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22 (1835) Stadt bis Tenn
Entstehung
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2 Stadt

Straße» anlegte und Rhodos symmetrischund regelmäßig, in theaterähnlicher Formaufbauke. Seit dieser Feit war die Anlagevon Städten eine vorzügliche Ausgabe fürdie Architekten; reizende Aussichten, beson-ders von den Theatern aus, wurdendabei berüchjicht''gt; außerdem klug, Be-nutzung und Abhaltung von Wind undSonne; die theaterförmige Anlage wurdedie beliebteste. In Italien treten unsbesonders jene altrrthümlichen, bcdemunzs-vollcn Gebräuche der Hetrmier brt Siädte-gründungrn entgegen. Sie, ihres Gewer-bes, des Handels, zu Folge, wählten dieHöhen am Meer; durch das Ebnen d rselbenwurde di« Herbeischaffuog von Materialienzum Bau erleichtert. Zuvörderst wurde eineGrube gegraben u. d^e Erstlinge von Allem,dessen Genuß das Gesetz empfahl und dieStatur rum Bcdürfniß machte, hlneingelegt,zuletzt warf jeder der die S. mit beziehenwollte, etwas Erde deS Landes, aus demer gekommen war, h'nein. Der Gründerspannte dann einen weißen Ester rechts n.eine weiße Kuh l',,!» an einen Pflug undzog in einem Viereck eine ununterbrochene,gleichmäßig forllauiende Furche, wobei dieSchollen »ach innen geworfen würden, de-ren Anhäufung die zu erbauende Mauer,die Furcbe leibst den Graden verbildete»;wo ein Thor stehen sollte, wurde der Pflugaufgehoben und über die S'elle weggelia,gen, Auch Roniuius ließ zur Gründungseiner S. hetrurische Männer komme»,welche alles Einzelne nach hastigen Regelnund Schriften angaben; selbst Eonstaminssbefolgte noch mehrere alte Gebräuche beidem neu zu bauenden Constantinopel, z.B. er gt>g zu Fuß mlt einer Lanze in derHand vor dem feierlichen Zuge her und be-zeichneie durch eine Linie den Umfang derS. Die Griechen bezeichneten dagegen denUmfang der Städte mit Kreide oc-er Gyps,wofür Alexander bei der Gründung Alrxan,tria's wegen deren Mrngel Mehl nahm,und es wurde as ein günstiges Zeichenangesehen, als die BLgel dasselbe wegfraßm, indem es bedeuten sollte, daß dieseS. vielen Menschen Nahrung geben werde.Feierlich gegründete Städte hießen in Ita-lien urbe», und sie blieben für die Zu,kunft, wo steh andere noch daneben erhoben,die Hauptstädte, die andern, weniger festen,wenn auch an Größe oft nicht nachstehendden, die sich allmählig gebildet hatten, hie-ßen oppifls; über Municipalstädte s.unter IVlunicsg«. Aus den altrömlschcnStädten entstanden im Mittelalter in Ita-lien die größern Städte, die sich bald zubedeutendem Anlchn hoben. Als Haupttheileiner S. sinken wir auch in Gallien dt«Mauer u. den Graben angegeben ; jene bestanddaselbst aus Balken u. Steinen; in Bri-tannien nannte man ein Stück Wald, das>«it Wall und Graben umzogen war, ein«

Stadt

S.; man brauchte dieselben nach Cäsarb'os, wenn man sich vor e nem Ueberkallschützen wollte; nach And. (Sstabon) warenjedoch auch Hütten u. Ställe für das Viehdarin. In Leutschland, besonders demwestlichen, an den Rheingegenden, entstan-den früh schon Städte ouS römischen La-gern und Castellen, welche um so^mebr be-festigt wurden, da seit Tiberius Zeit dieSoldaten auch in den Lagern überwinter-ten; in dem östlichen wurden die meisten,w nizstens der Grund zu den später anihre» Stellen entstandenen Städten, un-ter Heinrich d. Vogler angelegt, der sieals Bertheidigungsmittel gegen die ei«»fallenden Ungarn und Slaven gründete,und indem er allemal den 9. Man» derWehrbaren zur Anlegung und E.Haltungder Städte von den Landbauern trennte,so entstand seit dieser Zeit auch ei» beson-derer Stand der Städter; diese mußtenin der Zeit der Nolb die Landlcure mltihren Heerde» und Familien oufnehmen.Meist waren die Städte An' ngs klein un-bestanden nur aus Schlossern, Burgen.Ibre zur Äertheidigung bestimmte» Be-wohner nannten sich aber hiervon Bürger(s. d.). War d'e Ringmauer aber schongeschloffen und muße-n sich dw im Weich-bild der S. Schutz sackenden außerhalb,zuweistn durch hoige Verzäunungen u. Ner-schanzungcn geschützt, ansiedein, so h'cßensie Pfahlbürger <s. d ). U n die Burgenentstanden entweder die Siädle oder dieBurg,» wurden a.'S kaiserliche Burgen (C't-tadcllen) in schon vorhandenen Städten an-gelegt. Auch ander« Mediorstädke hattensolch« Burgen ihrer Grundherrn. Vgl. Burg,Burggraf, Bürger u. ähvl. Artikel. Vom11 Jahrh. an gewannen die Städte oureh re,pubtikauktche Ver'aff'ngen, Handel u. mehrOrdnung, als außer ihren Mauern herrschte,mehr Ansehn. Dies mache« den Adel, deraußer- oder auch innerhalb den Städten,zum Theist in betonter» festen Häuternwohnte, eifersüchtig und bald entspannensich Fehde» zwischen Adel und Städten.Wahrscheinlich gab dies Anlaß, daß sich dieStädte zu größern Vereinen mit einanderverbanden. Das erste Beispiel hiervon gab derBund der lombardischen Städte, derselbst den teutschcn Kaisern furchtbar wurdeund obschon Friedrich I. Mailand« Mauernniederreißen ließ, blieben die Städte dochverbunden. Im Norden zeigten die Städtean der Nord- u. Ostsee u. tiefer in« Lan-hinein, am Nieder-Rhein, in Westfalen,Nieder-Sachsen u. Preußen bis Riga hin,als H'-nsa (s. d.) gleichen Geist. auch derrheinische Städtebund und der Bund derschwäbischen Städte zeigte AehnlicheS. Wäh-rend dieser Vereine gewann das Anjehender Städte dergestalt, daß sie an den Be-rathungen der Stände zum Besten des Lan-