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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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blickte sie mit erregten und geröteten Augen starrdurchs Fenster hinaus.

Ter Konsul schritt im Zimmer auf und ab, seufzte,schüttelte den Kopf und zuckte die Achseln. Schließlichblieb er mit gerungenen Händen vor ihr stehen.

Du bist ja ein Kindskopf, Tony!" sagte er ver-zagt und flehend.Jedes Wort, das du sprichst,ist ja eine Kinderei! Willst du dich nun nicht, wennich dich bitte, dazu bequemen, die Dinge währendeines einzigen Augenblickes wie ein Erwach-sener anzusehen?! Merkst du denn nicht, daß dudich benimmst, als hättest du etwas Ernstes undSchweres erlebt, als hätte dein Mann dich grausambetrogen, dich vor aller Welt mit Schmach über-häuft!? Aber so bedenke doch nur, daß ja nichtsgeschehen ist! Daß von diesem albernen Vorkomm-nis auf eurer Himmelsleiter in der Kaufingerstraßeja keines Menschen Seele etwas weiß! Daß dudeiner und unserer Würde durchaus keinen Abbruchthust, wenn du in aller Ruhe und höchstens mit eineretwas moquanten Miene zu Permaneder zurückkehrst. . . im Gegenteil! daß du unserer Würde erst scha-dest, indem du das nicht thust, denn erst dadurchmachst du etwas aus dieser Bagatelle, erst dadurcherregst du Skandal. . ."

Sie ließ rasch ihr Kinn los und sah ihm insGesicht.

Jetzt sei still, Thomas! Jetzt bin ich an derReihe! Jetzt höre zu! Wie? ist nur das Schandeund Skandal, im Leben, was laut wird und unter die