mit 2 vergoldetenLhürflügeln, er stand immer offen undwar nur mit einem gestickten Teppiche ver-hangen, in ihm war ein 7sachcr Leuchter,der Schaudrot'isch und der Rauchaltar;da« Thor i» die Hall«, wo der Brand-opferairar stand, war verschlossen. Darüberwar als Aierrath ein Weinstock angebracht,dessen Lrnuben die Größe eines Menschen

Tempel

gehabt haben sollen. Der T. ward durchBeiträge unterhalten, welche in der fpj,lern Zeit in einer wirklichen, zu bestimmtenTerminen zu entrichtenden Steuer bestan-den. Den Dienst am L. hatten die Levi-ten (s. d.), früher noch die Nethinim (s.d.).Bekanntlich wurde der T. zu Jerusalem,als diese Stadr von den Römern unterTitus (f. d.) 70 v- Ehr. erobert wurde,obgleich der Kaiser ihn geschont wissenwollte, doch verbrannt und zwar wenigerdurch die Römer, als durch die Judenselbst, welche kch dahin, als in eine Ver-schanzung zurückgezogen hatten. Nachdemer fast 800 Jahre in Trümmern gelegenhatte, unternahm es Kaiser Julianus, wi-es scheint den Christen zum Trotz, den L.wieder aufzubauen und zwar in seiner gan,zen Pracht. Beauftragt wurde dazu Aly-pivs (s. d. L) und di« Juden strömten autallen Ländern herbei, um da« Heiligrhumzur gemeinschaftlichen Hebung des väterli-chen Glaubens wieder errichten zu helfen,sie nahmen theil« selbst Theil an der Ar-beit, »heil« gaben sie reiche Beiträge. DochErdbeben, Stürme und Feuer verhindertenden Bau und er unterblieb nachher ganz.Nach fast abermals 3 Jahrh, wurde aufden Platz des Tempels vom Khalife» Omar(644) «ine Moschee erbaut. Der Salomo-nische und Herodianische T. sind vielfachbeschrieben worden; ersteicr 1. Könige6,1 — AZ. 7, 13 — 51. 2. Ehron. 3,8—4, 22 (beide unvollständig); Josephe«,^inigcrir. jucksio. 8, 2.; außerdem I. Leo,Os rsiuplo Iläsrosol^iriitsrio, übersetztau« dem Hebräischen von I. Säubert,Helwstädt 1665, 4.; k. Capell, Higlsarrernpli äelineatio, unter andern in derLondner Bcbelpoiyglotte abgebruckt; A.Hirt, Der T. Salomens, Berlin 1809;I Fr. von Meyer, Bibeldeutungen, S.26Z—364, vgl. Fabrirjus Lidliorli. »urig.S. 888 ff ; Meusel, Lidliorft. Iir-ror.,1., 2, 1t3 ff.; der Herodianische von Jo-sephos, LicriHuir. juäoia., 15. 11.; Hell,ji-ü-ic., 5 5.; I' A. Ernrsti, Oe temploüeroüi» msAiii, Leipzig 1752, 4.; Hirt,in den Abhandlungen der historisch-philo-sophischen Klaffe der königlich preußischenAkademie der Wissenschaften in den Jahren1816-17(BerIinl8I9,4,). O. Griechi.sche T. Eine geläuterte Periode de« rohenLempelbaues im heroischen Zeitalter Grie-chenlands, kam durch dle Rückkehr der H>-rakliden; Sinn für Ebenmaß u. Uebereln-stimmung mit vorwaileuder Neigung zumErnsthaften, Würdigen u. Feierlichen zeich-nete de» dorischen Stamm vor den übrigenHellenen aus; au» diesem Charakter gingauch a) die ernste, würdige, «infach-erhabne,dorische Tempetbaukunst hervor ne-ben der sich erst um Lat 6. Jahrh. v. Chr.der reichere, üppigere und fröhlicher« ioni-