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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
540
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Aber der stark alkoholische Geruch, den er im Zimmerverbreitet, hatte ihre Exaltation zum Gipfel gebracht.Sie hatte nicht mehr geschluchzt, sie war nichtlänger hinfällig und schwach gewesen, ihr Tempe-rament hatte sie emporgerissen, und mit der Maß-losigkeit der Verzweiflung hatte sie ihm laut ihrenganzen Ekel, ihren ganzen Abscheu, ihre fundamen-tale Verachtung seines ganzen Seins und Wesensins Gesicht geschleudert. . . Herr Permaneder warnicht still geblieben. Sein Kopf war heiß gewesen,denn er hatte seinem Freunde Ramsauer zu Ehren,nicht nur vieleMaß", sondern auchSchampa-ninger" getrunken; er hatte geantwortet, wild ge-antwortet, ein Streit hatte sich entspannen, weitschrecklicher, als derjenige bei Herrn PermanedersRückzug in den Ruhestand, Frau Antonie hatte ihreKleider zusammengerafft, um sich ins Wohnzimmerzurückzuziehen ... Ta aber war, zum Schlüsse, einWort ihr nachgektungen, ein Wort seinerseits, einWort, das sie nicht wiederholen würde, das über ihreLippen niemals kommen würde, ein Wort... einWort. . .

Dies Alles war der hauptsächlichste Inhalt derGeständnisse, die Madame Permaneder in die Klei-derfalten ihrer Mutter hinein verlauten ließ. UberdasWort" aber, diesesWort", das sie in jenerfürchterlichen Nacht bis in ihr Innerstes hinein hatteerstarren lassen, kam sie nicht hinweg, sie wiederholtees nicht, oh, bei Gott, sie wiederholte es nicht, be-teuerte sie, obgleich die Konsulin durchaus nicht in