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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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sie drang, sondern nur, kaum merklich, langsam undnachdenklich mit dem Kopfe nickte, während sie aufTonys schönes aschblondes Haar hernieder sah.

Ja, ja," sagte sie,da habe ich traurige Dingehören müssen, Tony. Und ich verstehe Alles ganzgut, meine arme kleine Dirn, denn ich bin nichtbloß deine Mama, sondern auch eine Frau wie du...Ich sehe nun, wie sehr berechtigt dein Schmerz ist,wie völlig deiir Mann während eines Augenblickesder Schwäche vergessen hat, was er dir schuldet..."

Während eines Augenblickes?!" rief Tony. Siesprang auf. Sie trat zwei Schritte zurück und trock-nete fieberhaft ihre Augen.Während eines Augen-blickes, Mama?! . . . Was er mir und unseremNamen schuldig ist, das hat er vergessen ... das hater nicht gewußt von Anfang an! Ein Mann, dersich mit der Mitgift seiner Frau ganz einfach zurRuhe setzt! Ein Mann ohne Ehrgeiz, ohne Streben,ohne Ziele! Ein Mann, der statt des Blutes einendickflüssigen Malz- und Hopfenbrei in den Adernhat. . . ja, davon bin ich überzeugt! . . . der sichdann noch zu solchen Niedrigkeiten herbeiläßt, wiedies mit der Bäbett, und, wenn man ihm seiiwNichtswürdigkeit vorhält, mit einem Worte antwortet. . . einem Worte. . ."

Sie war wieder bei dem Worte angelangt, diesemWorte, das sie nicht wiederholte. Plötzlich aber thatsie einen Schritt vorwärts und sagte mit unver-mittelt ruhiger und sanft interessierter Stimme:

Wie allerliebst. Woher ist das, Mama?"