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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
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mit Erika zu Tische kamen, aufs Anschaulichste vonMünchen, von dem Biere, den Dampfnudeln, demKunstmaler, der sie hatte portraitieren wollen, undden Hofequipagen, die ihr den größten Eindruck ge-macht hatten. Sie erwähnte im Vorübergehen auchdes Herrn Permaneder, und gesetzt den Fall, daßPfifft Buddenbrook eine oder die andere Bemerkungdarüber fallen ließ, daß so eine Reise ja recht an-genehm sei, daß jedoch irgend ein praktischer Erfolgsich nicht scheine eingestellt zu haben, so überhörteFrau Grünlich Das mit einer unsäglichen Würde,indem sie den Kopf zurücklegte und trotzdem das Kinnauf die Brust zu drücken suchte . . .

Übrigens eignete sie sich die Gewohnheit an,immer, wenn die Glocke der Windfangthür über diegroße Diele schallte, auf den Treppenabsatz zu eilen,um zu sehen, wer käme. . . Was mochte dies zubedeuten haben? Das wußte wohl nur Jda Jung-mann, Tonys Erzieherin und langjährgie Vertraute,die hier und da etwas zu ihr sagte, wie:Tonychen,mein Kindchen, sollst sehen, er wird kommen! Erwird doch kein Dujak sein wollen. .

Tie einzelnen Familienglieder wußten der heim-gekehrten Antonie Dank für ihre Heiterkeit; die Stim-mung im Hause bedurfte dringend der Aufmunterung,und zwar aus dem Grunde, weil das Verhältniszwischen dem Firmenchef und seinem jüngeren Brudersich im Verlaufe derZeitnichtgebessert, sondernintrau-riger Weise verschlimmert hatte. Ihre Mutter, dieKonsulin, die diesen Gang der Tinge mit Kummer