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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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mütigungen davon haben, und man wird uns lächer-lich hochmütig finden. Ja, Alle haben mich lächer-lich hochmütig gefunden. Man hat es mir nicht ge-sagt, aber gefühlt habe ich es zu jeder Stunde undauch darunter habe ich gelitten. Ha! In einemLande, wo man Torte mit dem Messer ißt, und wodie Prinzen Mir und Mich verwechseln, und wo esals eine verliebte Handlungsweise anffällt, wenn einHerr einer Dame den Fächer aufhebt, in einem sol-chen Lande ist es leicht, hochmütig zu scheinen, Tom!Akklimatisieren? Nein, bei Leuten ohne Würde,Moral, Ehrgeiz, Vornehmheit und Strenge, bei un-soignierten, unhöflichen und saloppen Leuten, beiLeuten, die zu gleicher Zeit träge und leichtsinnig, dick-blütig und oberflächlich sind... bei solchen Leutenkann ich mich nicht akklimatisieren und würde esniemals können, so wahr ich deine Schwester bin!Eva Ewers hat es gekonnt. . . gut! Aber eineEwers ist noch keine Buddenbrook, und dann hat sieihren Mann, der zu etwas nütze ist im Leben. Wieaber habe ich es gehabt? Denke nach, Thomas,sang' von vorne an und erinnere dich! Ich bin vonhier, aus diesem Hause, wo es etwas gilt, wo mansich regt und Ziele hat, dorthin gekommen, zu Per-maneder, der sich mit meiner Mitgift zur Ruhe ge-setzt hat. . . ha, es war echt, es war wahrhaftigkennzeichnend, aber das war auch das einzig Erfreu-liche daran. Was weiter? Ein Kind soll kommen!Wie habe ich mich gefreut! Es hätte mir Alles ent-golten! Was geschieht? Es stirbt. Es ist tot. Das