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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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Ich hätte nicht gedacht, daß es mir so gänzlich miß-lingen würde, dir ein wenig zur Seite zu stehen,Tom! Nun mußt du ganz allein zusehen, daß wirBuddenbrooks den Platz behaupten. . . Und Gottsei mit dir."

Es rollten zwei Thränen, große, Helle Kinder-thränen über ihre Wangen hinunter, deren Hautanfing, kleine Unebenheiten zu zeigen.

11 .

Tony ging nicht müßig, sie nahm ihre Sache indie Hand. In der Hoffnung, sie möchte sich be-ruhigen, besänftigen, anderen Sinnes werden, hatteder Konsul vorläufig nur Eines von ihr verlangt:sich still zu verhalten und, sowie auch Erika, dasHans nicht zu verlassen. Alles konnte sich zum Bestenwenden. . . Fürs Erste sollte nichts in der Stadtbekannt werden. Ter Familientag, am Donnerstag,ward abgesagt.

Aber schon am ersten Tage nach Frau Perma-neders Ankunft ward Rechtsanwalt Doktor Giesekedurch ein Schreiben von ihrer Hand in die Meng-straße entboten. Sie empfing ihn allein, in demMittelzimmer am Korridor der ersten Etage, wo ge-heizt worden war und wo sie zu irgend einem Be-hufs auf einem schweren Tische ein Tintenfaß,Schreibzeug und eine Menge weißen Papiers inFolioformat, das von unten aus dem Comptoir