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sagst, bleibe ich noch drei oder vier Wochen hier, unddann kann ich Euch mündlich von München erzählen,denn brieflich weiß ich nicht, womit ich anfangensoll. Aber es gefällt mir sehr gm, das kann ichsagen, nur müßte man sich eine Köchin auf anständigeSaucen dressieren. Siehst Du, ich bin eine alteFrau, die das Leben hinter sich hat, und habe nichtsmehr zu erwarten auf Erden, aber wenn zum BeispielErika später bei Leben und Gesundheit sich hierherverheiratete, so würde ich nichts dagegen haben, dasmuß ich sagen ..."
Hier mußte der Konsul wieder aufhören, zu essen,und sich lachend in das Sofa zurücklegen.
„Sie ist unbezahlbar, Mutter! Wenn sie heu-cheln will, ist sie unvergleichlich! Ich schwärme fürsie, weil sie einfach nicht imstande ist, sich zu ver-stellen, nicht über tausend Meilen weg . . ."
„Ja, Tom," sagte die Konsulin; „sie ist ein gutesKind, das alles Glück verdient."
Tann las sie den Brief zu Ende . . .
2 .
Am Ende des April zog Frau Grünlich wieder imElternhause ein, und obgleich nun abermals ein StückLeben hinter ihr lag, obgleich das alte Dasein wiederbegann, sie wieder den Andachten beiwohnen undam Jerusalemsabend Lea Gerhardt vorlesen hörenmußte, befand sie sich ganz augenscheinlich in froherund hoffnungsvoller Stimmung.