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Scheidenlassen gehören Zwei, mein Kind; und daßPermaneder sich so ohne Weiteres mit Vergnügendazu bereit finden wird, der Gedanke ist doch wohlbloß belustigend . .
„O, das laß meine Sorge sein," sagte sie, ohnesich einschüchtern zu lassen. „Tu meinst, daß er sichwidersetzen wird und zwar wegen meiner 17000Thaler Courant; aber Grünlich hat auch nicht ge-wollt, und man hat ihn gezwungen, da giebt esMittel, und ich gehe zu Doktor Gieseke; das istChristians Freund, und der wird mir beistehen. . .Gewiß, es war etwas Anderes damals, ich weiß,was du sagen willst. Damals war es ,Unfähigkeitdes Mannes, seine Familie zu ernähren' ja! Dusiehst übrigens, daß ich sehr Wohl Bescheid weiß indiesen Dingen, während du wahrhaftig thust, alswäre es das erste Mal im Leben, daß ich michscheiden lasse! . . . Aber das ist ganz gleich, Tom.Vielleicht geht es nicht an und ist unmöglich — dasmag sein; du kannst gern recht haben. Aber dasändert nichts. Das ändert nichts an meinen Ent-schlüssen. Dann mag er die Groschen behalten —es giebt höhere Dinge im Leben! Aber mich siehter niemals wieder."
Und darauf räusperte sie sich. Sie hatte dasBett verlassen, hatte sich in dem Armsessel nieder-gelassen, einen Ellenbogen auf die Seitenlehne ge-stemmt und das Kinn so fest in die Hand vergraben,daß vier gekrümmte Finger die Unterlippe gepackthielten. So, den Oberkörper seitwärts gewandt,