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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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freut. Ich habe schon lange gewünscht, du möchtesteinmal zu Besuch kommen, ohne deinen Mann, daßwir wieder einmal so ganz en knmiUs bei einandersitzen könnten. Aber, daß du jetzt kommst und sokommst, parckon, das ist eine Dummheit, mein Kind!... Ja ... laß mich zu Ende sprechen! Per-maneder hat sich reichlich mangelhaft betragen, dasmuß wahr sein, und das werde auch ich ihm zuverstehen geben, sei überzeugt. . ."

Wie er sich betragen hat, Thomas," unterbrachsie ihn, indem sie sich aufrichtete und eine Handauf ihre Brust legte,das habe ich ihm schon zuverstehen gegeben und nicht nur ,zu verstehen ge-geben', will ich dir sagen. Weitere Auseinander-setzungen mit dem Manne halte ich, meinem Takt-gefühle nach, für vollkommen unangebracht!" Da-mit ließ sie sich wieder zurückfallen und blickte strengund unbewegt zur Decke empor.

Er neigte sich, wie unter dem Gewichte ihrerWorte, und dabei blickte er lächelnd auf seine Knieenieder.

Na, so werde ich ihm denn also keinen grobenBrief schreiben: ganz wie du befiehlst. Zuletzt ist esja deine Angelegenheit, und es genügt durchaus,daß du selbst ihm den Kops zurechtsetzest; als seineFrau bist du berufen dazu. Bei Lichte besehen, sindihm ja übrigens die mildernden Umstände nicht ab-zusprechen. Ein Freund hat Namenstag gefeiert,er kommt in festlicher Stimmung, in etwas zu guterLaune nach Hause und läßt sich einen kleinen Über-