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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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schan" undPeter", und Übelwollenden, wie denHagenströms, stand es frei, nicht über Krischans Ge-schichten und Späße, sondern über Krischan selbst zulachen.

Er dachte daran nicht oder ging, seiner Art ge-mäß, nach einem Augenblick seltsam unruhigen Nach-denkens darüber hinweg. Sein Bruder, der Konsul,aber wußte es; er wußte, daß Christian den Wider-sachern der Familie einen Angriffspunkt bot, und...es waren der Angriffspunkte bereits zu viele. DieVerwandtschaft mit den Oeverdiecks war weitläufigund würde nach dem Tode des Bürgermeisters ganzwertlos sein. Tie Krögers spielten gar keine Rollemehr, lebten zurückgezogen und hatten arge Ge-schichten mit ihrem Sohne. . . Des seligen OnkelGotthold Mißheirat blieb etwas Unangenehmes...Des Konsuls Schwester war eine geschiedene Frau,wenn man auch die Hoffnung auf ihre Wiederver-mähluug nicht fahren zu lassen brauchte, und seinBruder sollte ein lächerlicher Mensch sein, durch dessenClownerien sich thätige Herren mit wohlwollendemoder höhnischem Lachen die Mußestunden ausfüllenließen, der zu alledem Schulden machte und amEnde des Quartals, wenn er kein Geld mehr hatte,sich ganz offenkundig von Doktor Gieseke freihaltenließ .. . eine unmittelbare Blamage der Firma.

Tie gehässige Verachtung, die Thomas auf seinemBruder ruhen ließ, und die dieser mit einer nach-denklichen Indifferenz ertrug, äußerte sich in allden feinen Kleinlichkeiten, wie sie nur zwischen Fa-

Mann, Buddenbrooks. I. 29