Gott. Du keimst auch meine politischen Grundsätze.Ich will, daß der Bürger zum Staate. . ."
„Also du fühlst dich ein wenig vereinsamt, wie?"fragte Thomas, um sie wieder auf den Weg zubringen. „Aber höre, du hast doch Erika?"
„Ja, Tour, und ich liebe das Kind von ganzemHerzen, obgleich eine gewisse Persönlichkeit behaup-tete, ich sei nicht kinderlieb . . . Aber, siehst du...ich bin offen zu dir, ich bin ein ehrliches Weib,ich rede, wie's mir ums Herz ist und halte nichtsvom Wortemachen. . ."
„Was sehr hübsch von dir ist, Tony."
„Kurz, das Traurige ist, daß das Kind michallzusehr an Grünlich erinnert. . . auch Budden-brooks in der Breitenstraße sagen, daß es ihm so sehrähnlich ist. . . Und dann, wenn ich es vor mirhabe, muß ich beständig denken: Tu bist eine alteFrau mit einer großen Tochter, und das Leben liegthinter dir. Tu hast einmal während einiger Jahredaringestanden, aber nun kannst du siebenzig undachtzig Jahre alt werden und wirst hier sitzen bleibenund Lea Gerhardt vorlesen hören. Ter Gedankeist mir so traurig, Tom, daß er mir hier in derKehle sitzt und drückt. Denn ich empfinde noch sojugendlich, weißt du, und sehne mich danach, nocheinmal ins Leben hinausznkommen . . . Und schließ-lich : nicht bloß im Hause, auch in der ganzen Stadtfühle ich mich nicht ganz wohl, denn du mußt nichtglauben, daß ich mit Blindheit geschlagen bin fürdie Verhältnisse, ich bin keine Gans mehr und habe