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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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verfolgte, hatte genug zu thuu, zwischen den Beidennotdürftig zu vermitteln . . . Ihren Ermahnungen,das Comptoir mit größerer Regelmäßigkeit zu be-suchen, war Christian mit zerstreutem Schweigen be-gegnet, und diejenigen seines Bruders selbst hatte ermit einer ernsten, unruhigen und nachdenklichen Be-schämung ohne Widerspruch über sich ergehen lassen,um dann während weniger Tage der englischen Kor-respondenz mit etwas mehr Eifer obzuliegen. Mehrund mehr aber entwickelte sich in dem Älteren einegereizte Verachtung gegen den Jüngeren, die dadurchnicht beeinträchtigt wurde, daß Christian ihre ge-legentlichen Äußerungen ohne Gegenwehr und mitnachdenklich umherwandernden Augen entgegennahm.

Thomas' angestrengte Thätigkeit, der Zustandseiner Nerven gestattete ihm nicht, mit Teilnahmeoder Gelassenheit Christians eingehende Mitteilun-gen über seine wechselnden Krankheitserscheinungenanzuhören, und seiner Mutter oder Schwester gegen-über nannte er sie mit Unwillendie albernen Er-gebnisse einer widerwärtigen Selbstbeobachtung".

Tie Qual, die unbestimmte Qual in Christianslinkem Beine, war seit einiger Zeit mehreren äußer-lichen Mitteln gewichen; die Schluckbeschwerden aberkehrten noch oft bei Tische wieder, und neuerdingswar eine zeitweilige Atemnot, ein asthmatisches Übelhinzugetreten, das Christian während längererWochen für Lungenschwindsucht hielt und dessenWesen und Wirkungen er seiner Familie mit ge-krauster Nase in ausführlichen Beschreibungen mit-